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Immer auf die kleine Schwester!
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Verfasst am: 11.05.2009 [21:43]
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Trafalgar
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2009
Beiträge: 12
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Hallo, ich habe ein Problem mit unserer 3-jährigen Tochter. Sie ist von Grund auf ein sehr temperamentvolles und lautes Kind, das sich schon immer gern in den Mittelpunkt gestellt hat und da sie nach unserer damals 12-jährigen Tochter das Nesthäkchen war, gelang ihr das auch immer perfekt! Nun wurde letztes Jahr im April unsere jüngste Tochter geboren und seitdem ist bei uns die Hölle los! Von dem Tag an, wo ich mit der Kleinen aus der Klinik kam, wird sie von der "Großen" gepiesakt wo es nur geht (kneifen, Haare ziehen, umschubsen etc.). Am Anfang hab ich natürlich sehr aufgepasst, aus Angst sie könnte der Kleinen ernsthaft weh tun. Nun ist sie aber auch schon ein Jahr alt und ich versuche langsam in den Hintergrund zu treten. Sind die Zwei allein im Zimmer geht es komischerweise gut, bin ich aber in der Nähe, findet die Große immer eine Möglichkeit, die Kleine zum Weinen zu bringen. Mittlerweile reagiere ich schon richtig wütend, weil es einfach kein Ende nimmt. Obwohl wir von Anfang an sehr darauf geachtet haben, sie wegen der Kleinen nicht zu vernachlässigen und wir uns immer genug Zeit auch nur für sie alleine nehmen, hält sie es nicht aus, wenn wir uns um die Kleine kümmern. Dann wird gebrüllt, laut gesungen, auf jede erdenkliche Art Lärm gemacht, in Babysprache gebrabbelt, rumgealbert, mit Essen geschmiert.....ich werde noch WAHNSINNIG!!!!!! Wenn es ganz schlimm wird und ich kurz vorm Ausrasten bin, bringe ich die Große in ihr Zimmer, aber dann ist auch immer nur kurz Ruhe. Im Moment bin ich so fertig, dass schon morgens darauf hoffe, dass der Tag schnell rum geht!!! LG Trafalgar |
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Verfasst am: 11.05.2009 [22:39]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Trafalgar, ich kann mir gut vorstellen, dass Sie inzwischen "am Ende Ihrer Nerven" angekommen sind, weil Ihre Dreijährige die kleine Schwester immer piesakt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie haben selbst schon eine bemerkenswerte Beobachtung gemacht, die Ihnen den Schlüssel zur Lösung gibt: Wenn Sie nicht dabei sind, können beide Mädchen ohne Streit im Kinderzimmer spielen. Es geht Ihrer Dreijährigen NICHT darum, (aus Eifersucht oder warum auch immer) die Schwester zu ärgern, sondern es geht schlicht darum, in Ihrem Beisein so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu bekommen. Und die bekommt sie zuverlässig, sobald sie die kleine Schwester piesakt. Dann gehen Sie dazwischen, schimpfen, reden, erklären... Das ist zwar keine positive Form der Aufmerksamkeit, Ihrer Großen aber trotzdem lieber als kurzzeitig gar nicht beachtet zu werden, weil gerade mal zufällig alles friedlich ist. Versuchen Sie es doch in Zukunft einmal ganz anders: Statt die Drejährige (also die "Angreiferin") zu schimpfen und ihr damit besondere Aufmerksamkeit zu schenken (Tatsache ist: negative elterliche Aufmerksamkeit ist immer noch besser als gar keine!), sollten Sie die Kleine (das "arme Opfer") nach Übergriffen besonders trösten und verwöhnen. Sagen Sie in Richtung Ihrer Dreijährigen lediglich beiläufig: "… muss noch lernen, dass sie nicht kneifen/schubsen darf." Mit Ihrer neuen Strategie geht die Rechnung Ihrer Dreijährigen nicht mehr auf. Sie wird nun einfach links liegen gelassen und das "Opfer" bekommt die ganze Aufmerksamkeit. Da lohnt sich das schlechte Verhalten für sie nicht mehr! Bitte beachten und loben Sie Ihre Große dafür ganz besonders, wenn sie einfach nur "gar nichts" macht, also die kleine Schwester in Ruhe lässt und für sich spielt oder wenn sie Ihnen etwas hilft oder Ähnliches. Sie wollen Ihre Dreijährige ja nicht allgemein durch Nicht-Beachtung bestrafen! Versuchen Sie Ihre Große mehr einzubeziehen, wenn Sie sich mit der Kleinen beschäftigen, damit sie sich weniger durch Störverhalten in den Vordergrund schieben muss. Sie könnte beim Wickeln z.B. den Po der kleinen Schwester eincremen oder Ihnen bei der Auswahl der Kleidung helfen ("Was könnten wir ... heute anziehen. Würde ihr der rote Pulli gefallen? Was meinst du?"). Wenn Ihre Dreijährige laut brüllt oder singt, um auf sich aufmerksam zu machen, könnten Sie das aufgreifen und darauf eingehen: "Du hast Recht, wir könnten zusammen singen. Meinst du, deiner Schwester würde das Lied XYZ gefallen? Sie ist ja noch zu klein zum Singen, aber du kannst das schon, weil du schon so groß bist. Schlag was vor, was wir ihr gemeinsam vorsingen können!" Ich hoffe, dass sich mit diesen Tipps die Situation entschärfen lässt! Gute Nerven und herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 11.06.2009 [14:24]
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BrittaZ
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 07.06.2008
Beiträge: 12
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Hallo Trafalger, bei uns gibt es auch immer wieder solche Szenen, in denen der Große (Jonas fast fünf) dem Kleinen (Felix 2,5) Sachen wegnimmt und ähnliches.Da ist Jonas sehr kreativ. Bei mir hilft manchmal einfach Jonas ganz fest in den Arm zu nehmen und zu knudeln. Wenn es die Situation erlaubt und Du auch gerade nicht zu grantig bist, kannst Du die große einfach durchkitzeln, das entschärft die Situation meistens. Am besten ist immer der Überraschungseffekt, wenn wir nicht so reagieren, wie die Kinder es gerne hätten. Vielleicht hilft es ja auch besonders herauszustellen, was Deine Große schon alles kann, z.B. Dir in der Küche zu helfen, oder beim Saubermachen. Meine beiden lieben es mir beim Kochen zu helfen. Jonas kann schon fast alleine Salatsoße machen und sein Bruder Felix darf dafür den Salat aus dem Becken fischen. Da solche Aufgaben bei euch wirklich nur die Große übernehemen kann, wirst Du zusehen wie sie stolz darauf wird die Große zu sein und das Babygehabe bald ablegen. Jonas hat immer wieder auch kleinere Rückfälle aber sie werden zusehends weniger. So viel Erfolg Ganz lieben Gruß BrittaZ aus Dublin |
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