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Kind ständig Angst
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Verfasst am: 18.05.2011 [10:40]
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Kimvin
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2009
Beiträge: 7
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Hallo, mein Sohn ist 2,5 Jahre und war schon immer ein vorsichtiger Mensch und er hat Angst vor allem Möglichen und auch Unmöglichen. Zum Beispiel will er manchmal nicht durch den Flur laufen, weil "Evi" dort ist. Ich muss auch die Tür im Schlafzimmer zu machen, da ja Evi reinkommen könnte. Wenn sie auf ist, dann liegt er mit den Augen zugehalten im Bett und wartet, bis ich mit ihm kuschele. Er kann Evi nicht sehen, sagt er, ich ja auch nicht, aber das macht mich langsam echt verzweifelt. Wir wohnen nun schon so lange hier in der Wohnung, langsam müsste er ja merken, dass alles in ORdnung ist und Evi nie kommt, er Evi nie sehen kann und dass auch alle anderen Dinge immer so sind, wie sie immer sind. Er hat Angst vor der Gardinenstange im Schlafzimmer, keine Ahnung, was in seinem Kopf dabei vorgeht. Das ist auch nur manchmal. Es ist einfach nur eine chromefarbene Stange ohne Schnörkel, an der die Gardine hängt. Wenn er sie sieht, kommt es manchmal dazu, dass er dann aufhört mit spielen und nichts mehr machen will. Er denkt, dass sie dann zu ihm kommt. Er hat auch Angst vor Fusseln oder Mutzeln, oder wie man diese kleinen, winzigen Staubteilchen nennt, die man vor allem sieht, wenn die Sonne scheint. Dann fängt er an zu schreien und ist wie gelähmt. Er hat immer Angst, dass etwas zu ihm kommt. "Es kommt zu mir" Er hat Angst, dass Papa ihn anbohrt. Wie kommt er auf solche Sachen? Mein Mann würde nicht im Leben darauf kommen, ihm mit der Bohrmaschine zu nahe zu treten. Er sieht so viele Dinge als Bedrohung an und ich kann mir nicht erklären, warum das so ist. Manchmal bin ich echt schon genervt von diesen ganzen Panikattaken von ihm. Kennt das jemand von euch? Kann mir einer einen Tipp geben? |
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Verfasst am: 18.05.2011 [22:26]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Kimvin, Ängste (auch für uns Erwachsene völlig "abstruse" Ängste!) kommen bei kleineren Kindern gar nicht so selten vor. Allerdings scheint das bei Ihrem Sohn sehr stark ausgeprägt zu sein. Haben Sie darüber schon mit Ihrem Kinderarzt gesprochen? Unter Umständen könnte bereits der Gang zum Kinderpsychotherapeuten sinnvoll sein. Waren Sie oder Ihr Mann als Kind eventuell auch sehr ängstlich (solche Charektereigenschaften sind oft zu einem großen Teil Veranlagung)? Bitte lesen Sie zum Thema Ängste den folgenden Artikel: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/kind-stark-selbstbewusst/art/tipp/kinderaengste-diebestenerziehungstippsgegendieangst.html. Bei akuten Angstattacken können Bachblüten-Notfalltropfen oder -globuli helfen (siehe auch hier: www.elternwissen.com/baby/gesundheit/bachblueten/art/tipp/kinderaengste-mit-bachblueten-behandeln.html). Was "Evi" betrifft: Manche Kinder erfinden unsichtbare Freunde (siehe hier: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/wenn-kinder-einen-unsichtbaren-freund-haben.html), jedoch ist Ihr Sohn dafür noch etwas zu jung und überdies ist "Evi" ja eher eine allgegenwärtige Angstgestalt, die für Ihren Sohn sozusagen die Verkörperung seines Ängste darstellt. Sie können Ihrem Sohn ein wenig helfen, wenn Sie ihm zeigen, was er selbst gegen seine Ängste bzw. "Evi" (ich nehme an, es gab nie irgendeine Evi, die ihm wirklich mal schlimm Angst gemacht hat, oder?) tun kann. Wenn Türe zumachen hilft, dann kann er z.B. die entsprechende Türe schließen. Ernennen Sie ein Schutztier. Vielleicht können ein oder mehrere Plüschtiere in Zukunft als Schutztiere für Sicherheit sorgen und Evi verjagen. Ein Wachtposten könnte schon an der Türe sitzen und ein weiterer kann in der Nähe Ihres Sohnes sein. Wenn Sie jetzt noch eine Geschichte um die geheimen Kräfte und früheren Heldentaten der Schutztiere ranken lassen, verstärkt das deren Wirksamkeit ganz ungemein. Hilfreich können auch bestimmte Schutzdinge sein, etwa eine bestimmte Decke, unter der sich Ihr Sohn bei Angst verstecken kann und die gegen Evi schützt, weil sie da nicht durch kann... Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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