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Meine Tochter (2,5 Jahre) haut
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Verfasst am: 06.04.2009 [15:15]
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Gromit78
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 06.04.2009
Beiträge: 2
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Hallo, ich tippe, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Unsere Tochter (2,5 Jahre) haut uns, und das inzwischen jeden Tag. Wir hatten so eine Phase schon mal vor ein paar Monaten, damals ging sie einfach vorüber. Meine Maus ist sehr temperamentvoll und hat viel Energie, und das bekommen wir bei den Hauattacken doppelt zu spüren Wir versuchen ruhig zu bleiben, aber uns fällt das von Attacke zu Attacke schwieriger. Ich habe oft das Gefühl, dass meine Tochter die Einzige ist, die so etwas macht. Von den anderen Eltern höre ich immer: das kennen wir nicht. Ich fühle mich als Versagerin und schlechte Mutter. Das Hauen kommt aus dem Nichts, einfach so, und oft mit einem Grinsen im Gesicht. Manchmal ist es spätnachmittags, wenn sie müde wird, und nicht selten beim Wickeln, dann tritt sie auch gerne mal. Wenn ich meine Tochter dann am Arm festhalte und ihr sage, dass das weh tut und man nicht haut, macht sie munter weiter. Oft kommt dann hinterher ein richtiger Trotzanfall, der einige Minuten dauert. In diesen Trotzanfällen bin ich sehr unsicher, was ich nun machen soll. Wenn ich sie versuche bei mir zu halten, macht sie sich steif wie ein Brett, allerdings will ich sie auch nicht nicht allein toben lassen. Wir stellen sie dann auch schon mal in ihr Bett (noch mit Gittern) und setzen uns daneben, bis sie sich beruhigt. Alternativ habe ich schon überlegt, dass sie sich vielleicht auf die Treppe setzen soll, allerdings will sie sich partout nicht dort hinsetzen lassen Ich weiß, dass Kinder ihre Grenzen austesten, und dass trotzen dazu gehört, aber ich weiß so langsam nicht mehr weiter. Wir hauen nicht, auch sonst kenne ich niemanden, warum macht sie so etwas? Ich habe gelesen, dass die Kleinen sich in dem Alter noch nicht in Worten ausdrücken können, aber was kann ich machen, damit meine Tochter versteht, dass das der falsche Weg ist und sie uns damit weh tut. Ich bin im 5. Monat schwanger und manchmal richtig am Ende, dass ich mich hinsetzen und heulen könnte. Was haben wir nur falsch gemacht, dass sie sich so verhält? Meist versuche ich nach den Trotzanfällen mit ihr zu sprechen und erkläre, dass Hauen weh tut und wir sie ja auch nicht hauen. Habe auch schon versucht ihr Alternativen anzubieten (aufstampfen anstatt zu hauen z.B.), aber wir treten auf der Stelle und ich habe das Gefühl, dass wir momentan nicht mehr weiterkommen. Wer kann mir helfen? Traurige Grüße Gromit |
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Verfasst am: 08.04.2009 [02:49]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Gromit, bitte nehmen Sie es sich nicht so zu Herzen (ich weiß, dass das schwer ist und noch dazu jetzt in der Schwangerschaft!), dass Ihre Tochter Sie haut. Das machen viele Kinder (das erzählt man anderen nur nicht gerne!) und das bedeutet überhaupt nicht, dass Sie eine schlechte Mutter wären! Wie Sie schreiben, kommt das Hauen vermehrt vor, wenn Ihre Tochter müde ist oder sie etwas machen soll, wozu sie keine Lust hat (etwa wickeln). Wenn Sie sie am Hauen hindern, indem Sie den Arm festhalten, kommt dann nicht selten ein Trotzanfall. Es ist absolut richtig, wie Sie handeln: Arm festhalten, um den Schlag zu verhindern, und sagen, dass es Ihnen weh tut und sie deswegen aufhören soll. Vielleicht schnappen Sie sich in solchen Momenten ein Sofakissen und halten es Ihrer Tochter mit den Worten: "Da darfst du draufhauen, dem Kissen tut es nicht weh" als Alternative hin, damit sie Sie nicht hauen muss. Wenn Ihre Tochter mit einem Grinsen im Gesicht weitermacht, können Sie sich auf die Toilette zurückziehen und sich so "in Sicherheit" bringen. Ihre Tochter will mit dem Hauen in den meisten Fällen Aufmerksamkeit bekommen (und sie hat gelernt, dass ihr diese damit sicher ist!) oder vielleicht auch ihren Kopf durchsetzen. Beides läuft ins Leere, wenn Sie auf der Toilette verschwinden. Bekommt Ihre Tochter einen Trotzanfall, bringt Festhalten Sie nicht weiter. Das haben Sie schon ausprobiert. Daher ist das für Ihr KInd keine hilfreiche Strategie. Alleine lassen wollen Sie sie nicht und auf die Treppe setzen will sie sich nicht - das käme ja auch einer Auszeit, also eine Strafe, gleich. Versuchen Sie doch einfach, im Zimmer bei ihr zu bleiben, aber weiter Ihrer Tätigkeit nachzugehen. Ins Bett würde ich sie in solchen Momenten nicht setzen, da Ihre Tochter damit möglicherweise etwas Unangenehmes verbinden wird (Mama setzt mich da rein, wenn ich furchtbar wütend bin - ich mag nicht mehr in meine Bett). Weitere Tipps gegen Hauen und Treten finden Sie in diesem Artikel: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/hilfe-mein-kind-beisst.html Herzliche Grüße und gute Nerven! Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 08.04.2009 [20:41]
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olivia1507
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 50
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Hallo! Oh, nein, Du bist mit Sicherheit keine schlechte Mutter! Dein Kind testet seine Grenzen und lernt gerade seinen eigenen undendlich starken Willen kennen, der im Leben nunmal leider nicht immer erfüllt werden kann. Auch das müssen Kinder lernen. Leider lernen sie das wohl meistens beim Austesten an ihrer Mama, denn deren Liebe sind sie sich wohl am sichersten! Auch meine Tochter (2 Jahre 2 Monate) hat mich eine zeitlang beim Wickeln so heftig getreten, dass sie mir dabei wirklich weh getan hat. Ich habe sie dann genommen und in ihr Zimmer gebracht, und ihr gesagt, dass mir das Treten weh tut. Sie war dann so wütend, dass sie richtig getobt hat. "Wenn Du Dich wieder beruhigt hast, kannst Du wieder zu Mama kommen, damit ich Dich wickeln kam." Auch wenn sie direkt brüllend hinter mir her kam, habe ich ihr keine Beachtung geschenkt und mich z.B. einfach mit Abendbrot-Tisch decken beschäftigt. Irgendwann hat sie sich beruhigt. "Jana wickeln" und dann ging es. Ein paar Mal und seit dem ist es gut. Jedes Kind ist ja anders, aber ich habe bei meiner Tochter die Erfahrung gemacht, dass sie sich schneller wieder beruhigt, wenn ich sie in Ruhe lasse und ihr nur ganz kurz und knapp sagen, warum ich ein Verhalten nicht dulde. Wenn sie z.B. mit Gegenständen wirft, sage ich ihr dass z.B. nicht mit Tellern (sind natürlich aus Plastik!!!) geschmissen wird, und dass sie den Teller aufheben soll. Eine zeitlang hat sie dann getobt und wollte den Teller auf gar keinen Fall aufheben. Ich setzte sie dann auf einen kleinen Kinderstuhl, der bei uns im Wohnzimmer steht, und sage ihr, dass sie den Teller bitte aufheben soll. Steht sie auf, bringe ich sie wieder dort hin, und wieder und wieder. Ich habe festgestellt, dass es mir hilft, diese "Ritual" auszuführen, denn das Getobe kann schon an die Nerven gehen, und so bleibe ich ganz ruhig, bringe sie zum Stuhl, und schenke ihr sonst keine Aufmerksamkeit. Irgendwann hebt sie dann den Teller auf und räumt ihn weg. Dann bekommt sie natürlich ein dickes Lob und wird geknuddelt. Ich sehe den "Stuhl" nicht als Strafe, denn er ist bei mir im Wohnzimmer und ich bin bei ihr in der Nähe. Mittlerweile setzt sie sich schon selbst drauf, wenn sie einen Wutanfall bekommt und sagt "Jana Ruhe". Ich wünsche Dir alles Gute, besonders auch für die Schwangerschaft! Olivia |
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Verfasst am: 08.04.2009 [22:42]
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Gromit78
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 06.04.2009
Beiträge: 2
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Erst mal möchte ich danke sagen für die netten aufmunternden Zeilen, das hat mir sehr geholfen. Mit ein wenig Abstand sehe ich inzwischen auch wieder etwas klarer und habe mich beruhigt. Meine Eltern haben gestern einen Hau-Anfall mitbekommen und mir auch noch mal kräftig den Rücken gestärkt, dass das vermutlich eine Phase und ein Spiel für meine Tochter ist. Die Müdigkeit am späten Nachmittag wenn der Mittagsschlaf ausgefallen ist, spielt eine große Rolle, das haben wir gestern auch gesehen. Heute hat meine Tochter ein Stündchen mittags geschlafen und es gab keine Hauattacken. Ich versuche weiterhin konsequent zu sein und habe mir fest vorgenommen einige Ihrer Tipps anzunehmen und einfach auszuprobieren. Es tut gut zu wissen, dass ich nicht allein bin und es auch andere Kinder gibt, die toben, trotzen und Mama und Papa auch mal hauen um Grenzen auszutesten. Vermutlich erzählen viele Mütter nicht davon, im Gegensatz zu mir... Liebe Grüße Gromit |
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Verfasst am: 17.04.2009 [14:54]
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Angie
Junior
Dabei seit: 10.08.2008
Beiträge: 7
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Liebe Gromit, ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen, ich denke das Verhalten Deiner Tochter ist ganz "normal"... und deine Zweifel auch! Meine "Große" ist auch gut zweieinhalb und auch bei ihr treten immer wieder Phasen auf, zu denen mein Mann sagen würde "manchmal würde ich sie am liebsten an die Straße stellen" Ich habe bei uns die Erfahrung gemacht, dass der Großen eine Auszeit in ihrem Zimmer gut tut. Natürlich geht sie nicht immer freiwillig, dann nehme ich sie (wenn sie auch noch so kreischt) an die Hand oder auf den Arm und bringe sie hin. Ich sage ihr dann so ruhig wie ich kann, dass sie sich erstmal beruhigen soll oder mal in Ruhe überlegen soll, was sie gerade angestellt hat und dass sie wieder kommen soll, wenn sie wieder lieb ist. Meistens kommt sie dann wieder viel besonnener zurück und erklärt "Ich bin wieder lieb". Auch wenn es manchmal nicht lange anhält und sie wieder Blödsinn macht. Wenn sie richtig in Rage ist, bringt es absolut gar nichts, ihr irgendetwas zu erklären, ich glaube, sie hört mich dann überhaupt nicht. Das versuche ich dann eher später in einer ruhigen Minute. Ich glaube, was ganz wichtig ist: Wir müssen uns unserer Sache sicher sein, wenn wir irgendetwas tun oder sagen. Die kleinen Mäuse spüren unsere Unsicherheit sofort! Ich habe vor einiger Zeit mal das Buch "Jedes Kind kann Regeln lernen" gelesen und fand viele Tipps gut. Vor allem hat man mal in Ruhe über die eine oder andere Situation nachgedacht und mit kühlem Kopf über seine eigene Reaktion nachgedacht. (Und die Geschichten, die die anderen Kinder anstellen, sind auch nicht ohne - ich habe oft laut gelacht!) Dann fällt es im Eifer des Gefechtes (im wahrsten Sinne) etwas leichter ruhig und besonnen zu bleiben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch deine Schwangerschaft mit in die Situation reinspielt... Ich selbst hatte auch manchmal Angst, wie wird das erst mit zwei Kindern, wenn das Erste schon solche Kapriolen schlägt und sowieso kochen "hormonbedingt" die Gefühle etwas höher... Naja, irgendwie findet es sich und mit einer Nacht darüber geschlafen sehen auch viele Dinge nicht mehr so dramatisch aus! Ich wünsche Dir alles Gute mit deinen Zwei Mäusen und Du kannst Dir ganz gewiss sein, dass Du mit Deinen Problemen nicht allein auf der Welt bist! Herzliche Grüße, Angie |
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Verfasst am: 21.04.2009 [20:38]
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sanili
Junior
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 8
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Hallo, ich hab es bei meiner großen so versucht: wenn sie mich geschlagen hat habe ich so getan als hätte sie mir richtig wehgetan und habe aua-aua gejammert. Das hat sie total erschreckt. Ich hab ihr gesagt, daß ich getröstet werden möchte und sie hat mich sofort in den Arm genommen. Das funktioniert toll, wenn sie irgendwo zu grob ist muß ich nur aua sagen und sie "tröstet" mich sofort. Dann noch ein Tip zum "vorbeugen": Ich hab mich in meiner Schwangerschaft immer zusammen mit meiner Tochter mittags hingelegt. Sonst hat sie nämlich nicht geschlafen und gerade in den letzten 8 Wochen hat es mir auch sehr gut getan. Alles Gute |
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