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meine tochter stottert ...


Autor Nachricht
Verfasst am: 18.02.2011 [11:42]
freika
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 16.02.2011
Beiträge: 7
Hallo, ich bin momentan ganz eng in ner sackgasse drinnen,
denn unsere tochter (2einhalb) stottert vermehrt und je mehr
informationen ich mir hole um so unsicherer werde ich, denn ich versuche die ganzheitliche sicht zu ersehen. ich suche nach warum und am ende bleibe ich stecken im gedanken der sackgasse,
dass das stottern mit mir zu tun habe; dass ich mir selber
zu viele erwartungen stecke ... und was liest man doch nicht alles?

meine kleine stottert in phasen, wir gehen noch nicht zum logopaethen auch weil ich den schritt noch nicht machen moechte, ich weiss gar nicht was ich machen soll, was richtig und
was falsch sein koennte.

ich habe noch ein baby von 5 monaten und oft spuere ich tatsaechlich
wie sehr alles an mir haengt, wie ich mich benehme oder nicht benehme weil ich muede und ko bin.

meine tochter ist ein braves kind und ich habe schon dann ein schlechtes gewissen, wenn ich sie dann doch mal schimpfen muss, dass es fuer sie ein problem ist und sie wieder mehr stottert ... was ich eben beobachte.

oft fluestert sie nur, dann verstehe ich sie nicht und sage bitte sprich lauter ...

bei meinem mann spuere ich, dass er mir oft den gedanken zu schiebt, aber dann doch nicht und dann nur meint; ich solle doch nicht alles persoenlich nehmen, aber ehrlich, ich bin eine frau die sich die sachen nun mal als mutter persoenlich nimmt.

ich denke oft, ich uebermuttere, ich kontrolliere, dann denke ich mir: warum?

ich habe mit meiner mutter nicht unbedingt nur gute stunden in meinem leben erlebt und habe das sicher auch nicht abgehakt und habe echt bedenken, dass ich das indirekt an meine kinder weitergebe.

meine sackgasse momentan laesst mich haengen und ich weiss weder ein noch aus, denn ich spuere wie sehr an ner mutter alles aber auch fast alles festhaengt und klebt.

abstand null.

meine tochter redete schon recht frueh, ich habe sie lange gestillt und erst mit einem jahr nahm sie den schnuller ... der bis jetzt unser fester fester begleiter ist, wir haben einen gewaltigen umzug und ortswechsel hinter uns, unser baby ist geboren, viele bauarbeiten und ne menge lauter geraeusche dazu ... und wir hatten und haben ne maeuseplage in unserer wohnung, bauernhaus. ganz viel komponenten die mich auch ganz stuff gemacht haben und bis auf das stottern dachte ich: wir kriegen das hin.

ich fuehl mich immer und stets schuldig und oft denke ich mir,
ist das der ausloeser?

als mutter sitzt man fest.

aber logisch gibt es auch ne menger positiver sachen,
die ich momentan leider uebersehe.

danke fuers zuhoeren.
freika
Antworten Profil
Verfasst am: 19.02.2011 [00:17]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Freika,
ich glaube, Sie machen sich völlig unnötig Sorgen und Sie sind auch nicht "schuld" daran, dass Ihre Tochter unflüssig spricht. Ich vermute, bei Ihrer Tochter besteht ein so genanntes "Entwicklungsstottern". Das ist sehr häufig und kommt bei Kindern ab 2,5 Jahren vor (siehe dazu auch hier: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/stottern-bei-kindern-okay-oder-schon-behandlungsbeduerftig.html, weitere Informationen zum Stottern siehe hier: www.elternwissen.com/tag/stottern.html). Die Kleinen können einfach noch nicht so schnell sprechen, wie sie erzählen wollen! Dieses Entwicklungsstottern verliert sich in aller Regel innerhalb 6 Monaten von selbst wieder.

Wenn Sie sich Sorgen wegen des Stotterns machen, sollten Sie mit Ihrer Tochter zum Kinderarzt gehen und sie untersuchen lassen. Er kann Ihnen dann genau sagen, ob es eine echte Sprachstörung (unwahrscheinlich!) oder eben bloß ein Entwicklungsstottern (höchtwahrscheinlich!) ist.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Tochter ausreden lassen und ihr die Zeit geben, die sie braucht, um ihre Sätze zu vollenden. Fragen Sie behutsam nach, um gemeinsam mit Ihrer Tochter die Reihenfolge der Ereignisse und entsprechend auch ihrer Erzählung zu ordnen. So lernt sie, ihre Gedanken zu sortieren, z.B. chronologisch. Mehr ist momentan gar nicht nötig. Sie brauchen sich keine Vorwürfe zu machen oder schuldig zu fühlen!

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind"
Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 19.02.2011 [08:45]
freika
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 16.02.2011
Beiträge: 7
Hallo Frau Schmelz, Sie tun gut; Danke fuer Ihre kompetenden Antworten!

Lg
Freika
Antworten Profil
Verfasst am: 19.02.2011 [16:24]
Ulli68
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 16
Hallo Freika,

ich kann Dich auch beruhigen. Mein Sohn wird jetzt im März drei Jahre alt. Im vergangenen November fing er von einem Tag auf den anderen an zu stottern und ich habe mir - wie Du - die größten Gedanken gemacht. Die Kinderärztin vermutete als Ursache eine psychische Stressreaktion auf den Kindergarten. Und die war eigentlich angebracht gewesen, denn seit seinem Kita-Eintritt mit zwei Jahren musste er sich innerhalb von 5 Monaten an sechs Erzieherinnen gewöhnen. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, wie man sich als Mutter dann fühlt. Es meldet sich das schlechte Gewissen, das Kind womöglich zu früh in den Kindergarten gegeben zu haben. Im November konnte mein Sohn sich auch noch nicht so gut artikulieren, weil sein Wortschatz noch nicht ausreichend war, um über eventuelle Probleme im Kindergarten reden.

Letztlich habe ich auf Anraten der Kinderärztin mit ihm eine Ergotherapie begonnen, die zurzeit noch andauert. Seit Januar ist sein Stottern weg und ich denke, dass es bestimmt auch von alleine verschwunden wäre. Aber die Ergotherapie tut trotzdem gut.

Also, bleib gelassen, auch wenn es manchmal schwer ist.

Viel Geduld, Kraft und Ausdauer wünscht Dir

Ulli68
Antworten Profil


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