Sie sind hier: Startseite » Elternwissen-Forum
t
t

Elternwissen-Forum

Thema ohne neue Antworten

plötzlich auftrende Schlafprobleme - Angst oder Trotz?

Autor Nachricht
Verfasst am: 17.09.08 [20:03]
kimco
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2008
Beiträge: 2

Schlafprobleme

Hallo, ich muss etwas ausholen, glaube ich, damit ich unser Problem schildern kann. Mit Schlafproblemen hat ja so manches Kind (und die Eltern) zu kämpfen. Aber für uns ist das in dieser Form und Stärke neu, denn unser Sohn Finn (fast 2) hat schon früh allein und durchgeschlafen; nur vereinzelt und krankheitsbedingt hatten wir phasenweise „schlechte“ Nächte.

Auch in der Krippe, in der er seit einem halben Jahr ist, gab es nie Probleme. Im August schloss die Krippe für drei Wochen und mein Mann und ich hatten frei. In der ersten Ferienwoche fingen dann die Probleme an. Finn hat das heraus klettern aus dem Bett entdeckt und öfter Theater gemacht. Wir haben ihn immer wieder ruhig ins Bett gelegt und dann ist er irgendwann eingeschlafen.

Eine Woche später wurde es viel schlimmer und wir haben die Schlupfstäbe entfernt, weil uns das Rausklettern - teilweise unter panischem Schreien - zu gefährlich wurde. Wir haben ihn immer wieder zurück gebracht (einen Abend tatsächlich über 70 Mal!) und ihm erzählt, dass wir in seiner Nähe sind und alles in Ordnung sei. Im Halbschlaf hat er dann sogar „vergessen“, dass er normal aus dem Bett gehen kann und sich beim Rüberklettern ein paar Verletzungen (blaues Auge, blaue Nase,..) zugezogen. Seitdem schläft er in dem umgebauten Kinderbett (also ganz ohne Gitter).

Doch schläft er nur ein und durch, wenn einer von uns anwesend ist. Gehen wir, wie sonst üblich, nach dem Singen aus dem Zimmer, fängt er sofort bitterlich an zu weinen und kommt hinterher. Manchmal zittert er auch. Deswegen gehe ich davon aus, dass er wirklich Angst hat. Andere Eltern meinen, er trotze nur, aber wie das aussieht, erleben wir auch am Tag und Abends ist es ganz anders.

Wenn er nachts wach wird, schreit er auch sofort nach einem von uns (obwohl er ja sogar wissen müsste, dass wir daneben liegen) und wird dann ruhig, wenn ich sage, dass ich da bin. Sonst brabbelte er halt ein bisschen und ist wieder allein eingeschlafen.

An unserem Abendritual (Puppe ins Bett bringen, Buch lesen, kuscheln, Lied singen, Spieluhr anmachen) haben wir nichts geändert und wir können auch keinen Auslöser für die Angst festmachen.

Seit fast drei Wochen geht er wieder in die Krippe und auch da muss nun einer an seinem Bett sitzen bis er schläft. Seit den Schlafproblemen hat er auch Angst vor einem ganz bestimmten Mitmach-Spiel (Löwenjagd: die Kinder trampeln durch den Wald, schwimmen durch einen See usw. bis sie an eine Höhle mit einem Löwen ankommen und vor ihm weglaufen, die versch. Stationen in umgekehrter Reihenfolge – aber schnell – ablaufen und am Ende die Haustür zuknallen und erleichtert sind), an dieser Stelle (Tür zu knallen) fängt er nun immer an zu schreien/ weinen...

Über Tag ist alles in Ordnung. Finn guckt nur zu gerne Bücher an und will sie vorgelesen bekommen. Wir sind oft draußen, er lacht viel, spaßt gerne rum, ist mutig und traut sich viel zu. Zur Zeit trotzt er etwas, aber das ist halb so wild (nur für die Einschätzung, wie er sonst so ist).

Seit einer Woche geben wir ihm Abends Phosphorus D12, aber merken keine Veränderung.

Kann jemand sagen, ob das wirklich Angst ist, was ihn plagt? Und wie wir damit umgehen sollen? Wir sind wirklich ratlos, weil konsequentes Handeln rein gar nichts gebracht hat. Wir wollen das aber auch nicht einfach als trotzen abtun.

Vielleicht weiß ja jemand einen Rat.

Danke!

Verfasst am: 17.09.08 [22:33]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 298

Liebe kimco,

ich kann aus Ihrer Schilderung zwar keinen eindeutigen Auslöser für die neu aufgetretenen Schlafprobleme Ihres Sohnes Finn erkennen, bin aber der Meinung, dass er tatsächlich Angst hat. Sie schreiben, dass Sie tagsüber auch erleben können, wie es ist, wenn er trotzt und das scheint sich ja von seinem abendlichen Weinen zu unterscheiden.



Dass Ihr Sohn tatsächlich Angst vor dem Alleinsein hat, zeigt mir auch seine nächtliche Reaktion: Er ruft nach Ihnen und ist sofort beruhigt, wenn er Sie hört. Ein Kind, das Papa und Mama "schikanieren" will, lässt sich meist nicht durch einfachen Zuruf beruhigen.



Ich würde versuchen, ihm jetzt ganz viel Sicherheit zu geben und abends beim Einschlafen erst mal dabeizubleiben. Wenn er eingeschlafen ist, würde ich aber rausgehen. Legen oder setzen Sie sich ruhig mit etwa 50 cm Abstand neben das Kinderbett und bleiben Sie dabei, bis er eingeschlafen ist (nicht Händchenhalten, kein direkter Körperkontakt, nicht spielen, nicht reden). Kann er auf diese Weise beruhigt und ohne Weinen einschlafen, erhöhen Sie langsam den Abstand vom Kinderbett. Irgendwann wird es genügen, wenn Sie zum Einschlafen vor der geöffneten Kinderzimmertüre sitzen und später, wenn Sie alle paar Minuten ins Zimmer sehen. Dann weiß Finn, dass Papa und Mama da sind, auch wenn Sie nicht direkt bei ihm im Zimmer sind.



Ruft Ihr Sohn nachts nach Ihnen, sollten Sie erst mal antworten und, wenn nötig, gleich zu ihm gehen und ihn kurz beruhigen. Zum Wieder-Einschlafen nachts können Sie es dann machen wie abends zum Einschlafen.



Viel Erfolg und herzliche Grüße

Ihre

Andrea Schmelz



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.2008 um 22:35.]


Verfasst am: 18.09.08 [13:22]
kimco
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2008
Beiträge: 2

Hallo Frau Schmelz,

danke für Ihre schnelle Antwort!

Ich werde dann wohl mal versuchen, wieder in meinem Bett zu schlafen (bisher bin ich an seinem Bett gewesen bis er eingeschlafen ist, dann rausgegangen, hab mich dann aber später auf den Fußboden neben ihn gelegt). Die meisten Nächte kommt er irgendwann zu mir runter ("Mama schmusen") - mal sehen, wie das klappt.

Können Sie ein homöopathisches Mittel zur Unterstützung empfehlen? Phosphorus D12 haben wir probiert, aber keine Veränderung bemerkt.

Danke!

Verfasst am: 18.09.08 [20:59]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 298

Liebe kimco,

anhand Ihrer Beschreibung hätte ich auch Phosphorus empfohlen, das aber nicht das passende Mittel zu sein scheint. Eventuell könnte auch Pulsatilla passen - aber eine Ferndiagnose oder -therapie ist immer schwierig, sodass ich im Zweifelsfall den Besuch bei einem erfahrenen Homöopathen empfehle, der Ihren Sohn sehen und sein Verhalten direkt beurteilen kann.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz




Lernen und Fördern mit Spaß
Die besten Tipps für die Gesundheit und Erziehung Ihres Kindes:
  • Wie Sie Infekte, Kinderkrankheiten und Beschwerden natürlich, sanft und wirksam behandeln
  • Wie Sie das Immunsystem Ihres Kindes in Bestform bringen
  • Reden Sie mit Ihrem Kind - aber richtig! Welche Worte im Alltag kleine Wunder bewirken
  • Grenzen setzen - warum das schon bei Kleinkindern so wichtig ist
  • ... und vieles mehr!
Jetzt GRATIS testen
Bitte nehmen Sie mich 30 Tage lang kostenlos in diesen umfassenden Beratungsservice auf. Wenn ich Ihnen innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der ersten Test-Ausgabe keine gegenteilige Mitteilung mache, möchte ich "Gesundheit und Erziehung für mein Kind" regelmäßig erhalten und nutzen. Ich erhalte 30% Kennenlern-Rabatt in den ersten 6 Monaten und bezahle für die ersten 6 Ausgaben nur je 5,95 Euro. Ab der siebten Ausgabe beträgt mein Beitrag dann 8,50 Euro pro Ausgabe. Pro Jahr erscheinen 12 Ausgaben sowie 4 Spezialreports zu Schwerpunkthemen. Den Bezug kann ich jederzeit beenden. Eine kurze schriftliche Mitteilung genügt.
Anrede: *
 
Vorname: *
Nachname: *
Straße: *
Postleitzahl: *
Stadt: *
Land: *
E-Mail-Adresse: *
meine Adresse für zukünftige Anforderungen merken
KG5081
SSLDieses Formular wird über eine gesicherte SSL-Verbindung übertragen.
GRATIS: "So entdecken und fördern Sie die Talente Ihres Kindes" und "Erste HIlfe bei Klassenarbeiten"
t
t

Anzeigen

Der Elternbrief


Lernen und Fördern kompakt

t
t

Nettes aus Kindermund :)

Theater, Theater... Mein Sohn (8 Jahre) auf die Ankündigung, dass wir ins Theater fahren werden, wo Frau Holle gegeben wird: „Mama, ist das ein menschliches Theater?“ Logische Frage, hatte er doch kurz zuvor ein Puppenspiel gesehen...