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Thema mit vielen Antworten

Ständig unzufriedenes Kind


Autor Nachricht
Verfasst am: 29.04.2009 [12:36]
Sternchen123
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 29.04.2009
Beiträge: 7
Hallo,

ich weiß langsam keinen Rat mehr mit meinem 11-jährigen Sohn. Er ist (schon so lange er auf der Welt ist) ständig unzufrieden. Wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen läuft, dann explodiert er. Dann wird er abfällig und verletzt mit Worten wo er nur kann. Mit seiner Respektlosigkeit (Erwachsenen gegenüber) komme ich schwer zurecht. Sehr oft eskaliert dann die Situation, weil ich sein Verhalten einfach nicht ignorieren kann, sondern oft mit Bestrafungen reagiere. Er ist wie eine tickende Zeitbombe. Man muss ständig auf der Hut sein nichts falsches zu sagen, so dass er wieder beleidigt ist und ausflippt. Wie bekomme ich seine Wutausbrüche in den Griff?? Sobald ich merke, dass eine Situation zu eskalieren droht, dann möchte ich, dass er in sein Zimmer geht, um sich zu beruhigen, aber dieser Aufforderung folgt er nie. Er bleibt bei mir, um mich weiter verbal fertig zu machen! Die ganze Familie leidet unter ihm. Mein älterer Sohn (13) ist genau das Gegenteil wie er. Wie kann ich erzielen, dass er mehr seine positiven Seiten zeigt. Denn davon hat er sehr viele!

Viele Grüße
Sternchen
Antworten Profil
Verfasst am: 29.04.2009 [22:33]
Brouwy13
Newbie
Dabei seit: 29.04.2009
Beiträge: 1
Brouwy13 schrieb:

Hallo,

ist ein Vater im Hause oder müssen Sie das alleine bewältigen?
Werden die Kinder gleichermaßen behandelt?
Wäre vielleicht eine Überlegung, da ich Sie ja nicht kenne.
Sagen Sie ihrem 11 jährigen auch oft wenn er denn etwas gut gemacht hat. a la : Haste prima gemacht, ich bin sehr stolz auf dich + freudiger Umarung zur gefühlsuntermalung Ihreseits.
Haben Sie eine bestimmte Zeit, wo jeder einmal seine Mama nur für sich zum knuddeln oder einfach zum reden über alltagsangelegenheiten hat. Oder ,aber evtl. eine Geschichten Zeit?( insofern sie das überhaupt noch möchten in dem Alter)oder eine Zeit je nach Hobby des einzelnen Kindes und natürlich was die Zeit der Mama hergibt?

L.G.
vorab schonmal alles Gute für eine baldige Lösung, der schwierigen Situation und viel Kraft für Sie dafür!!
Antworten Profil
Verfasst am: 30.04.2009 [01:00]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Sternchen,
wenn Ihr 11-jähriger Sohn so voll Wut auf Sie (und den Rest der Familie?) ist, dass er Sie verbal fertig machen möchte, und als "tickende Zeitbombe" (wie Sie es beschreiben) durchs Leben läuft, brauchen Sie dringend professionelle psychologische Hilfe. Bitte scheuen Sie sich nicht, sich an die nächste Erziehungsberatungsstelle (Adressen unter www.bke.de) zu wenden. Die Beratung dort ist kostenlos und geht individuell auf Ihre Familiensituation ein.

Praktische Tipps zum Umgang mit Wutanfällen finden Sie hier: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/wutanfaelle-bei-kindern.html

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind"
Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 30.04.2009 [12:43]
Sternchen123
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 29.04.2009
Beiträge: 7
Vielen lieben Dank erstmal für die Antworten!

Nein, der Papa ist vor 7 Jahren ausgezogen. Klar sage ich meinem Kleinen, dass ich ihn liebe und erwähne Positives oft lobenswert. Ich muss zugeben, dass dies auch manchmal zu kurz kommt, wenn er sich permanent daneben benimmt. Auch habe ich versucht mir psychologische Hilfe zu holen, jedoch ohne Erfolg! Die Kinderpsychologen in meiner Umgebung sind dicht und nicht einmal in die Warteliste komme ich rein. Mein Sohn war auch in einer Tagesgruppe für schwer erziehbare Kinder. Jedoch war es nicht das Richtige, denn dort war er im Gegensatz zu den anderen ein "Engel"!! Sooo "schlimm" nun auch wieder nicht! Auch hatte ich gedacht es geht mit ihm bergauf, denn wir hatten auch eine lange ruhige Zeit, aber im Moment ist es wieder sehr schlimm. Er kann sich einfach nicht kontrollieren wenn er sauer wird. Ich bräuchte mal einen hilfreichen Rat, wie ich darauf reagieren soll. Soll ich ihn ignorieren??? Weil meistens artet es wirklich in endlosen Streitgesprächen und Machtkämpfen aus.

LG
Antworten Profil
Verfasst am: 30.04.2009 [22:50]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Sternchen,
da Ihr Sohn jetzt 11 Jahre alt ist und zu erwarten ist, dass sich das Problem im Laufe der Pubertät noch verschlimmert, würde ich jetzt wirklich alle möglichen Wege versuchen, eine Behandlung zu bekommen. Probieren Sie es doch wie von mir empfohlen über eine Erziehungsberatungsstelle. Da ist es nach meiner Erfahrung möglich, innerhalb weniger Wochen einen Termin zu bekommen. Und wenn der oder die Psychologe/in dort sieht, dass hier Handlungsbedarf besteht, wird es leichter sein, einen Therapieplatz zu bekommen.

Fürs Erste können Sie versuchen, sich aus der "Schusslinie" zu begeben, wenn Ihr Sohn ausfällig wird - also in diesen Momenten den Raum verlassen. Das darf allerdings nicht dazu führen, dass Ihr Sohn das Gefühl hat, "gewonnen" zu haben und Ihren Anordnungen nicht mehr folgen zu müssen! In diesem Fall müssten Sie sich ein anderes Vorgehen wählen.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 04.05.2009 [08:38]
annettchristine
Junior
Dabei seit: 24.03.2009
Beiträge: 5
Liebe Strenchen, ich kann Frau Schmelz nur bestätigen und empfehlen in eine Erziehungsberatungsstelle zu gehen. Das ist kein niedergelassener Psychologe, sondern meist eine Stelle, die bei einer städtische Einrichtung angesiedelt ist, hier in darmstadt ist das das Familienzentrum der Stadt. Wir sind vor zwei Jahren an einem ähnlich schwierigen Punkt zu einer Erziehungsberaterin gegangen. Und bei uns war das Problem schnell behoben, von außen sieht eine Fachkraft eben besser, als ein Elterteil in der verzwickten Situation. Ich bin Lehrerin-für mich war dieser Schritt eine persönliche Katastrophe, denn ich dachte ich könnte alles selbst sehen, schließlich bin ich ja auch PROFI - aber die Frau von der Eriehungsberatungsstelle konnte uns so schnell helfen, dass ich nur empfehlen kann diesen kostenlosen Dienst anzunehmen!
Herzliche Grüße und viel Kraft
Annett

Antworten Profil
Verfasst am: 04.05.2009 [09:36]
engerl
Alter Hase
Dabei seit: 18.11.2008
Beiträge: 23
Liebes Sternchen!

Ich stimme den beiden Damen logisch zu. Hole Dir unbedingt die Hilfe, die Du bruachst, um wieder Frieden und Leichtigkeit leben zu können innerhalb der Familie, und daß der Familienfrieden und Haussegen wieder hergestellt wird. Ihr leidet alle darunter.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn Sohnemann nicht aus der Situation geht, mußt Du es tun...
ich denke,s ie können auch manchmal nicht,w eil sie doch auch Angst haben, Liebe zu verlieren.... udn so kletten udn klammern sie.
Erkläre vielleicht in ruhigen momenten mal, daß auch Du eine Zeit brauchst, wenn er alle Grenzen übertritt, wieder auf den Teppich zu kommen, und daß er in dieser ZEit in sein Zimemr gehen muß- um WAS?? (kanne rdort dann amchen, um selbst runterzukommen) zu tun.
Wir haben einen Wuttermometer hängen, der zeigt grün, gelb, und verschiedene Rottöne an für den Grad der Reizung wo ich gerade stehe und mein Sohn muß das einschätzuen lernen- ich stelle die Spange an den Ort,w o ich stehe, udn er versteht alleine, was er zu tun hat.... das brachte ENTSPANNUNG PURRR! Wir machten eine Verhaltenstherapie.

mein Junge hat ADS und ich weiß daher,wie sehr ausfällig und wütend Kinder werden können und auch, von vielen Eskulationen könnte ich berichten. Wir bekommen das immer wieder in den Griff, indem ich die Klügere bin, aus der Situation gehe, weiterhin beharrlich auf die Regeln,die wir immer gemeinsam festlegen in Gesprächen, bestehe und deren Einhaltung. Belohnungssysteme gehören zu unserem Alltag, und was bei uns gaaanz viel auch in schweren Zeiten hilft, (manchmal klammere ich mich auch an jeden Strohhalm): ich führe ein Buch über die liebenswerten, schönen Seiten, all jenem,d as noch gut funktioniert, was angenehm ist (wir neigen sonst beide dazu alels nur noch schwarz und öde zu sehen, und so reiben wir uns nicht ständig nur auf) und Dinge unseres Zusammenlebens, ein mal die Woche wird das vor der ganzen Familie vorgelesen- ist ein schönes Gefühl für alle. Solch einen Zettel gibts auch für alle!
oder ich schreibe mir im Laufe der Woche mindestens 10Punkte auf,die Gabriel gut gemacht hat, was gut geht, was gut funktioniert, was mich gefreut hat, was schön war- und wenn darauf ständig zu lesen ist,wie stolz ich bin, weil er an seine Wutstrategien denkt.... icon_biggrin.gif

Für solche Situationen brauchts klare Regeln, jeder muß wissen, was er für sich tun kann, denn sicher gefallen auch Deinem Sohn diese Ausbrüche nicht unbedingt. Laßt Euch helfen- und wenn alle so dicht sind, ist vielleicht auch noch ein Weg offen übers Jugendamt- da geht es dann meist auch schneller...
Ich wünsche Euch alles Liebe und viele gute Wut- und Ärgerstrategien....
Engerl
Antworten Profil
Verfasst am: 04.05.2009 [10:11]
Callinicci
Junior
Dabei seit: 01.07.2008
Beiträge: 5
Ich kann Sie sehr gut verstehen. Meine jungs sind 7 bzw. 5 Jahre und bei ns ist es genau umgedreht. Ich denke es liegt am Charakter. Schließlich haben ja beide die gleiche Umgebung und werden gleich behandelt. Bei und wohnen allerdings neben meiem Mann noch Oma und Opa mit im Haus. Die haben denselben Eindruck. Im Kindergarten oder jetzt in der Schule ist Pascal eines der bravsten Kinder. Da traut er sich so etwas nicht - aber zu Hause!
Ein Phsychater würde mich fragen, was eigentlich mein/sein Problem ist. Er müsste meinen Sohn schon versteckt beobachten, um es zu sehen. Es gibt auch Tage, der ist er sehr leibt, aber es muss möglichst alles nach seinm Kopf gehen. Ein NEIN akzeptiert er kaum.
Antworten Profil
Verfasst am: 04.05.2009 [12:49]
Sternchen123
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 29.04.2009
Beiträge: 7
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass wenn er ein bestimmtes Ziel verfolgt, um etwas zu bekommen (z.B. ins Internet gehen) dann kann er äußerst lieb sein und hällt sich bös im Zaum. Sobald man es ihm aber nicht erlaubt hat, dann hüpft er im Zimmer rum wie Rumpelstielschen und haut aus Wut um sich oder gegen die Tür. Er weiß, dass mich das besonders wütend macht.
Oft höre ich von fremden Menschen im Ort, wie liebenswert, nett und zuvorkommend er doch ist. Das kann er wirklich!!! Wenn er einen guten Tag hat und wir uns unterhalten, denke ich oft, dass er nicht 11 ist sondern viel äter, so vom Denken und die Art der Unterhaltung. Aber dann wieder bringt er oft ein provokatives Verhalten an den Tag wie ein trotziges Kleinkind. Er befolgt erst eine Anweisung, wenn ich ihn mindenstens 30x aufgefordert habe und mir dann beim 31en der Kragen platzt. Warum bloß???
Wie gesagt, wir haben schon verschiedenes ausprobiert. Auch waren wir bei einem Kinderpsychologen als er 8 war. Nur der sagte uns nach einer Zeit. "Ich stelle keine Auffälligkeiten fest, wenn er bei mir ist. Es hat keinen Wert weiter zu machen" .
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Verfasst am: 04.05.2009 [13:21]
yinundyang
Newbie
Dabei seit: 28.04.2009
Beiträge: 1
Hallo Sternchen 123,
an deiner Stelle wurde ich dein Jungen auf ADS Untersuchen lassen,um euch aber bis dahin zu überbrücken habe ich folgenden vorschlag zu machen:
Wenn es bei euch möglich ist kaufe dein Sohn ein Sandsack und häng den auf,jedesmal wenn dein Sohn dann austickt kann er den Sandsack nehmen bis er ruhiger wird.
Die zweite möglichkeit,es gibt Schaumstoffschläger die man sich im Spielzeugladen kaufen kann damit kann man auch sein Ärger und seine Wut abbauen ( dafür braucht man aber viel Platz) und macht mit unter auch noch Spaß.
Desweiteren gibt es ein Buch das heißt: Wackelpeter oder Trotzkopf ich habe das Buch und ich glaube das es euch weiter helfen könnte.

Lieben Gruß
yin und yang

PS. Wenn Sie das Buch haben möchten dann lassen Sie es mich wissen.
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