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Unruhiges und lebhaftes Kind
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Verfasst am: 28.05.2009 [11:33]
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Ulli68
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 16
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Liebe Frau Dr. Schmelz, vielen Dank für Ihre Antwort und den Link-Tipp. Ich bin noch nicht sicher, welches Schlaftraining ich mit unserem Sohn anwenden soll. Ja, es stimmt, dass er abends so ausgepowert ist, dass er spätestens um 18:00 Uhr todmüde ins Bett fällt. Das heißt, Ein- und Durchschlafprobleme haben wir (bis auf die genannten Ausnahmen) keine. Jedoch wird er, auch wenn ich ihn erst um 19:00 Uhr ins Bett lege, morgens immer zwischen 4:30 Uhr und 5:00 Uhr wach. Vor einigen Monaten hat er es noch bis 5:30 Uhr oder 6:00 Uhr geschafft. Meine Hoffnung lag damals bei der Umstellung auf Sommerzeit. Dann hätten wir einen prima Rhythmus gehabt mit annehmbaren Uhrzeiten. Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass ein Kleinkind diesen Zeitunterschied merken kann. Nach zwei Wochen hatte unser Sohn sich ganz von alleine wieder auf seine 18:00 Uhr eingespielt. Auch hat er seit fast zwei Monaten seinen zweiten Tagesschlaf (nachmittags) aufgegeben. Da er morgens so früh wach wird, lege ich ihn um 10:00 Uhr wieder hin, obwohl er sich bereits um 7:30 Uhr oder 8:00 Uhr schon wieder die Augen reibt und gähnt und ganz müde aussieht. Dann schafft er es - wenn es gut läuft - für zweieinhalb bis drei Stunden zu schlafen. Ich würde seine Schlafenszeiten so gerne etwas nach hinten verschieben, aber er ist meist vorher schon so fertig, dass ich es nicht übers Herz bringe, ihn noch länger wachzuhalten. Habe es schon auf eine sanfte Art probiert, leider ohne Erfolg. Wenn es ganz schlimm war, habe ich ihm schon Viburcol-Zäpfchen gegeben, die nur ab und zu geholfen haben. Was sein lebhaftes Wesen betrifft: Er lässt sich aus meiner Sicht sehr leicht ablenken. Wenn er spielt, dann hält seine Aufmerksamkeit oft nur ein paar Minuten. Raschelt oder klappert irgendwo etwas (ich muss ja zumindest das Nötigste auch im Haushalt hinkriegen), ist er sofort abgelenkt. Ich habe deswegen Bedenken, dass er irgendwann mal ein ADHS-Kind wird. Auch Vorlesen oder Bilderbuch-Anschauen geht - wenn überhaupt - nur sehr kurz. Im Prinzip hält er wirklich keine Sekunde still. Auch gibt es Tage, da klammert er ganz furchtbar und will dauernd auf den Arm genommen werden. Wenn ich ihn für kurze Zeit vertröste, weil es ja auch Dinge gibt, die zur Erledigung zweier Hände bedürfen, fängt er fürchterlich an zu quengeln. Daher bin ich zurzeit ziemlich verunsichert. Können Sie mir sagen, ob sein Verhalten altersgemäß normal ist oder ob ich in der Vergangenheit vielleicht einen Fehler gemacht habe oder was ich künftig besser machen kann? Nochmals besten Dank vorab. Viele Grüße Ulli68 [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.2009 um 11:35.] |
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Verfasst am: 28.05.2009 [16:53]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Ulli68, Ihr Sohn schläft (wenn er nicht gerade diese Wachphasen hat) von 18.00 Uhr bis etwa 5.00 Uhr, also etwa 11 Stunden. Das ist eine völlig normale Nachtschlafdauer. Die meisten Kinder schlafen nicht länger als 11 Stunden. Wenn er nicht so früh aufwachen soll, hilft also wirklich nur eines: ihn abends später ins Bett bringen. Bitte lesen Sie hier nach, wie Sie Ihren Sohn schonend "umstellen" können: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/baby-schlaeft-nicht/art/tipp/schlafprobleme-bei-babys-so-koennen-alle-wieder-durchschlafen.html Die leichte Ablenkbarkeit und die "Hippeligkeit", die Sie bei Ihrem Sohn beobachten, sind in diesem Alter ganz schwer zu beurteilen. Kinder, bei denen später ADHS diagnostiziert wird, zeigen solche Symptome. Aber es gibt auch eine Reihe von Kindern, die später überhaupt nicht auffällig sind und als Baby/Kleinkind genau wie Ihr Sohn waren. Kleine, ganz persönliche Beruhigung: Mein Sohn war als Kleinkind ganz genauso und hat heute kein ADHS und ist jetzt mit knapp 10 Jahren auch nicht mehr so unruhig. Er kann sich auf die Hausaufgaben konzentrieren (nicht immer, aber meistens) und es läuft in der Schule ganz gut. Ich bin mir sicher, dass die leichte Ablenkbarkeit und die Unruhe Ihres Sohnes NICHT Ihr Fehler sind - das liegt an seinem Temperament! Und Sie hätten auch nichts tun können, damit er anders geworden wäre. Das heißt für die Zukunft: Nehmen Sie Ihren Sohn so, wie er ist, und versuchen Sie mit einer großen Portion Geduld und Nerven das Beste daraus zu machen! Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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