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wie kann mein Sohn wieder Vertrauen finden

Autor Nachricht
Verfasst am: 30.06.09 [18:15]
wallerfred
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 22.06.2009
Beiträge: 4

Mein Sohn 20 mon. hat Probleme mit dem Schlafen, in der Früh ist er um 5.15 schon meistens wach, weint u. will nicht mehr schlafen, um die Mittagszeit will er überhaupt nicht mehr in seinen Zimmer schlafen, im Wohnzimmer schläft er ein nach einer Weile. Eine kurze Vorgeschichte,meine Frau u. ich sind berufstätig,meine Frau arbeitet als Krankenschwester Teilzeit, somit muß sie nicht jeden Tag arbeiten. Wenn wir beide in der Früh außer Haus gehn, bekommt meine Schwiegermutter das Babyfon u. wenn er sich meldet geht sie rüber zu unser Haus u. holt ihn vom Zimmer (meine Schwiegereltern haben gleich das Haus neben uns) So nun das letzte mal als das wieder mal der Fall war, hatte sie den Schlüssel irgendwie verlegt u. kam nicht ins Haus, sie versuchten durch das Fenster ,aber es funktionierte nicht,dann riefen sie mich in der Firma an u. ich fuhr natürlich mit vollem Tempo nach Hause, leider hat das ganze sicherlich so an die 45 min gedauert, u. seit dem Vorfall hat er meines Erachtens einfach Angst das niemand kommt wenn er weint,mir wird jetzt noch ganz anderst wenn ich daran denke, denn der kleine ist unser alles. Können sie mir vielleicht weiterhelfen wie wir ihm helfen können ???

Verfasst am: 30.06.09 [19:16]
Ulli68
Junior
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 7

Hallo wallerfred,

ich kann Ihre Situation und Ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen. Auch, dass Sie sich vielleicht heute noch Vorwürfe in irgendeiner Form machen. 45 Minuten sind für ein Kleinkind eine ganz schön lange Zeit, die es noch nicht einschätzen kann und irgendwann ist sicher der Punkt erreicht, an welchem es denkt, dass nun wirklich niemand mehr kommt.

Unser Sohn ist 15 1/2 Monate alt und hat einen ähnlichen Schlafrhythmus, d.h. er wird auch etwa um 5:00 Uhr wach. Zwar schläft er dann bis kurz nach Mittag nochmal ca. 3 Stunden, aber abends geht er auch zeitig zu Bett, meist um 18:00 Uhr. Es ist einfach sein Rhythmus, wir haben schon alles mögliche ausprobiert.

Vor etwa zwei Wochen ist er nachts wach geworden und erst nach fünf Stunden wieder eingeschlafen. Da habe ich fast die Nerven verloren und ihn leider sehr laut angebrüllt. Das hat meines Erachtens auch Angst in ihm ausgelöst - ähnlich wie bei Ihrem Sohn, nur eben ein anderer Anlass und eine andere Ursache.

Sie können Ihrem Sohn das Vertrauen wieder zurückgeben, aber es dauert bestimmt eine Zeit. So war es bei uns auch. Wenn es sich in Ihrem Alltag irgendwie einrichten lässt, geben Sie ihm viel Nähe und seien Sie AUF JEDEN FALL da, wenn er Sie braucht, gerade beim Wachwerden. Ein solcher erneuter Vorfall wäre sicher nicht gut. Er muss sich wieder ganz sicher werden, dass jemand da ist, wenn er ruft. Um diese Sicherheit wieder zu gewinnen, sollte man als Eltern eine ganze Zeit lang sehr konsequent drauf reagieren.

Viel Erfolg und schöne Grüße

Ulli68

Verfasst am: 30.06.09 [23:00]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 987

Lieber wallerfred,
Ihr kleiner Sohn braucht jetzt ganz viel Sicherheit, Nähe und Geduld, dann wird er seine Trennungsängste, die aus der missglückten Betreuungssituation entstanden sind, wieder überwinden. Es ist aus seiner Sicht völlig verständlich, dass er jetzt lieber gar nicht einschlafen möchte, damit ihm das nicht noch einmal passiert.

Verlangen Sie momentan gar nicht von ihm, dass er alleine einschläft. Wenn Sie ihn im Kinderzimmer schlafen legen, setzen Sie sich ruhig auf einen Stuhl daneben und bleiben dabei, bis er eingeschlafen ist. Lassen Sie sicherheitshalber zusätzlich zum Babyfon die Türe auf, damit Sie ihn sofort hören, wenn er aufwacht. Stehen Sie dann am besten schon neben seinem Bett, wenn er die Augen aufschlägt. Ihr Sohn muss jetzt zuverlässig die Erfahrung machen, dass Mama oder Papa da sind und er gar nicht mal schreien muss, bis einer kommt.

Ist Ihr Sohn wieder sicherer geworden und schläft angstfrei und problemlos ein, können Sie mit dem Stuhl schrittweise immer weiter wegrutschen vom Bett, bis es genügt, dass Sie nur die Zimmertüre offenlassen.

Spielen Sie tagsüber häufig verstecken, sodass Ihr Sohn Sie und Ihre Frau richtig suchen muss. So übt er spielerisch kurze, ungefährliche Trennungssituationen ein.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz


Verfasst am: 01.07.09 [07:29]
wallerfred
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 22.06.2009
Beiträge: 4

Vielen Dank, natürlich werde ich alles menschenmögliche tun damit er wieder seine Sicherheit zurückgewinnt!!! So ein kleiner Mensch ist ja wirklich hilflos u. auf uns sehr angewiesen, deshalb darf so was nicht passieren, aber leider kann ich dieses Geschehen nicht mehr rückgängig machen!!!!!!!!



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