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Wie gehe ich mit den Ängsten meiner Tochter um?


Autor Nachricht
Verfasst am: 28.12.2011 [20:53]
kallidasa
Profi
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
Hallo zusammen,

meine Tochter (fast 4 Jahre alt) hat neuerdings extrem viel Angst. Meist tritt das abends beim Einschlafen auf. Sie kuschelt sich an mich, sagt, dass sie Angst hat und weint sogar manchmal. Sie hat Angst, dass "ein Tier/Wolf/Fuchs kommt und mich auffrisst" oder auch ganz konkret Angst vor Einbrechern.

Heute fing sie sogar am hellen Tag auf dem Spielplatz an zu weinen und sagte, sie hätte Angst, ein Fuchs käme, der sie auffressen wollte.

Wie soll ich damit umgehen? Sie lässt sich mit rationalen Argumenten nicht von ihrer Angst abbringen und auch wiederholte Beschwörungen, dass wir sie beschützen, beruhigen sie nicht wirklich.

Wie soll ich diesen Ängsten begegnen? Hat sie wirklich Angst oder ist das manchmal auch ein super Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen und z. B. das abendliche Einschlaf-Procedere hinauszuögern?

Natürlich möchte ich ihr die Angst gerne nehmen, mich aber auch nicht von ihr verschaukeln lassen. Wer hat Tipps/Erfahrungen damit?

Meine Tochter ist sonst ein völlig normales, fröhliches Energiebündel und in keiner Weise auffällig.

Vielen Dank und besten Gruss,

Birgit
Antworten Profil
Verfasst am: 29.12.2011 [21:10]
sunny43
Newbie
Dabei seit: 04.07.2010
Beiträge: 4
Liebe Birgit

Die Ängste deiner Tochter sind ganz bestimmt kein Mittel, dich zu manipulieren. Es sind reale Ängste, und das Beste, was du tun kannst, ist auf deine Tochter einzugehen, sie ernst zu nehmen und zu trösten. Schenke ihr so viel Aufmerksamkeit und Geborgenheit, wie du aufbringen kannst. Vielleicht lässt du sie auch eine Weile bei dir im Bett oder zumindest im Zimmer schlafen. Dies ist eine Phase, die eine Zeit lang andauern kann. Möglicherweise versucht sie dir auch etwas damit zu sagen. Vielleicht brauchtaa sie dich im Moment einfach mehr.
Auf keinen Fall solltest du ihre Gefühle ignorieren, es bringt auch nichts, sie "unterbinden" zu wollen. Gefühle wie Angst gehören zum Leben dazu, genauso wie z.B. Wut oder Trauer. Am besten kann sie diese Gefühle verarbeiten, wenn du sie akzeptierst und deiner Tochter eine Extraportion Mama schenkst. icon_smile.gif
Das heisst nicht, dass die Ängste von heute auf morgen verschwinden, aber sie wird dadurch auf Dauer lernen, besser mit ihnen umzugehen.
Es ist schön, dass sie sich dir anvertraut ubd dir ihre Ängste mitteilt. Es gibt Kinder, die solche Gefühle in sich hineinfressen und jahrelang im stillen Kämmerlein darunter leiden.
Sei einfach für deine Tochter da, zeig ihr, dass du ihre Gefühle ernst nimmst und als Teil von ihr akzeptierst und dass sie mit ihren Gefühlen - den positiven wie den negativen - genau "richtig" ist. icon_smile.gif
Liebe Grüsse und ganz viel Kraft,
Sunny
Antworten Profil
Verfasst am: 30.12.2011 [08:50]
kallidasa
Profi
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
Hallo Sunny,

natürlich nehme ich die Ängste ernst, was auffällt, ist allerdings, dass sie so eine Angstattacke noch nie hatte, wenn mein Mann sie ins Bett bringt. Deswegen frage ich mich, warum sie das immer bei mir macht.

Unsere Tochter schläft zwar meistens in ihrem eigenen Bett ein, kommt aber jede Nacht zu uns - manchmal schon um 9 Uhr abends, manchmal um 3 Uhr morgens - je nachdem, wann sie wach wird.

Ich behaupte mal, dass es unserer Tochter nicht an Liebe und Geborgenheit mangelt. Sie ist ein Einzelkind und wird insbesondere von meinem Mann wie eine Prinzessin behandelt und im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen getragen. Ich bin ein wenig strenger und streite mich auch schon mal mit ihr, wenn ich das für nötig halte. Ob das in irgendeinem Zusammenhang damit steht, dass sie immer nur bei mir Angst hat, weiss ich nicht.

Gruss,

Birgit
Antworten Profil


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