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finanzielle Unterstützung für Nachhilfe?


Autor Nachricht
Verfasst am: 28.05.2008 [18:47]
prinz_frederik
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 28.05.2008
Beiträge: 3
Hallo zusammen,

mein Sohn Frederik, hat jetzt in der 3. Klasse große Probleme in Mathe mitzukommen. Mathe war auch in den ersten Schuljahren nie seine Stärke, jetzt kommt er aber gar nicht mehr mit. Nun mache ich mir Sorgen, wie soll er den Wechsel auf die weiterführende Schule packen. icon_rolleyes.gif Ich würde ihn gerne zur Nachhilfe schicken, bin mir weil ich alleinerziehend bin aber nicht sicher ob ich das finanziell stemmen kann. Weiß jemand, ob es die Möglichkeit gibt, für Nachhilfe finanzielle Unterstützung zu bekommen?

Für ein paar gute Tipps wäre ich echt dankbar

Andrea
Antworten Profil
Verfasst am: 29.05.2008 [10:31]
UtaReimannHöhn
Profi
Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 43
Liebe Andrea,

auf Antragstellung werden Nachhilfekosten manchmal vom Sozialamt übernommen. Das hängt von der Einkommenshöhe ab und der Notwendigkeit der Förderung. Unter bestimmten Umständen besteht ein Anspruch darauf, eine Lerntherapie bei Legasthenie oder Dyskalkulie über das Jugendamt (§ 35a KJHG) finanziert zu bekommen. Kriterien dafür sind u.a., dass eine seelische Behinderung droht oder vorliegt und die Eingliederung in die Gesellschaft gefährdet ist.

Viel Erfolg,

Ihre

Uta Reimann-Höhn



[URL="http://www.elternwissen.com/index.php?id=513&shop_wkz=LUF5256&np=1"]Chefredakteurin von "Lernen und Fördern mit Spaß!"
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Antworten Profil
Verfasst am: 07.07.2008 [14:22]
Scheckerin
Alter Hase
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 24
Hallo!

Uta schreibt:>>Kriterien dafür sind u.a., dass eine seelische Behinderung droht oder vorliegt und die Eingliederung in die Gesellschaft gefährdet ist.<<

Ich kenne diese Begrifflichkeit bereits, aber noch heute klingt das für mich einfach unglaublich. Wer würde einer Diagnostizierung einer "seelischen Behinderung" seines Kindes zustimmen?

Tatsächlich ist die Begifflichkeit garnicht mal so abwägig. Denn wenn Dein Sohn hier seelisch Probleme bekommt, oder bereits hat, dann ist dies tatsächliche eine Behinderung seines Lebens, aber nicht er ist "behindert"! Ich denke hier hat der ursprüngliche Verfasser dieses Rechttextes nicht genügend Feingefühl bewiesen.

Aber Du schreibst ja selber, dass Du Sorge hast: >>... wie soll er den Wechsel auf die weiterführende Schule packen....<< Das ist dann mit dem zweitem Satz gemeint, dass die Eingliederung in die Gesellschaft gefährdet ist.

Also trifft Beides auf Deinen Sohn zu! Ich würde mich beim Jugendamt erkundigen, wie die vor Ort damit umgehen. Bei uns war das total kompliziert. Das musste mein Kind erstmal ein Gutachten eines Psychologen haben, mit genau dieser Diagnose und hast Du erstmal diese Diagnose, bekommst Du diese Fördermittel, aber werden sie dann jemals das Kind als "normal" einstufen?? Ich habe da so meine Bedenken. Daher habe ich mich dagegen entschieden.

Frage doch lieber bei der Lehrerin nach, welche "kostenlose" Fördermöglichkeiten es auf Eurer Schule gibt!

Oder frage, ob es Mütter gibt, die bereit sind kostenlos Nachhilfe zu geben.

Manchmal liegt es einfach nur daran, dass das Kind eine andere Erklärung, als die der Lehrerin, hören muss, wie es zu rechnen geht und es versteht plötzlich alles!

Tja und die Nachhilfeschulen sind echt zu teuer, die kosten 30,- Eur die Stunde und es bringt nur wenig.

Wenn ihr aber in einer Universitätsstadt wohnt oder in der Nähe, kannst Du für ca. 5,- Eur die Stunde Nachhilfe von einem Mathestudent suchen! Hänge doch einfach mal eine Anzeige in die Uni:

"Alleinerziehende Mutter sucht Mathenachhilfe für Ihren Sohn (3. Klasse). Wer ist bereit für 5,- Eur die Stunde uns zu helfen?"

So oder so ähnlich.

Alles gute für Deinen Sohn und Dich!

Liebe Grüße

Scheckerin (

Tips und Erfahrungenswerte sind immer individuell und sehr subjektiv. Bei mir kommen diese immer von Herzen. Also bitte nehmt eine Aussage, die Euch nicht so zusagt, nicht so persönlich, sondern als das, was es ist: eine "mögliche" Hilfestellung! Meine Beiträge sind oft 1 - 2 Stunden intensiv durchdacht und bearbeitet. Danke für Euer entgegengebrachtes Vertrauen! Viel Erfolg und alles Gute für Eure Zukunft und das Eurer Kinder!
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Verfasst am: 03.08.2009 [13:37]
matrix8888
Newbie
Dabei seit: 02.08.2009
Beiträge: 3
Hallo,

meine Tochter hatte auch sehr große Schwierigkeiten in Mathe, sie wurde dann auf Dyskalkulie getestet und es wurde auch bescheinigt. (100€ nur dafür)
Ich habe mich dann ans Jugendamt wegen einem Zuschuß für die empfohlenen Therapie gewendet, die haben eine psychologisches Gutachten gefordert und haben dann die gundschule kontaktiert, die zusätzliche Förderung müsste von der Grundschule ausgehen (toll!)
Na ja, die Rektor hat sich dann auch ganz kleinlaut bei mir gemeldet und meine es würde nun eine Förderstunde Mathe in der Woche geben. Jedoch hat dies nichts gebracht da nur wieder viel geübt wurde und ich das daheim ja auch schon gemacht habe. Über unsere Kinderärztin haben wir dann eine Kinderpsychologin aufgesucht die in ihrer Praxis eine Rechentherapie für Kinder angeboten hat (wurde von der Krankenkasse übernommen). Dabei stellt sich heraus dass meine Tochter ADS ohne Hyperaktivität hat, und sich dewegen auch so wenig merken konnte. Sie muss immer wieder alles neu lernen. Erst nach sehr häufigen Wiederholungen bleibt was hängen, und so ist es auch heute noch. Sie schägt sich mehr schlecht wie recht durch die Realschule und ist selbst nicht mehr so richtig motiviert wie es mal in der grundschule war. Wünsche euch noch viel Glück!
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