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Verfasst am: 03.07.2008 [10:20]
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Sabine99
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2008
Beiträge: 8
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Hallo zusammen,
meine Tochter kommt jetzt in die dritte Klasse. Seit Beginn der ersten Klasse rechnet sie zu Hause meistens mit der Abakus-Rechentafel. In der Schule wird dies allerdings nicht gemacht, dort benutzen die Kinder ein Zahlenhaus. Mein Mann meint, es macht deshalb keinen Sinn den Abakus weiterzu benutzen. Meine Tochter hat sich jedoch an den Abakus gewöhnt, er gehört quasi zu den Mathe-Hausaufgaben. Was sollen wir machen?
Ist der Abakus immer noch förderlich für meine Tochter, oder sollte sie lieber bald aufhören damit zu rechnen? Hat jemand einen Rat für mich?
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Verfasst am: 03.07.2008 [12:09]
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UtaReimannHöhn
Profi
Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 43
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Liebe Leserin,
gerade in der Grundschule sollte Ihr Kind zu Hause die gleichen Lernmaterialien benutzen wie in der Schule. Zu leicht werden die Schülerinnen und Schüler sonst verwirrt, denn das Rechnen zu lernen ist ja kein ganz einfacher Prozess. Grundsätzlich ist gegen den Abakus nichts einzuwenden, da er ja Mengen anschaulich darstellt. Es könnte aber künftig zunehmend sein, dass Ihre Tochter unterschiedliche Rechenwege durcheinander bringt. Das Risiko sollten Sie nicht eingehen.
Viel Spaß beim Rechnen wünscht,
Ihre Uta Reimann-Höhn
[URL="http://www.elternwissen.com/index.php?id=513&shop_wkz=LUF5256&np=1"]Chefredakteurin von "Lernen und Fördern mit Spaß!"
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Verfasst am: 03.07.2008 [20:57]
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Verena
Newbie
Dabei seit: 09.05.2008
Beiträge: 3
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Hallo Sabine99,
da ich leider nicht weiß, wie genau ein Zahlenhaus aussieht, kann ich die Frage nicht eindeutig beantworten. Grundsätzlich ist jedoch der Abakus ohnehin nur im Zahlenraum bis 100 verwendbar (darüber hinaus müssen die Kinder entsprechend abstrahieren können: 216+38 wird dann eben zu 16+38; allerdings darf die 200 dann am Ende nicht vergessen werden). Beim Übergang über die 100 wird´s problematisch - dann gibt es von der Schule aus vielleicht ein Leporello (mit zehn Hundertertafeln nebeneinander, also Zahlenraum bis 1000). Am Anfang der 3.Klasse wird ohnehin erstmal viel wiederholt, also ist der Abakus noch gut verwendbar. Wenn das erwähnte Zahlenhaus ebenfalls Mengen abbildet, kann Ihre Tochter ja darauf umsteigen - vor allem, wenn die Mengen über die 100 hinausgehen (was ich mir kaum vorstellen kann!). Ansonsten würde ich den Abakus getrost weiter verwenden, vor allem dann, wenn das Zahlenhaus überhaupt keine Mengen darstellen kann! Eine fehlende Verknüpfung von Menge und Zahl ist schließlich das wesentliche Charakteristikum einer Rechenschwäche, und dem kann mit einem Abakus prima entgegengewirkt werden! Da die 2. Klasse jetzt ja schon vorüber ist, noch ein Hinweis, falls Sie noch jüngere Kinder haben: ein noch besseres Teil als der klassische Abakus ist der "Abaco" von Schubi; allerdings auch eine ganze Ecke teurer! Viele hilfreiche Tipps zum Rechnen gibt´s auch bei www.crealern.de.
Schöne Ferien und viele Grüße,
Verena
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Verfasst am: 07.07.2008 [13:26]
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Scheckerin
Alter Hase
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 24
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Hallo!
Ich antworte aus einer ganz anderen Sichtweise, der des Kindes!
Wie sieht es in einem Kind aus? Wie lernt es?
Kinder sind noch viel mehr an Gewohntem gebunden, wie wir Erwachsenen! Dem Kind von heute auf morgen den Abakus auszureden, halte ich für vollkommen falsch und kann eher dem Kind schaden, als nutzen.
Ich würde dem Kind vielmehr das Zahlenhaus als eine neue Art des Rechnens präsentieren, aber dem Kind weiterhin, wenigstens zu Hause, überlassen, mit welchem Mittel es rechnen möchte. Wir haben überhaupt keine solchen Rechenhilfen in der Schule und es geht auch nur im Kopf, aber meine Tochter ist ja auch gerade in Mathe Hochbegabt.
Aber wie sieht es mit einem Kind aus, was da sich eher normal schwer, bis schwer tut? Für diese Kinder besteht in den Rechenhilfen eine tolle Möglichkeit, auch in diesem Fach gut zu sein!
Ich halte es für zu pauschal, zu sagen, dass Kind soll mit dem Arbeitsmittel rechnen, was in der Schule benutzt wird. Gerade in Mathe halte ich es eher für förderlich, wenn das Kind mit verschiedenen Arbeitsmitteln lernt umzugehen und dann das passendere wählt. Das fördert die Intelligenz!
Allerdings sollte Ihre Tochter dann, wenn es gewünscht wird, mit dem Arbeitsmittel arbeiten, was in der Schule verlangt wird. Warum? Ein neues Arbeitsmittel dient ja gerade dem, das man neue Rechenwege kennenlernt. Da es gerade in Mathe soviele verschiedene Rechenwege gibt, die zur gleichen Lösung führen können, halte ich es für richtig, dass dies das Kind nun begreifen lernt, damit es sich nicht auf einen Rechenweg festlegt und dann später Probleme in Mathe bekommt, weil es nie gelernt hat, umzudenken! Das ist viel wesentlicher!
Ich glaube nicht, dass das Kind durcheinander kommt, wenn es mal so und mal so rechnet, eher im Gegenteil! Es lernt hier tiefer in diesen vielschichtigen Bereich Mathe einzutauchen und lernt hier flexibel zu bleiben! Ich weiss wovon ich rede, denn ich bin in Mathe eine Einser Schülerin, hatte aber dann ab der 10. Klasse echte Probleme! Warum?
Nun antworte ich aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrung mit mir selbst: Weil ich habe in Mathe immer still und heimlich über Gott und die Welt philosophiert, anstatt zuzuhören und habe mir Mathe bis zur 10. Klasse selber beigebracht. Aber ich habe dadurch nicht wirklich die nötige Flexibilität anderer Rechenwege gelernt. Man hatte es bisher akzeptiert, dass ich nach meiner Art die Aufgabe löse.
Aber dann konnte ich eben nicht mehr umdenken und scheiterte an den Logarithmen, trotz Hochbegabung in Mathe! Daher plädiere ich für das Training des flexiblen Rechnen in Mathe, damit man später umdenken kann! Je mehr Rechenarten und Wege Ihr Kind beherrscht, desto besser!
Ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen und wünsche Euch viel Erfolg!
Liebe Grüße
Scheckerin (Nickname)
Tips und Erfahrungenswerte sind immer individuell und sehr subjektiv. Bei mir kommen diese immer von Herzen. Also bitte nehmt eine Aussage, die Euch nicht so zusagt, nicht so persönlich, sondern als das, was es ist: eine "mögliche" Hilfestellung! Meine Beiträge sind oft 1 - 2 Stunden intensiv durchdacht und bearbeitet. Danke für Euer entgegengebrachtes Vertrauen! Viel Erfolg und alles Gute für Eure Zukunft und das Eurer Kinder!
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Verfasst am: 09.07.2008 [19:16]
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Wiebke
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 03.04.2008
Beiträge: 11
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Liebe Scheckerin,
vielleicht sollte man von der eigenen Erfahrung so pauschal nicht unbedingt auf alle anderen schließen??? Wenn ich deine Antworten hier im Forum so lese, könnte man meinen du hast die Weisheit für dich gepachtet. Wie wärs statt deine eigene Meinung zu verbreiten mal mit ein paar Tipps oder ein wenig Verständnis für andere?
Und für Sabine, ich stimme grundsätzlich Frau Reimann-Höhn zu. Wie gut ist deine Tochter grundsätzlich in Mathe? Kommt Sie ohne Probleme mit oder tut sie sich ein wenig schwer? Wenn ja, würde ich lieber auf andere Rechenhilfsmittel wirklich verzichten.
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