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Impfung mit 12 Monaten
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Verfasst am: 15.06.2009 [10:25]
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zitro
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 26.12.2008
Beiträge: 7
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Hallo zusammen, wir haben uns entschlossen, unsere Zwillis erst nach ca. 12 Monaten impfen zu lassen und sind superfroh, bis heute (sie sind jetzt bald 12 Monate) 2 kerngesunde, fröhliche und wunderbar entwickelte Babys durchs erste Jahr begleitet zu haben. Jetzt stellen wir uns die sehr kritische Frage nach der Notwendigkeit der 6- fach Impfung und wollen gerne eure Erfahrungen teilen. Welche Impfungen sind wirklich notwendig, auf welche kann verzichtet werden. Wir wissen, dass das ein umstrittenes Thema ist, sind sehr froh, dass uns unser Kinderarzt bei unserer Entscheidung begleitet, wollen aber hier durch dieses Forum unseren Horizont noch erweitern. Liebe Grüße Zitro |
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Verfasst am: 15.06.2009 [21:29]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Zitro, es muss nicht unbedingt eine Sechsfachimpfung sein, denn die Wahrscheinlichkeit, sich mit Herpatitis B zu infizieren, ist für Kleinkinder minimal. Allerdings fällt mir bei den restlichen 5 Komponenten die Entscheidung schwer, eine als "unwichtig" anzusehen. Polio (Kinderlähmung) und Diphtherie sind in Deutschland ausgerottet, könnten aber durch den Reiseverkehr jederzeit eingeschleppt werden (siehe Mexikogrippe!) und da es sich um schwere Erkrenkungen handelt, wäre der Schutz schon wichtig. Tetanus kann sich ein Kind immer einfangen, deshalb klares Ja. Haemophilus (Hib) hat früher (vor der Impfung) schwere Hirnhautentzündungen verursacht und ist deshalb empfehlenswert. Keuchhusten ist für Kinder über einem Jahr nicht mehr lebensbedrohlich, aber eine echt fiese und belastende Erkrankung, sodass ich das auch in jedem Fall befürworte. Bei Masern, Mumps und Röteln ist auf jeden Fall die Masernimpfung zu empfehlen. Gegen Röteln würde die Impfung in der Pubertät reichen (leichte Erkrankung, die aber für das Ungeborene bei Erstinfektion in der Schwangerschaft gefährlich ist). Da eine Impfung gegen Mumps einzeln gar nicht mehr möglich ist (es gibt keinen Monoimpfstoff mehr), rate ich zur dreifachen MMR-Impfung. Die Impfung gegen Windpocken halte ich aber für entbehrlich. Zumindest bei meinen Kindern war damals der Impferfolg mäßig - beide erkrankten trotzdem 6 Monate nach der Impfung, wenn auch nur leicht und mein Sohn entwickelte sogar trotz Impfung eine Komplikation. Nähre Informationen zu den verschiedenen Impfstoffen und den Erkrankungen finden Sie auch in meinerm Spezialreport Impfen (www.elternwissen.com/shop/gesundheit-erziehung/spezialreport-impf-wissen.html) Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 16.06.2009 [10:51]
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Kris
Alter Hase
Dabei seit: 13.01.2009
Beiträge: 32
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Hallo Zitro, unsere beiden (4 Jahre und 8 Monate) sind bzw. werden wir auch "nur" 5-fach impfen. Das sehe ich ähnlich wie Frau Dr. Schmelz. Abzuwägen gegenüber der Impfung ist eben auch, ob man im Falle einer Erkrankung in der Lage ist, sei es wegen Berufstätigkeit oder der eigenen Belastbarkeit, über mehrere Wochen ein krankes Kind zu versorgen. Natürlich gibt es noch etliche Einzelimpfstoffe. Die zu bekommen ist aber teilweise sehr schwierig, andererseits sind manche für die Säuglingsimpfung nicht zugelassen, weil nicht erforscht. Und außerdem potenziert sich mit der Zahl der Einzelimpfungen die Menge der Impfzusatzstoffe. Und dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, abzuwarten, ob das Kind die Krankheit durchmacht und dadurch immunisiert wird. Gegen Masern habe ich meine große aber geimpft. Da wollte ich keine Exmperimente, zumal sie einen Waldorfkiga besucht und dort das Risiko einer Erkrankung durch die niedrigeren Durchimpfungsraten höher ist. Bei Röteln warte ich dagegen ab bis zur Pubertät, die Windpocken hat sie glücklicherweise mit 1,5 Jahren durchgemacht. Da sehe ich auch keine Notwendigkeit zu impfen. Useren Sohn werden wir aber wohl MMR-Impfen, da bei Mumps das Risiko der Unfruchtbarkeit bei Jungen besteht. Das will ich vermeiden. Zum Keuchhusten meinte mein Kinderarzt bei der Großen: wenn wir vorhätten weitere Kinder zu kriegen, würde er sie uns empfehlen, weil die Nachgeborenen dagegen keinen Nestschutz haben und sich dann über das Ältere anstecken könnten. Weiß nicht, ob wir Glück hatten, aber unsere Große hat nie irgendwelche ernsthaften Reaktionen auf die Impfungen gezeigt und sie bisher alle gut vertragen. Eine Seite, die ich zu dem Thema sehr empfehlen kann: www.individuelle-impfentscheidung.de Mittlerweile ist das offenbar ein Verein, angesiedelt im Umfeld der Uni Witten-Herdecke, der die Aspekte für und gegen Impfen sehr gut zusammenfasst und nicht einseitig das Eine oder das Andere propagiert. Es ist eben wirklich eine sehr individuelle Entscheidung, die zu den Eltern und vor allem zum jeweiligen Kind und seiner Konstitution passen muss. Hoffe, meine Gedanken haben euch ein wenig geholfen. Herzliche Grüße, Kris |
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Verfasst am: 19.06.2009 [10:05]
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Joranna
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 17.04.2009
Beiträge: 12
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Hallo Zitro, ich habe meine Kinder jeweils mit Sechsfach-Impfung und auf jeden Fall auch gegen Röteln-Masern-Mumps impfen lassen. Zur Impfung gegen Röteln erst zur Pubertät stelle ich mir folgendes Szenario vor: Das Kind erkrankt an Röteln und beim Kinderarzt im Wartezimmer steckt sich eine Schwangere an, die dann ein behindertes Kind zur Welt bringt. Weit hergeholt vielleicht, aber kann man das verantworten? In diesem Sinne Viele Grüße Joranna |
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Verfasst am: 26.06.2009 [10:32]
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SunnyCalm
Alter Hase
Dabei seit: 27.05.2009
Beiträge: 24
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Ich bin inzwischen knapp 43 Jahre alt und komme aus der ehemaligen DDR, wo grundsätzlich geimpft wurde und für die Allgemeinheit betrachtet rundum gute Erfahrungen damit gemacht wurden. In den vergangenen 40 Jahren war der gesamte Medizinbereich (und damit auch der Impfbereich) einer exorbitanten Entwicklung unterworfen. Die immernoch vorherrschende Meinung der Unverträglichkeit der Impfungen stammt eigentlich noch aus den Zeiten des alten, in der Tat nicht so verträglichen Basis-/Träger-Stoffs, der aber inzwischen durch einen wesentlich besser verträglichen ersetzt wurde. So war es für uns keine Frage, unserem Sohn, der in einer reisegeprägten Multi-Kulti-Welt leben wird, auch alle empfohlenen Impfungen zukommen zu lassen und das mit der geringst-möglichen Anzahl an negativen Pieks-Erfahrungen. Er hat auch sämtliche Impfungen sehr gut vertragen, einziges erkennbares Merkmal war, daß er im vorher vom Kinderarzt angegebenen "Reaktions"-Zeitfenster für einen halben, längstens einen Tag etwas mehr als üblich geschlafen hat. Ob eine Impfung wirklich notwendig war, weiß man eh erst hinterher, wenn es unter Umständen schwere Krankheitsverläufe oder Komplikationen gegeben hat. Und genau die wollten wir unserem Sohn ersparen. |
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