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noch eine Phimose-Frage
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Verfasst am: 04.10.2010 [22:28]
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maxwell
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 02.08.2010
Beiträge: 5
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Sg. Frau Dr. Schmelz! Ich habe Ihre bereits vorhandenen Antworten bezüglich Phimose zwar durchgelesen, hätte aber trotzdem noch eine Frage: Ich habe nun von zwei Fachexperten (Kinderchirurg sowie Urologie) eine Phimose Operation für meinen 3jährigen Sohn empfohlen bekommen, wobei der Chirurg die Dringlichkeit höher einschätzt als der Urologe. Der Urologe meinte, wir könnten noch im Badewasser eine Dehnung probieren, eine Hormonsalbe hält er aber für nicht zielführend. Letztendlich ist aber auch der Urologe zu der Einschätzung gelangt, dass wir nicht drumherum kommen werden. Der Penis meines Sohnes bläht sich beim Wasserlassen ziemlich auf (im Gesamten), er klagt aber über keine Schmerzen und hat auch noch nie Entzündungen gehabt. Ich bin nun bezüglich der Dringlichkeit der OP verunsichert. Sie verweisen auf Kinderpsychologen, welche meinen, im Alter von 3 bis 4 Jahren wäre die OP nicht günstig. Insofern würde ich gerne zuwarten, möchte aber nicht, dass es für meinen Sohn dann medizinische Nachteile gibt. Was meinen Sie, aufgrund der Informationen (keine Entzündung, Aufblähen, ein Arzt drängt wegen Nachteile für Blase - "Pinkeln gegen Widerstand" schadet der Blase, der andere sieht es lockerer) wie dringend ich tatsächlich operieren lassen sollte? Bzw. gibt es noch eine Alternative, von der ich nichts weiß? Noch dazu ist mein Sohn so extrem schüchtern und ängstlich anderen Menschen und Ärzten gegenüber und ich habe so wahnsinnige Angst, ihn operieren lassen zu müssen (Narkose, etc.). Vielen Dank im Voraus für ihre Tipps. |
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Verfasst am: 04.10.2010 [23:09]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe maxwell, eine Behinderung des Wasserlassens durch die Phimose (Vorhaut bläht sich beim Wasserlassen deutlich auf) ist eine medizinische Operationsindikation. In dem Fall würde ich die OP bald machen lassen. Wenn Sie sie vor sich (und Ihrem Sohn) herschieben, bessert sich die Situation ja nicht, sondern es besteht nur das Risiko zusätzlicher Komplikationen (z.B. Infekte, Entzündungen). Ich kann mir eher nicht vorstellen, dass bei der ausgeprägten Phimose Ihres Sohnes eine Dehnung im Badewasser erfolgreich sein wird, wenn der Urologe eine Salbenbehandlung (mit Östrogen- oder Kortisonsalbe) für aussichtslos hält. Unter Umständen könnten Sie es zusätzlich zur sanften Dehnung im warmen Badewasser (bitte genau vom Urologen zeigen lassen!) noch mit einer homöopathischen Behandlung versuchen. Ist darunter jedoch in zwei bis drei Monaten keine Besserung zu erkennen, halte ich die OP für sinnvoll. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 15.10.2010 [21:06]
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mamarené
Newbie
Dabei seit: 02.09.2009
Beiträge: 3
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Hallo Maxwell, ich weiß was dir all für Gedanken durch den Kopf schwirren, denn wir standen vor gut 6 Monaten an genau dem selben Punkt. Op - ja oder nein? Bei meinem Sohn, heute 5, war es ähnlich, nie Schmerzen, nie Entzündungen, keinerlei Probleme bis auf das Waserlassen. Denn dabei musste er immer drücken wie bei einem großem Geschäft und auch bei ihm blähte sich die Eichel auf. Damals habe ich mich auch viel belesen und auch hier Informiert. Schlußendlich habe ich den Weg zum Urologen eingeschlagen und nach dortigem Gespräch auch direkt einen Op-Termin vereinbart. René wurde von uns Altersgerecht und sehr ehrlich über den Eingriff aufgeklärt. Ich hatte auch meine Probleme mit Narkose und wie er den Eingriff verkraften würde. Alles lief gut, bis auf ein paar wenige Ausnahmen. René wollte seinen *Zaubersaft* (Beruhigungstropfen für vor OP) absolut nicht einnehmen, es liefen viele Tränen und ich leistet viel Überzeugungsarbeit. Es wurde wie besprochen nur dass gemacht was sein musste, nämlich das lösen der Vorhaut war alles was nötig war. Nach der Aufwachphase kam nochmals eine Untersuchung die ihm sehr weh tat und die man meiner Meinung nach nicht hätte machen müssen. Und das war der eigentlich Fehler, denn zu Hause sollten wir einmal am Tag die Vorhaut zurück schieben was aber undenkbar war und bis heute noch ist das Berühren seines Penis ein heikles Thema. Doch damit können wir alle gut Leben, denn er hat volles Recht *NEIN* zu sagen. Doch ich bin Froh diesen Schritt gegangen zu sein, denn heute kann er ohne Probleme und Anstrengung Wasserlassen. Und ihm selber ist ein sehr großer Unterschied aufgefallen und er sagt, das es heute viel angenehmer und leichter ist *Pipi* zu machen. Die Op und die Narkose hat René sehr gut vertragen, nervös wurden wir nur, weil man uns sagte wir sind in 2 oder 15 Minuten fertig, je nach Eingriff, doch am Ende war er doch 45 Minuten im Op bis der Arzt zu uns kam für ein Gespräch über den Verlauf. Fazit: Niemals an die Zeiten glauben die man gesagt bekommt Unterm Strich muss jeder selber entscheiden, welchen Weg man geht und unsere Geschichte ist nur als Info zu betrachten. Viel Erfolg - egal bei was. MFG Mamarené |
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