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Was tun bei Wahrnehmungsstörungen?
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Verfasst am: 08.05.2008 [15:37]
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Sabine99
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2008
Beiträge: 8
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Hallo, bei meiner Tochter, 9 Jahre alt, wurde eine auditive Wahrnehmungsstörung festgestellt. Sie verwechselt häufig ähnliche Laute, und hat daher bei der Rechtschreibung große Schwierigkeiten. Auch reagiert sie sehr empfindlich auf den Lärm in der Klasse und kann sich dann teilweise nur schlecht konzentrieren. Was können wir tun, um ihm zu helfen? Hat jemand damit Erfahrungen? |
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Verfasst am: 08.05.2008 [15:58]
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UtaReimannHöhn
Profi
Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 43
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Liebe Sabine, damit die Behandlung bei Ihrer Tochter auch Erfolge zeigt, sollten Sie das häusliche Training unbedingt mit den zuständigen Ärzten abklären. Je nachdem welche Ursachen die Störung hat, sind unterschiedliche Behandlungsansätze möglich und sinnvoll. Für eine verbesserte Lernsituation der Schule sollten Sie auch ein ausführliches Gespräch mit den zuständigen Lehrkräften führen. Sicherlich wird es Ihrer Tochter helfen, wenn sie im Unterricht weit vorne sitzen kann. So wird sie weniger abgelenkt und kann sich besser auf die Lerninhalte konzentrieren. Auditive Wahrnehmungsstörungen sind eine der Ursachen für eine Legasthenie, daher hat Ihr Kind bei erhöhter Fehleranzahl in der Rechtschreibung wahrscheinlich Anspruch auf besondere Förderung und den so genannten Nachteilsausgleich. Da dies aber in jedem Bundesland anders gehandhabt wird, sollten Sie sich zuerst über die entsprechende gültige Verordnung informieren. Alle aktuellen Verordnungen können Sie auf der Internetseite des Bundesverbandes für Legasthenie und Dyskalkulie e.V. www.legasthenie.net einsehen. Ich wünsche Ihrer Tochter viel Erfolg in der Schule Ihre Uta Reimann-Höhn [URL="http://www.elternwissen.com/index.php?id=513&shop_wkz=LUF5256&np=1"]Chefredakteurin von "Lernen und Fördern mit Spaß!"
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Verfasst am: 08.05.2008 [22:26]
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Sternchen
Junior
Dabei seit: 03.04.2008
Beiträge: 6
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Hallo, unser Sohn hat damals bei einer von der Abteilung Pädaudiologie des Klinikums empfohlenen Logopädin ein spezielles Wahrnehmungstraining gemacht, das auch zu Hause geübt werden musste, aber das war halb so wild und auch kindgerecht, größtenteils spielerisch aufgebaut. Nur Mut, es lohnt sich! Je nach Entwicklung des Kindes wäre evtl. auch eine Information über eine "Neurophysiologische Entwicklungsförderung - INPP" (vgl. www.inpp.de) sinnvoll. Alles Gute! Sternchen |
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Verfasst am: 09.05.2008 [10:21]
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Verena
Newbie
Dabei seit: 09.05.2008
Beiträge: 3
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Ich bin Lerntherapeutin und habe leider die Erfahrung gemacht, dass nach der Diagnose "auditive Wahrnehmungsstörung" manchmal keinerlei Therapievorschläge an die Eltern erfolgen. (O-Ton: "Da müssen Sie jetzt Ihren eigenen Weg finden!") Manche Eltern haben gute Erfahrungen mit der TOMATIS-Methode gemacht; hier erfolgt eine genaue Diagnose und die Therapie ist eine mehrwöchige Hörkur, die die "abgeschalteten" Frequenzen im Gehirn wieder "anschaltet". Auch in meinem engsten Verwandtenkreis konnten Leute damit eine einseitige Schwerhörigkeit beheben. Vorteil der Methode: Liegt die Ursache der Störung im Gehirn (und nicht an "kaputten Ohren"), kann wirklich eine deutliche Verbesserung erreicht werden. Nachteil: die Methode ist äußerst zeit- und kostenaufwendig (früher haben die Krankenkassen die Kosten übernommen, heute nicht mehr...) und lohnt sich daher nur bei eindeutigen Diagnosen, um nicht "mit Kanonen auf Spatzen zu schießen". TOMATIS-Institute gibt es im In- und Ausland; von dem inzwischen verstorbenen französischen HNO-Professor Alfred Tomatis gibt es auch ein interessantes Buch: "Das Ohr - die Pforte zum Schulerfolg". Ihnen jedenfalls auch viel Erfolg! |
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Verfasst am: 16.05.2008 [18:58]
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Sabine99
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 08.05.2008
Beiträge: 8
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Sternchen,das Wahrnehmungstraining klingt interessant aber auch anstrengend. Wie war das für deinen Sohn. Hat er das anstandslos mitgemacht? ich mach mir Sorgen, dass meine Tochter da streikt. Von der TOMATIS-Methode hatte ich bisher auch noch nichts gehört. Auch wenn die nicht wirklich billig ist, werden wir sie wen alles andere nicht hilft wohl in Betracht ziehen. Denn so wie es im Moment in der Schule läuft kann es auf Dauer nicht weitergehen. Danke für den Tipp. Danke Frau Reimann-Höhn für den Hinweis auf den Nachteilsausgleich!! Liebe Grüße Sabine99 |
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Verfasst am: 18.05.2008 [14:24]
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Sternchen
Junior
Dabei seit: 03.04.2008
Beiträge: 6
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Hallo Sabine, das Wahrnehmungstraining war eigentlich nur insofern anstrengend, dass man wie bei allen täglich wiederkehrenden Sachen die 10 Minunten einplanen musste (und bei mehreren Kindern ist das gar nicht so einfach, ich weiß) Aber auch so spielerische Elemente wie z. B. das Spiel Megameal zum Gedächtnistrsining gehörten dazu. Die anderen Übungen waren dann z. B. Phantasiesilben, bei denen das Kind sagen musste gleich oder ungleich, z. B. grit - krit oder gups - gups oder Übungen, in denen das Kind die Position eine Lautes (vorne - Mitte -hinten ) angeben musste, z. B. das "i" in bipo. Oder auch kommt dein vorgegebener Laut wie z. B. "i" vor oder hinter einem anderen vorgegebenen Laut bei bipo ist z. B. das i vor dem P, bei piba ist es hinter dem p. D.h. also, dass das Kind einen Erwachsenen als Übungspartner braucht. Aber auch Silbenpuzzle und Wortspiele z. B. zur Unterscheidung von Lauten (Beispiel p und b richtig in Lückenworte einsetzen) waren Bestandteil. Unser Sohn empfand es eher als Spiel denn als Training. Viele Grüße und alles Gute! Sternchen |
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