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beim diktate-schreiben viel zu langsam


Autor Nachricht
Verfasst am: 27.06.2008 [18:57]
LausbubLukas
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 27.06.2008
Beiträge: 1
Hallo,

mir fiel zu Hause schon oft auf, dass mein Sohn beim Schreiben eines Übungsdiktats nicht gut mitkommt. Aber nun ist er in der 4. Klasse und bekommt zum Üben nur noch ein paar Wörter. Man sieht jetzt an den Schuldiktaten, dass er eindeutig mit der Diktiergeschwindigkeit nicht mitkommt. Bei "eine" fehlt das letzte "e", oder"m" wird mit 4 Bögen geschrieben. Manchmal ist auch ein ganz anderes Wort dabei. Die Lehrerin sagt, sie nimmt schon genug Rücksicht. Alle würden schon auf ihn warten. Er hat auch nicht genug Zeit Silben zu klatschen, denn sonst würde er gar nicht mehr mitkommen. Jetzt bin ich ratlos. Wie soll ich denn die Schreibschnelligkeit fördern?
Antworten Profil
Verfasst am: 28.06.2008 [13:52]
AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
Hallo!

Aus meiner Erfahrung als Grundschullehrerin kenne ich dieses Problem, dass einige Kinder beim Diktieren von Diktaten immer sehr langsam sind. Das liegt daran, dass sie andere Lerntypen sind, die nur über das Gehör schlecht arbeiten können. Werden die Diktate in der Klasse Ihres Sohnes nur auf diese Art trainiert?

Ich selbst arbeite auch noch mit anderen Diktatformen, die Kindern wie Ihrem Sohn helfen können. Dies sind z.B. Dosendiktate, Schleichdiktat oder Abschreibdiktate. Somit entsteht die Diktatnote nicht nur aus herkömmlichen Diktaten. Sprechen Sie die Lehrerin einmal auf diese Möglichkeiten an!

Wie sieht es mit der Schreibgeschwindigkeit Ihres Sohnes aus, wenn er einen Aufsatz oder einen Brief schreibt? Ist er dann genau so langsam?

Vielleicht können Sie das Problem noch etwas genauer beschreiben, dann kann ich Ihnen noch genauer Auskunft geben.

Mit freundlichem Gruß,

Annette Faiss



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Verfasst am: 07.07.2008 [12:17]
Scheckerin
Alter Hase
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 24
Hallo!

Das was sie schreiben, deutet auf eine unentdeckte Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) hin. Da diese Kinder die Wörter meist nicht richtig lernen können, bräuchten sie mehr Zeit zum Lernen und eine spezielle Förderung und auch mehr Zeit zum Schreiben und fangen dann an zu huddeln, indem sie Buchstaben abhängen, wie sie beschreiben oder schreiben ganz andere Wörter.

Anscheinend gibt es an Ihrer Schule eine solche Förderung nicht, sonst hätte man sie längst darauf angesprochen. Allerdings sollte jede Grundschule entsprechende Tests haben, anhand dessen man die LRS erkennen kann.

Sollte Ihr Sohn zum Beispiel in den anderen Fächern sehr gut sein und man entdeckt eine LRS so darf er trotz schlechter Note in Deutsch aufs Gymnasium! Denn die LRS kann erst nach vielen Jahren spezieller Schulung verbessert werden. Ein Kind aber deswegen auf eine niedrigere Schulform zu schicken ist falsch, denn dort wäre das Kind sonst total unterfordert.

Also sofort testen lassen, Klarheit haben und das Kind entsprechend fördern.

Die LRS ist auch eine Gehirnsache und das Gehirn braucht hier eine spezielle Schulung, es hat nichts mit weniger Intelligenz zu tun. Oft wird sogar bei intelligenteren oder gar hochbegabten diese Lese-Rechtschreib-Schwäche diagnostiziert.

Dies kommt allgemein gesprochen daher, wenn das Kind die andere Gehirnhälfte mehr aktiv hat und die Gehirnhälfte für das Lesen und Schreiben noch nicht richtig aktiviert hat. Hier ist eben der Lernausgleich der Gehirnhälften wichtig und bedarf daher einer speziellen Förderung!

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen!

Liebe Grüße!

Scheckerin (Nickname)

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 07.07.2008 um 12:19.]

Tips und Erfahrungenswerte sind immer individuell und sehr subjektiv. Bei mir kommen diese immer von Herzen. Also bitte nehmt eine Aussage, die Euch nicht so zusagt, nicht so persönlich, sondern als das, was es ist: eine "mögliche" Hilfestellung! Meine Beiträge sind oft 1 - 2 Stunden intensiv durchdacht und bearbeitet. Danke für Euer entgegengebrachtes Vertrauen! Viel Erfolg und alles Gute für Eure Zukunft und das Eurer Kinder!
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Verfasst am: 04.06.2010 [20:42]
newFox
Junior
Dabei seit: 04.06.2010
Beiträge: 6
Ja LRS ist eine schicke Bezeichnung... ich bin mir nicht sicher... da ich mich mit LRS nicht wirklich viel beschäftigt habe...
ich habe mal gelesen, dass es wie "AnnetteHoll" schon erwähnt hat, einfach nur ein andere Lerntyp ist, und das als Handicap gilt. jedoch sehe ich vllt noch ein anderes Problem, was auch sein kann, wenn es keine LRS ist.
wenn ein Kind zu langsam beim Schreiben ist. Buchstaben falsch schreibt, sich Wörter ausdenkt, bzw. falschschreibt...
dann liegt das eig an der Beherrschung der Schrift, (ist es eine Sauklaue?) ich denke er ist ein auditiver Typ(nach gehör)
er hört Wörter, und gibt sie so wieder, wie er sie sich auditiv vorstellt. somit ist es sinnvoll, das Schreiben noch einmal zu üben, Rechtschreibetests (zu Hause durchführen), "ss s ß z tz" "i ie" "a aa" usw. trainieren... damit das Kind das "Nachdenken" über Rechtschreibung automatisiert, wenn das Kind zu lange braucht, dann liegt das entweder daran, dass es zulangsam schreibt -->kein Schreibalgorithmus, oder das es zulange braucht um sich auf die Rechtschreibung zu konzentrieren --> bei Hektik--> Schusselfehler



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.2010 um 20:44.]
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