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Förderschule oder Regelschule?


Autor Nachricht
Verfasst am: 05.07.2011 [12:31]
Marianne74
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 05.07.2011
Beiträge: 1
Hallo, bin neu hier und hab gleich eine Frage.
Mein Sohn ist jetzt im Mai 6 geworden und soll auch eingeschult werden.
Die Anmeldung ist schon gelaufen. Da er erst mit drei Jahren das Sprechen begonnen hat, sind wir seit drei Jahren jetzt schon in logopädischer Behandlung.
Der Kiga hat vorgeschlagen, letztes Jahr, er soll eine Förderschule besuchen, da er noch Defizite hat. Wir waren auch einverstanden.
Nun hat er einen großen Sprung gemacht, spricht normal, kennt viele Buchstaben, malt gerne, ist aktiv.
Das aber erst nach dem Einschulungstermin im Februar, wo wir ihn ja nicht vorstellen mussten. Nun haben wir beschlossen, er soll doch in die Regelschule gehen.
Habe das den Kiga, und auch der Grundschule mitgeteilt. Nur will ihn die Grundschule jetzt nicht aufnehmen!
Mit der Begründung, sie können ihn nicht richtig fördern. Die Rektorin kennt das Gutachten vom letzten Herbst, darauf beruft sie sich.
Ich habe aber ehe den Verdacht, dass sie keinen Platz hat, weil jetzt erstmalig eine Kombiklasse 1+2 und eine reine erste Klasse in der Schule eingeführt wird. Aus Mangel an Schüler gibt es keine zwei ersten Klassen mehr. Die Kombiklasse ist voll und die reine 1.Klasse auch. Von einer anderen Mutter habe ich erfahren, auch ihre Tochter, geb. im November wollen sie jetzt auch nicht mehr nehmen.
Beide Kinder sollen zurückgestellt werden oder eine Förderklasse besuchen.
Nun zu meiner Frage, kann ich darauf bestehen, dass mein Sohn in der Regelschule eingeschult wird?
Noch zur Info, wir sind aus Bayern.

Danke für jede Antwort.
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Verfasst am: 14.09.2011 [11:25]
Nanalus
Newbie
Dabei seit: 12.05.2011
Beiträge: 1
Wenn eure Kinder unbedingt auf diese Grundschule gehen sollen, würde ich eine Einschulung nicht erzwingen, letztendlich wird es nur an den Kindern rausgelassen, so nach dem Motto: Wir haben es ja gleich gesagt!
Bei der Einschulung unserer jüngsten, habe ich die dezenten Hinweise auf die bereits große Klasse und den Umstand dass die Kleine nächstes Jahr in einer kleineren Klasse besser aufgehoben sei leider auch überhört.
Unsere Tochter hatte vom ersten Tag keine reelle Chance. Jegliches Verhalten wurde negativ bewertet: ihre offene fröhliche Mitteilsamkeit wurde als störende Geschwätzigkeit diffamiert, Kreativität als nicht anpassen können, laut Lehrer war sie unsozial, zu langsam und unkonzentriert. Zu Hause und im Sportverein erleben wir sie als leicht führbar, sozial hoch kompetent, selbstständig und interessiert. Ihre Hausaufgaben erledigte sie immer zügig und selbstständig. Als sie einmal ! einen Rechenblock aus Versehen susgelassen hat, gab es ein Riesentheater incl. der Zeugnisbemerkung, sie würde ihre Hausaufgaben nicht zuverlässig erledigen. Beim Gespäch gab der Pädagoge dann zu, dass er da wohl etwas übertrieben hätte. Unsere Tochter wurde immer ruhiger, blasser, antriebsärmer. Zunehmend fielen Sätze wie "ich bin ja eh dumm".
Bei einem Elternabend, erklärte der Pädagoge mir schließlich, die Probleme meiner Tochter lägen eben an der zu frühen Einschulung, aber das häbe ich ja selbst verschuldet, er häbe mir ja gleich abgeraten.
Seit ein paar Monaten geht unsere Kleine auf eine freie Schule, ist glücklich und aktiv, hat neue Freunde gefunden und neue Zuversicht in ihre Fähigkeiten. Mein Fazit: manche Lehrer haben immer recht und wenn nicht haben sie durchaus die Macht das Recht zu behalten.
Antworten Profil
Verfasst am: 15.03.2012 [16:39]
Mudda
Junior
Dabei seit: 15.03.2012
Beiträge: 7
Hallo Nanalus. Auf was für eine freie Schule geht Deine Tochter? In welchem Bundesland lebt ihr?
Bei uns hört es sich ähnlich an, wie bei Euch.
Mein Sohn war noch nicht schulfähig, demnach kam der in den Schulkindergarten, aber wegen zu wenig Kindern wurde er in die 1. Klasse mit integriert. (war aber wegen neuem Gesetz -Stichtag 30.09. Geb. schulpflichtig. Mittlerweile bin ich nur noch mit seelischer Aufbauarbeit meines Sohnes beschäftigt, da er dort auch lt. Lehrerin "alles" falsch macht. Er hatte sich so auf die Schule gefreut, die ersten Wochen waren auch total toll. Incl. Hausaufgaben. Jetzt wird im die Schule so versaut u er ist immer mehr frustrierter und unruhiger, unkonzentrierter in der Schule. Ich weiß nicht, ob wir das jetzt noch hinbiegen können. Die Lehrer wollen keine Hilfe annehmen. Sie machen ja alles Richtig. Habe jetzt schon Beratungsdienste eingeschaltet. Die wollen dort zur Hospitation. Aber die Schule will das eigentlich gar nicht, dann würde es bestimmt mit meinem Sohn funktionieren (angebl. Vorführeffekt - mein Sohn hätte so gute Antennen, dass er wüßte derjenige wäre wegen ihm da).
Ich werde ihn auch noch testen lassen auf ADS/ADHS - obwohl ich und unserer privates Umfeld davon nicht überzeugt sind. Aber dann kann man dies evtl. ausschließen.

Hallo Marianne 74: warte lieber noch ein Jahr! Ich hätte mein Kind lieber erst mit 7 in die Schule geschickt. Emotional sind sie dann auch reifer. Und in die Zukunft gesehen.... mit 9/10 Jahren entscheiden welche Weiterführende Schule... dann nach der Schule welche Ausbildung, manche Ausbildungen kann man erst mit 18 starten was macht man in der Zwischenzeit usw....



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.2012 um 16:43.]
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