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Verfasst am: 26.04.2010 [21:26]
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Eule
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 08.12.2008
Beiträge: 2
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Hallo und guten Abend, ich wende mich an Euch, weil ich ein großes Problem mit unserem Sohn habe.
Mein Sohn geht in die 2. Klasse.Anfangs war es sein Arbeitstempo was bemängelt wurde (Klassenlehrern), dann Mathe und nun sollen die Leistungen im allgemeinen nicht so toll sein, Versetzung wohl gefährdet.Er ließt fließend, hat einen überdurchschnittlichen Wortschatz,ist fleißig, konzentriert und sehr ehrgeizig.Zu Hause arbeitet er gut und selbständig und fast fehlerfrei, was angeblich in der Schule nicht so ist. Die Klasse ist leider sehr laut und ein konzentriertes arbeiten und das dazugehörende verstehen des Unterichtstoffes (für meinen Sohn) sehr schwer. Nach einem intensiven Gespräch heute mit der Klassenlehrerin, ist die Versetzung stark gefährdet. Ich erwäge nun einen Schulwechsel, weil die Lehrerin scheinbar keine Fehler bei sich einräumt, nur bei meinem Sohn. Kann ich einen Schulwechsel anstreben, evtl. noch im laufenden Schuljahr? Vielen Dank für Euer Antworten. Wie ich heute Morgen erfahren habe, ist mindestens eine weitere Mitschülerin davon betroffen, auch bei ihr soll ein Test auf Rechenschwäche gemacht werden. Kann so etwas gleich bei mehreren Kindern in einer Klasse gleichzeitig auftreten oder stimmt da irgendetwas mit der Unterichtsmethode nicht?
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 27.04.2010 um 08:34.]
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Verfasst am: 27.04.2010 [19:56]
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AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
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Sehr geehrte Eule,
ich kann gut verstehen, dass Sie mit der momentanen Schulsituation unzufrieden sind und gleichzeitig besorgt wegen der drohenden Nicht-Versetzung Ihres Sohnes.
Ihr Eindruck bezüglich des Arbeitsverhaltens Ihres Sohnes scheint ein komplett anderes zu sein als das der Lehrerin. Schade, dass Sie im Gespräch mit ihr nicht zu einem für sie annehmbaren Konsens gekommen sind.
Es ist für mich als Außenstehende schwierig, über die angeblich laute Klasse zu urteilen. Woher haben Sie diese Information - erzählt Ihnen dies Ihr Sohn oder haben Sie es auch noch von Mitschülern gehört? Im Prinzip können Sie daran nichts ändern, da dies die Aufgabe der Klassenlehrerin ist.
Ob ein Schulwechsel Ihrem Sohn hilft, kann ich nicht entscheiden. Grundsätzlich scheint es mir aber schwierig, in Ihrer Situation ein positives Ende abzusehen. Sie selbst sind sehr unzufrieden und fühlen sich von der Klassenlehrerin missverstanden bzw. Ihren Sohn nicht anerkannt. Diese Stimmung übertragen Sie (auch unbewusst!) natürlich auf Ihren Sohn. Von daher ist es sicherlich angebracht, etwas an der momentanen Situation zu ändern. Gibt es an der Schule Ihres Kindes einen Vertrauenslehrer als neutrale Person? Dann gehen Sie zu diesem. Oder wenden Sie sich direkt an die Schulleitung, wenn Sie sich von der Klassenlehrerin - wie ich herauslese - nicht verstanden fühlen. Teilen Sie der Schulleitung Ihren Wunsch mit und nennen Sie kurz Ihre Gründe.
Vielleicht ist es möglich, ein Gespräch zu dritt/viert (Schulleitung-Klassenlehrerin-Sie als Eltern)zu führen? Bitte versuchen Sie so viel und so sachlich wie möglich über alle Probleme zu diskutieren.
Der Schulwechsel sollte kein Weglaufen vor Problemen sein. Überlegen Sie deshalb genau, ob eine Änderung der Situation für Ihr Kind an der alten Schule noch möglich ist.
Wenn dies nicht der Fall ist, so ist es Ihr gutes Recht einen Schulwechsel durchzuführen, auch wenn die Klassenlehrerin/Schulleitung dagegen sein sollen.
Stellen Sie hierzu beim zuständigen Schulamt einen Antrag auf Wechsel des Schulbezirks und nennen Sie die von Ihnen ausgewählte neue Schule, falls Sie eine kennen. Es ist auch möglich, direkt zum Schulamt zu gehen und mit deren Hilfe eine neue Schule für Ihr Kind zu finden.
Bitte bedenken Sie bei Ihrem Wunsch ein paar Dinge:
- Das Schuljahr ist nicht mehr lang. Ist es sinnvoll, Ihrem Sohn jetzt aus seiner bekannten Klasse herauszureißen und in eine neue Gruppe zu bringen?
- Handeln Sie nicht übereilt. Denn der Anfang in einer neuen Schule wird Ihr Kind Zeit, Kraft und Selbstvertrauen kosten. Die Anstrengung lohnt sich nur, wenn danach auch das meiste für Ihr Kind besser wird.
- Spielen Sie an der neuen Schule mit offenen Karten und nennen Sie die Gründe für den Schulwechsel. Wenn die neuen Lehrer von Anfang an wissen, dass Ihr Kind z.B. gemobbt wurde, LRS hat oder Aufmerksamdefizite zeigt, können sie bewusst damit umgehen.
Zu Ihrer Frage bezüglich der auftretenden Rechenschwäche bei mehreren Kindern: Selbstverständlich ist es möglich, dass so etwas bei mehreren Kindern aus einer Klasse auftritt. Wenn Ihr Sohn und seine Mitschülerin tatsächlich an Diskalkulie leiden sollten, ist dies im Prinzip auch nicht auf die Unterrichtsmethode zurückzuführen, sondern auf individuelle Probleme. Sicherlich gibt es hilfreichere und weniger gute Methoden, aber das Entstehen der Matheprobleme hängt sicherlich nicht mit der Lautstärke im Klassenzimmer zusammen.
Ich hoffe, es findet sich eine erträgliche Lösung für Ihr Problem.
Mit freundlichem Gruß,
Annette Holl
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 27.04.2010 um 19:57.]
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Verfasst am: 27.04.2010 [23:48]
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moppel
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.03.2010
Beiträge: 50
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Hallo Eule,
ein Schulwechsel ist in der Grundschule nur schwer möglich, da Grundschulen in der Regel an die Wohnortadresse gekoppelt sind.
Andere Möglichkeit wo es geht, ist dann in der Regel eine Förderschule - aber es ist schon fraglich, ob das sein muss.
Wenn es so laut in der Klasse ist - warum sorgt denn die Lehrerin nicht für Ruhe?
Schafft sie das etwa nicht? Dann frage ich mich, wer fehl am Platze ist - Dein Sohn oder die Lehrerin?
Wenn Dein Sohn auf Grund der Lautstärke Probleme hat und jetzt in der Versetzung gefährdet ist, dann sollte Dein Sohn in der ersten Reihe sitzen!
Wenn es mit der Lehrerin nicht klappt, dann würde ich mit dem Rektor sprechen.
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Verfasst am: 28.04.2010 [11:18]
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Eule
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 08.12.2008
Beiträge: 2
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Hallo, vielen Dank für Deine Antwort. Wir haben ihn gestern an einer anderen Grundschule angemeldet, in einem anderen Stadtteil. Dies ist, erstaunlicher Weise recht unkompleziert gegangen. Er wird nach den Ferien, wie normal, mit der 3. Klasse beginnen. Sie wollen ihm erst einmal die Möglichkeit bieten, zu zeigen, was er alles kann, dann wird erst entschieden ob er wirklich Hilfe braucht oder nicht. Er hat mit einer großen Art der Befreiung reagiert und freut sich schon auf den Neuanfang. Halte mir bitte die Daumen, das unsere Entscheidung die richtige ist. Viele Grüße, Eule.
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