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Wahlrecht Gymnasium
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Verfasst am: 05.05.2010 [07:19]
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Bellastella
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 27.12.2008
Beiträge: 1
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Sehr geehrte Frau Schmelz, In Bonn gibt es eine Bürgerinitiative, die sich für ein Wahlrecht von 8 oder 9 Jahren Gymnasium einsetzen, Unterschriften sammeln und auch einen Fragebogen erstellt haben für betroffene Eltern ( <http://www.g-ib-8.de/elternfragebogen.htm). Es soll das einzelne Kind auf diese Weise gefördert werden und die Zeit haben, wie es erforderlich ist. Hochbegabte, gelangweilte Kinder könnten danach das Gymnasien in 8 Jahren schaffen, normal begabte Kinder, die auch ihre Hobbies noch ausüben möchten, könnten in 9 Jahren das Abitur machen.In den Gesamtschulen wird meist das 11. Schuljahr angeboten zu springen und das finde ich auf jeden Fall besser. Die jetzige Regierung hat die Verkürzung in der Unterstufe vorgenommen, damit man nicht Kinder "mitschleppen" muß, so werden sie dann nach der 6. Klasse gleich aussortiert. In Schleswig-Holstein wurde es schon politisch umgesetzt. Ich glaube, dass viele Eltern schockiert sind, wenn die Kinder auf dem Gymnasium angekommen sind. Aber was passiert da? In den ersten 2 Jahren sollen die Kinder gleich aussortiert werden, sie arbeiten oft 40 Stunden wie ein Erwachsener, haben keine Zeit mehr zum Spielen oder Hobbies, Freunde.. Die Eltern sind verunsichert, wollen ihre Kinder nicht "outen" und geben den Kindern Nachhilfe oder lernen selbst mit ihnen. Wie sehen dann die Wochenenden aus?? Nur Lernen, das kann doch nicht sein, oder? Nach meiner Meinung ist das eine reine Lernbulemie, die Kinder merken sich nichts, es ist keine Zeit für das eigentliche Lernen (Üben, Wiederholen).Sollten die Kinder nicht auch noch anderes lernen für ihr späteres Leben?? Es kommt alles zu kurz. Meine Freundinnen, die G 9 Kinder haben, erzählen, dass die Kinder sich langweilen....warum hat man nicht direkt ein Wahlrecht oder Übergangsregelungen eingeführt. Dann hätten die G 9 Kinder auch ihr Abi nach G8 machen können.... Durch G8 haben die Hauptschul- und Realschulkinder nicht mehr die Möglichkeiten in die 11. Klasse des Gymnasiums zu wechseln, sie müssen dann die 10. Klasse wiederholen, das ganze Schulsystem ist nicht mehr "durchlässig" wie früher. Dann jetzt kommt der Doppellehrgang in die Oberstufe...die G8 Kinder werden immer gestresster und sind mit 30 Jahren "fertig" und die G9 fahren erstmals ins Ausland....ja, das hätten wir auch gerne gehabt. Zusätzlich werden die G8 Kinder auch noch mit einem erschwerten Abitur. Am 3.3.10 gab es eine Sendung über den Stress der Kinder, nachzusehen in der Servicezeit "Familie" beim WDR2. Inzwischen twitter ich auch unter "StellaBonna" um andere Eltern zu erreichen. Bisher haben 4233 Eltern geantwortet, man kann sich die Ergebnisse auch auf der Seite "g-ib-8" ansehen. Ich bedanke mich bei Ihnen und hoffe, dass sich viele beteiligen werden. Ach ja, ich war auch bei der Didacta und habe mit den Vertretern der Kirche gesprochen und war enttäuscht, über deren Aussage, die Herren meinten, dass es Politik sei und sie hätten im Vorfeld ihre Meinung dazu abgeben und im Nachhinein können sie nichts mehr tun???? Vielen Dank.
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Verfasst am: 05.05.2010 [18:31]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Bellastella, Ihre Informationen sind sicherlich für viele Eltern interessant, deren Kind auf ein Gymnasium geht oder gehen wird. Meine Kinder kommen erst nächstes Schuljahr aufs Gymnasium, sodass ich noch keine eigenen Erfahrungen habe. Doch auch ich befürchte eine massive Belastung durch G8. Insofern fände ich ein Wahlrecht zwischen G8 und G9 eine hervorragende Sache. Ich bezweifle aber, dass das politisch gewollt ist. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 05.05.2010 [23:30]
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moppel
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.03.2010
Beiträge: 50
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Hallo, wir haben auch G8 und ich muss sagen, dass dies ein ziemlicher Stress für die Kinder ist. In der 6. Klasse hatte mein Sohn schon an manchen Tagen 9 Stunden Unterricht. Das bedeutet um 6 Uhr aufstehen, um 5 vor 7 an der Bushaltestelle, aus der Schule kommen um 16:30 Uhr, dann Hausaufgaben machen und gelernt werden soll auch noch! Jetzt habe ich das Glück, dass mein Sohn sehr gut lernt und ein guter Schüler ist, auch mit wenig Aufwand. Dann heißt es immer, die Schüler gehen zu wenig in Sportvereine, sitzen angeblich nur vor dem TV oder PC - dabei müssen sie lernen! Ich selber habe auf verschiedenen Fronten mit Schülern zu tun und ich halte auch von der Einheitsschule nichts, wie sie jetzt in NRW vorgeschlagen wird - gute und intelligente Schüler können nicht entsprechend gefördert werden und die schwächeren können auch nicht entsprechend gefördert werden, weil sie nicht mitkommen. Da halte ich das 3-gliedrige Schulsystem für wesentlich besser, denn es besteht ja nach der Hauptschule oder Realschule immer noch die Möglichkeit weiter zu machen, wenn das Kind vielleicht ein Spätzünder ist! |
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Verfasst am: 07.05.2010 [23:01]
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Paul42
Junior
Dabei seit: 25.03.2010
Beiträge: 7
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Hallo, auch ich halte das dreigliedrige Schulsystem für eine bessere Lösung. Zumindest habe ich selbst damit gute Erfahrungen gemacht. Nach der Grundschule bin ich nämlich auf die Realschule gekommen und habe danach mit dem Beruflichen Gymnasium weitergemacht. Hierbei handelt es sich um ein Gymnasium, bei dem man nach dem 13. Schuljahr das normale Abitur erlangen kann, und auf ein Themengebiet nach Wahl besondere Aufmerksamkeit gelegt wird. In meiner Schule gab es beispielsweise Informatik oder Technik, was entsprechend im Zeugnis vermerkt wird. Anders als bei einem Wechsel von Realschule auf Regelgymnasium wird man hier zudem nicht in eine eingeschworene Klasse geworfen, sondern in eine komplett neue, da das BGym eben erst ab der elften Klasse losgeht. Unter den Schülern sind meistens Realschüler, die noch ihr Abi wollen, aber auch frustrierte Regelgymnasiasten, die lieber ein Jahr länger dafür aufwenden möchten. Eigentlich wollte ich ja nach der Realschule eine Ausbildung anfangen, bin aber froh, dass ich vergessen habe, mir eine Ausbildungsstelle zu suchen. Jetzt kann ich sogar im Oktober mit Studieren anfangen. |
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