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Antikörper Suchtest
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Verfasst am: 23.08.2010 [22:11]
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FAM08
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 09.01.2009
Beiträge: 10
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Hallo Frau Schmelz, ich bin mit meiner zweiten Tochter in der 28. Woche schwanger. Heute teilte mir mein Arzt mit, daß bei der Antikörper Kontrolle heraus kam, daß ich wohl Antikörper gebildet habe, der Wert des immunen Anti - A liegt bei 1:64. Meine Blutgruppe ist 0, Rhesus positiv. Mein Arzt meinte,als Folge könnte es sein, daß das Baby nach der Geburt eine Gelbsucht entwickeln könne, unter Umständen etwas heftiger ausgeprägt ( weil dann meine Antikörper die Blutkörper des Babys angreifen würden ) . Da meine erste Tochter eine leichte Gelbsucht hatte ( sie kam fünf Wochen zu früh und wog nur 2250g, aber die Gelbsucht hat sie nicht besonders beeinträchtigt, wir durften nach einer Woche nach Hause! ) kann ich mit diesem Risiko gut umgehen. Muß ich sonst noch auf etwas achten? Wäre es sinnvoll den Antikörpertest noch einmal zu wiederholen, um zu sehen, ob der Wert gestiegen ist? Bei der Suche nach Informationen bin ich immer nur auf das Problem gestoßen, wenn die Mutter Rhesus negativ ist. Mein Arzt war verwundert, daß er in meinem Mutterpaß bei der Abschlußuntersuchung nach der Geburt meiner Tochter keinen Eintrag finden konnte über die Blutgruppe meiner Tochter bzw über eine Untersuchung bezüglich der Blutgruppen oder dieser Anti-D- Prophylaxe, genau weiß ich leider nicht, was er meinte ( ich war heute wegen der Sorge bei ihm, daß ich schon wieder so oft einen harten Bauch bekomme wie vor zwei Jahren, daher war ich etwas abgelenkt, von der Seite her ist aber bisher zum Glück alles prima ). Ich bin in 2 Wochen wieder bei meinem Arzt und will ihn dann nochmal genauer befragen, aber vielleicht können Sie mir ja auch schon weiterhelfen. Vielen Dank! |
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Verfasst am: 24.08.2010 [01:50]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe FAM08, Sie selbst haben Blutgruppe 0 und Ihr Blut enthält demnach Anti-A- und Anti-B-Antikörper (das ist bei jedem Menschen mit Blutgruppe 0 so), die sich gegen Antigene auf den roten Blutkörperchen Ihres Babys richten können, sofern dieses Blutgruppe A, B oder AB hat. Die mütterlichen Antikörper greifen dann die roten Blutkörperchen des Babys an, sodass diese zerfallen. So kann es beim Baby zu einer Blutarmut sowie durch die Abbauprodukte des Hämoglobins (= Bestandteil der roten Blutkörperchen) zur Gelbsucht kommen. Obwohl in 20 bis 25 % aller Schwangerschaften die Mutter Blutgruppe 0 hat und das Baby A, B oder AB, gibt es beim Baby nur in 2 bis 3 % der Fälle ein Problem. Der Anti-A-Titer bei Ihnen belegt, dass eine Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Baby vorliegt. Über den Rhesus-Faktor und die Anti-D-Prophylaxe brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, das betrifft nur Rhesus-negative Schwangere. Bei der AB0-Blutgruppen-Unverträglichkeit gibt es glücklicherweise wesentlich weniger Gefahren für das Baby als bei einer Rhesus-Unverträglichkeit. In aller Regel tritt die Blutarmut sowie die Gelbsucht erst nach der Geburt auf (bei Rhesus-Unverträglichkeit auch schon während der Schwangerschaft mit möglichem Tod des Babys!) und ist meist nur leicht ausgeprägt. Sie können und müssen jetzt in der Schwangerschaft nichts Besonderes beachten. Meines Wissens ist eine wiederholte Titerkontrolle bei AB0-Unverträglichkeit nicht erforderlich, da die Titerhöhe nicht besonders gut mit der Schwere der späteren Gelbsucht übereinstimmt. Aber da ich keine Gynäkologin bin, sollten Sie diesbezüglich Ihren Frauenarzt befragen. Bei einer Rhesus-Unverträglichkeit müsste man beispielsweise engmaschig den Titer kontrollieren. Herzliche Grüße und alles Gute für die Schwangerschaft! Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
Elternwissen auf Facebook ![]() Mein Blog: Working Mom Blog Mein E-Mail Newsletter:Jetzt kostenlos registrieren Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind" |
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Verfasst am: 24.08.2010 [08:34]
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FAM08
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 09.01.2009
Beiträge: 10
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Liebe Frau Schmelz, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Jetzt habe ich das "Problem" verstanden. Nach meiner ersten Schwangerschaft mit Vorwehen und der Frühgeburt hoffe ich wirklich, daß ich jetzt die letzten Wochen bis zur Geburt genießen kann... |
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