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Akupressur für Kinder

Akupressur bei Erkältungen, Kopf- und Bauchschmerzen

Akupressur – Behandung durch Fingerdruck

Lernen Sie hier die Akupressur als wirkungsvolle Behandlungsmethode ohne Nebenwirkungen kennen, die schon für Säuglinge geeignet ist – mit praxisgerechter Anleitung. Zusätzlich zur Akupressur: Duftende Massageöle zur Anregung oder Entspannung  

Expertenrat von 

Die üblicherweise als Akupressur bezeichnete Massagetechnik der traditionellen chinesischen Medizin heißt – fachlich korrekt – Tuina-Massage. Sie basiert auf der theoretischen Grundlage der Akupunktur und ist sozusagen „Akupunktur mit den Fingern“.

Warum wird Akupressur für Kinder immer beliebter?

Die Behandlung ist frei von Nebenwirkungen und Schmerzen und wird von den Kindern als angenehm empfunden.Akupressur wirkt um so besser , je jünger ein Kind ist , und stellt somit eine hervorragende Methode zur sanften Behandlung von Säuglingen dar.

Durch Akupressur lassen sich nicht nur bestehende Beschwerden behandeln , sondern auch die allgemeine körperliche Verfassung stabilisieren und kräftigen. Gute Behandlungserfolge sind oft schon unmittelbar nach der Akupressur , meist aber innerhalb weniger Tage sichtbar.

Welche Beschwerden lassen sich mit Akupressur behandeln?

Fast alle häufig bei Kindern auftretenden Erkrankungen und Beschwerden lassen sich – oft erstaunlich effektiv und schnell – unterstützend durch Akupressur behandeln: z. B. Erkältung (Husten , Schnupfen , Fieber) , Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Appetitverlust, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Übelkeit, Entwicklungsstörungen, Hautausschlag, Koordinationsstörungen, Schlafstörungen.

Wann dürfen Sie nicht akupressieren?

Bei einigen Erkrankungen darf die Akupressur im betroffenen Hautareal bzw. allgemein nicht zur Anwendung kommen:

  • über frischen Verletzungen, Wunden, Entzündungen, Schwellungen, Knochenbrüchen, Verbrennungen
  • über Hauterkrankungen und Hautinfektionen
  • bei Blutgerinnungsstörungen (z. B. Bluterkrankheit)
Kontraindikationen
Achtung: Beenden Sie die Akupressur sofort , wenn Ihr Kind während der Massage über Schmerzen im behandelten Areal klagt. Die Akupressur kann eine ärztliche Behandlung – besonders bei akut aufgetretenen Erkrankungen oder Beschwerden – nicht ersetzen , sondern dient nur zur unterstützenden Therapie

5 goldene Regeln zum Gelingen der Akupressur

 1. Bereiten Sie Ihre Hände vor

Lange Fingernägel sind für Ihr Kind während der Behandlung unangenehm, da seine Haut dadurch zu stark gereizt wird. Achten Sie daher auf kurze Fingernägel.

2. Spülen Sie fremde Energie ab

Waschen Sie vor der Behandlung mit warmem Wasser Ihre Hände. Dies spült nicht nur fremde Energie ab, sondern dient auch der Hygiene und beugt unangenehm kalten Händen vor.

3. Achten Sie auf die richtige Umgebung

Lüften Sie den Raum nach Möglichkeit vor der Behandlung und achten Sie auf eine angenehme Raumtemperatur. Für Säuglinge und Kleinkinder sind 24 °C ideal, bei größeren Kindern kann die Temperatur auch etwas niedriger liegen, ohne dass sie zu frieren beginnen. Ihr Kind sollte sich gemütlich hinlegen können. Daher ist ein Bett oder eine Couch erforderlich, für Säuglinge oder Kleinkinder ist (Ihrem Rücken zuliebe) auch ein Wickeltisch gut geeignet.

4. Machen Sie es sich und Ihrem Kind gemütlich und sorgen Sie für Ruhe

Je nachdem, welche Körperpunkte behandelt werden sollen , empfiehlt sich bequeme Kleidung , die leicht auszuziehen oder an Armen bzw. Beinen gut hochzuschieben ist. Die Behandlung kann, abhängig von den zu behandelnden Punkten, in Bauch-, Rücken- oder Seitenlage, aber auch im Sitzen erfolgen – es sollte für den kleinen Patienten auf jeden Fall bequem sein. Sorgen Sie dafür, dass Sie während der Akupressur von anderen Familienmitgliedern , aber auch durch Telefon oder Türklingel möglichst nicht gestört werden.

5. Verwenden Sie ein Massageöl

Akupressur wird immer auf der nackten Haut durchgeführt , daher ist die Verwendung eines Massageöls sinnvoll , um eine zu starke Hautreizung zu vermeiden. Sie können z. B. Mandelöl verwenden, als Ersatz ist aber auch jedes gute Speiseöl (z. B. Sonnenblumen-, Rapsöl) geeignet.

Mein Tipp: Ein Fest für die Sinne

Mischen Sie dem Massageöl einige Tropfen eines naturreinen ätherischen Öles (z. B. von Primavera Life®) bei, um die Wirkung der Massage zu unterstützen und über den Geruchssinn auch bestimmte, für Emotionen zuständige Hirnregionen anzusprechen. Geben Sie 5 bis 10 Tropfen ätherisches Öl in 100 ml Massageöl. Vorschläge:

  • für Babys: Rose (nur 3 bis 5 Tropfen)
  • zur Entspannung und Beruhigung: Neroli, Lavendel, römische Kamille
  • zur Anregung und Förderung der Konzentration: Zitrone, Orange

 Wann, wie oft, wie lange?

So wenden Sie die Akupressur an:

  • bei starken Beschwerden oder akuten Erkrankungen wie z. B. Erkältungen einmal täglich (vorzugsweise morgens), eventuell sogar morgens und abends
  • bei chronischen Erkrankungen ein- bis zweimal wöchentlich, jedoch nicht mehr als 10 Behandlungen hintereinander (danach Therapiepause für mindestens eine Woche)

Die Dauer einer Akupressur-Sitzung ist abhängig vom Lebensalter des kleinen Patienten (siehe Tabelle).

LebensalterGesamtdauer
höchstens
Zeit pro
Akupressurpunkt
im 1. Lebensjahr5 Minutenhöchstens 1/2 Minute
von 1 bis 6 Jahren10 Minuten1/2 bis 1 Minute
ab 6 Jahren15 Minuten1 Minute

Die Zeitdauer hängt natürlich auch von der Konstitution Ihres Kindes ab: Zarte , schwache Kinder müssen kürzer und vorsichtiger behandelt werden als robuste, kräftige. Bei Schmerzen akupressieren Sie so lange , bis Ihr Kind eine Linderung verspürt. Fängt Ihr Kind während der Akupressur zu schwitzen an, ist dies ein gutes Zeichen, zeigt es doch , dass Ihr Kind auf die Behandlung reagiert. Sie brauchen die Behandlung nicht zu unterbrechen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind vor Zugluft geschützt ist und nach der Akupressur noch etwas ruht (ca. 10 Minuten).

Die richtigen Griffe

Akupressurpunkte

Verwenden Sie für die gezielte Stimulation eines Akupressurpunktes am besten den Zeigefinger (alternativ: Mittelfinger), bei größeren zu behandelnden Flächen können Sie auch den Daumen benutzen.

Achten Sie darauf, nicht zu stark zu drücken, da die Akupressur für Ihr Kind sonst unangenehm sein könnte. Die Druckstärke muss immer auch an Ihr Kind angepasst sein: Je jünger, empfindlicher und schwächer Ihr Kind ist, um so sanfter muss der Druck sein!

KREISFÖRMIGES DRÜCKEN: Drücken Sie den Akupressurpunkt mit der Kuppe des Zeigefingers und führen Sie bei gleichmäßigem Druck auf dem Punkt schnelle kreisförmige Bewegungen im Uhrzeigersinn aus (rechtsherum, etwa 2 Kreise pro Sekunde).

VIBRIEREN: Drücken Sie den Akupressurpunkt mit der Kuppe des Zeigefingers und lassen Sie den Finger rhythmisch auf dem Punkt vibrieren, führen Sie also kleine „Auf-und-Ab-Bewegungen“ aus.

STREICHEN: Streichen Sie mit den Fingerkuppen von Zeigeund Mittelfinger rasch und mit wenig Druck über die Haut. Wenn Sie von der Körpermitte nach außen streichen, wirktdies stärkend, während Streichungen von außen in Richtung Körpermitte beruhigend wirken.

REIBEN: Legen Sie – je nach Größe der zu behandelnden Fläche – die Fingerkuppen oder Hände flach auf die Haut und reiben Sie in kreisenden Bewegungen über die Haut , wobei Sie wie bei einer „normalen“ Massage die Fingerkuppen oder Hände auf der Haut fortbewegen (im Gegensatz zum kreisförmigen Drücken).

SCHIEBEN: Fassen Sie am unteren Rücken beidseits etwas neben der Wirbelsäule mit Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte und schieben Sie diese Falte in einer flüssigen Bewegung kopfwärts.

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