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Frühzeitig gegen Pollen-Allergie behandeln

Frühzeitig gegen Pollen-Allergie behandeln

» SLIT gegen Heuschnupfen und Asthma

Heuschnupfen bei Pollen-Allergikern lindern

Lange Zeit wurde die Allergie-Impfung gegen Pollen als Spritze favorisiert. Doch nun mehren sich die Studien, dass auch Tropfen zum Einnehmen sehr gut gegen Heuschnupfen wirksam sind. Warum sollte Ihr kleiner Pollen-Allergiker nicht auch von dieser nebenwirkungsarmen Behandlung profitieren?

Allergien bei Kindern nehmen immer mehr zu. Inzwischen leiden bereits etwa sechs Prozent aller Kinder im ersten Schuljahr unter Heuschnupfen und 3,6 Prozent unter Asthma. Und der Trend ist weiter steigend. Das Fatale dabei ist, dass ohne spezielle Behandlung 45 Prozent der Kinder mit Heuschnupfen in den nächsten drei Jahren auch an allergischem Asthma erkranken. Auch belastet ein Heuschnupfen Ihr Kind wesentlich stärker, als gemeinhin angenommen wird. Neben Niesanfällen, verstopfter und/oder laufender Nase und tränenden brennenden Augen leidet es unter einem gestörten Allgemeinbefinden, kann sich tagsüber schlecht konzentrieren und findet nachts keinen erholsamen Schlaf.

Tropfen gegen Heuschnupfen

Wenn Ihr Kind überempfindlich auf bestimmte Pollen reagiert, lassen sich seine Beschwerden natürlich durch Medikamente linden. Die einzige wirklich ursächliche Behandlung besteht jedoch darin, seinen Köper langsam an diese Pollen zu gewöhnen, sodass die krankmachende Reaktion des Immunsystems in Form von Heuschnupfen ausbleibt.
Das „Zauberwort“ hierfür heißt SLIT (sublinguale Immuntherapie) und bedeutet soviel wie „Allergie-Impfung unter die Zunge“. Sie funktioniert nach folgendem Prinzip: Die Substanz, auf die Ihr Kind allergisch reagiert (das Allergen), wird in einer Lösung aufbereitet. Diese Lösung tropfen Sie ihm zu Hause täglich unter die Zunge.

Mein Tipp gegen Heuschnupfen:

Damit die Tropfen richtig wirken können, sollte Ihr Kind sie möglichst zwei Minuten lang unter der Zunge behalten. Hat es jedoch die Nase verstopft, muss es natürlich durch den Mund atmen und schluckt die Tropfen oft zu schnell hinunter. Probieren Sie in diesem Fall aus, ob ihm ein abschwellendes Nasenspray (Schnupfenspray) 10 Minuten vor den Tropfen hilft, diese länger im Mund zu behalten.

Die Dosis steigern Sie dabei nach Anweisung des Arztes langsam bis zu einer bestimmten, individuell unterschiedlichen Höchstdosis (= Erhaltungsdosis). Dies dauert – je nach dem vom Arzt verordneten Allergenextrakt – zwischen zehn Tagen und vier Wochen. Die Erhaltungsdosis nimmt Ihr Kind dreimal pro Woche ein und das in der Regel drei Jahre lang.
Durch die Mundschleimhaut kann der Körper den Pollen-Extrakt besonders gut aufnehmen, deshalb sind die Erfolge annähernd so gut wie bei einer Allergie-Impfung in den Oberarm. Bei einer Pollen-Allergie liegt die Erfolgsquote bei 70 bis 90 Prozent. Die Körperabwehr Ihres Kindes toleriert den Allergie-Auslöser wieder und löst keine Abwehrreaktion mehr aus. Ihr Kind leidet dann wesentlich schwächer oder gar nicht mehr unter Heuschnupfen und seinen typischen Symptomen wie laufende Nase und juckende Augen.

Wirksame Behandlung von Allergie und Asthma

Dass die SLIT wirklich wirkt, bestätigen inzwischen 22 aussagekräftige klinische Studien. Sie ist geeignet bei allen Formen des allergischen Schnupfens sowie bei leichtem bis mittelschwerem allergischen Asthma und funktioniert nicht nur bei einer Pollen-Allergie, sondern auch bei Allergien gegen Milben, Tierhaare oder Schimmelpilze.
So gibt es beispielsweise eine Langzeitstudie mit 60 Kindern, die an einer Hausstaubmilben-Allergie mit Asthma oder allergischem Schnupfen litten. 25 von ihnen erhielten nur Medikamente, 35 eine hochdosierte SLIT über fünf Jahre. Zu Studienbeginn waren vier Kinder aus der SLIT-Gruppe und zwei aus der Kontrollgruppe frei von Asthma. Am Ende der SLIT-Therapie waren 31 Kinder ohne Asthma, aber nur eines aus der Kontrollgruppe. Fünf Jahre später war der Effekt der SLIT unvermindert günstig.
In einer weiteren Studie wurde nachgewiesen, dass bei einem Heuschnupfen durch Birken-Pollen (mit oder ohne mildem Asthma) eine ein- bis zweijährige SLIT die allergischen Beschwerden ebenso gut reduziert wie eine über den gleichen Zeitraum verabreichte Spritzentherapie.

Gerade Kinder profitieren von der SLIT

Eine Allergie-Impfung funktioniert dann am besten, wenn

  • die allergischen Beschwerden erst seit wenigen Jahren bestehen,
  • Ihr Kind nur auf einige wenige Allergene reagiert und
  • noch kein oder nur ein leichtes Asthma besteht bzw. dieses auf die Pollenf-Fugzeit beschränkt ist.

Und genau diese Kriterien treffen auf die meisten Kinder mit Heuschnupfen zu. Deswegen ist bei ihnen die Allergie-Impfung so erfolgreich. Die SLIT hat darüber hinaus gerade bei Kindern weitere unschätzbare Vorteile:

  • Es sind keine Spritzen erforderlich.
  • Sie können Ihrem Kind die Tropfen gegen die Pollen-Allergie bequem zu Hause geben.
  • Nebenwirkungen sind sehr selten. Wenn überhaupt, treten sie meist am Anfang der Behandlung auf und können sich in Fieber, Juckreiz und Schwellung im Mund, Übelkeit oder auch Magen-Darm-Beschwerden äußern. Gehen Sie in diesem Fall sofort mit Ihrem Kind zum Arzt! Heftige Allgemeinreaktionen, z. B. ein schwerer Asthma-Anfall oder gar ein allergischer Schock, sind extrem selten (1 Fall auf 1,3 Millionen Anwendungen).

Kosten: Die Kosten der SLIT werden von den Krankenkassen übernommen.

Wann Sie am besten mit der Gabe der Tropfen gegen den Heuschnupfen beginnen und was bei einem Allergie-Test zu beachten ist, sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von „Gesundheit und Erziehung für mein Kind“.

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Nettes aus Kindermund :)

Da fehlt doch was! Heute Morgen hat sich mein Mann mit meiner Tochter (23 Monate) einen Sonnenaufgang angesehen. Da die Sonne aber noch nicht ganz aufgegangen war, sah man nur einen Kreisabschnitt über dem Horizont leuchten, woraufhin meine Tochter ganz erstaunt ausrief: „Nonne babutt!“ (= Sonne kaputt)