Kommentare:
Heuschnupfen bei Kindern
© Kzenon - Fotolia.com

Heuschnupfen: So lässt sich die Pollenbelastung minimieren

Pollenallergie bei Kindern vorbeugen

Immer mehr Kinder leiden schon früh an Pollenallergien gegen Baumpollen und Gräser. Auch wenn die Kleinen mit dieser Belastung häufig unbeschwerter umgehen als Allergiker im Erwachsenenalter, empfehlen wir Ihnen, mit den folgenden Tipps, die Pollenbelastung zu minimieren. 

Expertenrat von 

Gewusst, wie: So lässt sich die Pollenbelastung minimieren

  • Sperren Sie die Pollen aus: Pollenfilter für Autos gibt es schon länger, seit einigen Jahren ist auch ein wirksamer Pollenschutz für die Wohnung erhältlich. Das Pollenschutzgitter tesa Protect (je nach Größe ab 27 €), das wie ein Mückenschutzgitter mit Klettband am Fensterrahmen befestigt wird, kann bis zu 87 Prozent selbst der kleinsten Pollen abhalten, wie ein Praxistest der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst ergeben hat. Besonders empfehlenswert für Kinder oder Schlafzimmer!
  • Lüften Sie richtig: Hat Ihr Auto keinen Pollenfilter, halten Sie bei Autofahrten die Fenster  geschlossen und machen Sie die Lüftung aus. Da der Pollenflug in ländlichen Gebieten zwischen 3.00 und 9.00 Uhr, in der Stadt aber zwischen 18.00 und 24.00 Uhr am stärksten ist, sollten Sie in  ländlichen Gegenden abends lüften und dann die Fenster geschlossen halten. Wohnen Sie in der Stadt, empfiehlt es sich, vormittags zu lüften und die Fenster abends geschlossen zu halten. Beides gilt natürlich nur für Räume ohne Pollenschutzgitter!
  • Starke Pollenbelastung meiden: Der Pollenflug ist bei warmem, windigem Wetter am stärksten. Vermeiden Sie dann Spaziergänge mit Ihrem Kind. Halten Sie es – so gut es geht – von blühenden Feldern und Wiesen fern. Es sollte beim Rasenmähen nicht dabei sein und bei der Heuernte keinesfalls aus der Nähe zusehen.

  • Pollen regelmäßig entfernen: Abends vor dem Schlafengehen sollten Sie Ihrem Kind die Haare mit Wasser ausspülen, damit die tagsüber im Haar gesammelten Pollen nicht auf das Kopfkissen geraten. Auch von den Schleimhäuten lassen sich die Pollen abspülen, beispielsweise mit Wasser oder  Salzlösung (Nasenspülung: 1 Messerspitze Meer- oder Kochsalz auf 1/4 Liter Wasser).
  • Richtiger Umgang mit der Kleidung: Ihr Kind sollte draußen getragene Kleidung nicht mit ins Kinderzimmer nehmen, sondern abends schon vor der Kinderzimmertür ausziehen. Hängen Sie Wäsche nicht draußen zum Trocknen auf!
  • Schlaue Urlaubsplanung: Fahren Sie nach Möglichkeit in der Zeit der stärksten Pollenbelastung in eine pollenarme Urlaubsregion. Geeignet sind nadelholzreiche Hochgebirgslagen, Nordseeinseln und Nordseeküste sowie Wüstenregionen. Beachten Sie dabei, dass die Blütezeit im Hochgebirge
    (mit insgesamt deutlich schwächerem Pollenflug) um etwa vier Wochen später einsetzt als im Flachland.
  • Reizstoffe meiden: Vermeiden Sie alles, was die in der Pollenflugzeit ohnehin entzündeten Schleimhäute Ihres Kindes zusätzlich reizen könnte, z. B. Zigarettenrauch, starke Düfte, ätherische Öle, Chlorausdünstungen im Hallenbad.
  • Kreuzallergene im Essen beachten: Da bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel eine den Pollen ähnliche Allergenstruktur haben, werden sie von Pollenallergikern – speziell während der Pollenflugzeit – oft nicht vertragen. Die wichtigsten Kreuzallergene zeigt Ihnen die Tabelle „Kreuzallergene“. Wenn Ihr Kind beim Verzehr Beschwerden wie z. B. Jucken, Brennen oder ein pelziges Gefühl im Mund hat, müssen die entsprechenden Nahrungsmittel, zumindest in roher Form,gemieden werden.
Kreuzallergene
Pollenallergie gegenmöglicherweise unverträgliche pflanzliche Nahrungsmittel
Birke,Erle, HaselKernobst (Äpfel, Birnen), Steinobst (Pfirsiche, Aprikosem, Pflaumen, Kirschen), Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln), Avocados, Kiwis, Litchis
BeifußSellerie, Karotten, Tomaten, Paprika, Kamille, Anis, Kümmel, Ingwer, Muskat, Curry
Gräser/RoggenGetreidemehle, Soja, Erdnüsse

Aktuelle Informationen zum Pollenflug erhalten Sie z. B. unter www.wetteronline.de/dldlpol.htm oder www.allergie.hexal.de. Dort finden Sie außerdem einen kostenlosen persönlichen Pollenwarndienst per E-Mail.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Heuschnupfen: So lässt sich die Pollenbelastung minimieren"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Allergien bei Kindern" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Allergien bei Kindern" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?