Viele alternative Heilmethoden wie die Homöopathie oder die Akupunktur sind gut etabliert und können auch in komplizierten Fällen noch Besserung bringen. Trotzdem sollten Sie als Eltern wachsam sein.
Quacksalberei: Auch Naturheilmittel können unliebsame Überraschungen enthalten
Immer wieder fördern Untersuchungen in angeblich „harmlosen“ und/oder „rein pflanzlichen“ Wundermitteln Erschreckendes zutage. Besonders häufig sind chinesische Heilkräuter betroffen, in denen immer wieder bedenkliche Mengen an Umweltgiften oder Schwermetallen (so z. B. DDT oder Blei) gefunden werden. Die Heilpflanzen werden meist von chinesischen Bauern und überwiegend auf kleineren Höfen angebaut, was eine einheitliche Qualitätssicherung nahezu unmöglich macht. Zudem ist das Umweltbewusstsein der Bauern nicht sehr hoch, und um möglichst gewinnbringend zu wirtschaften, werden oft ältere und damit auch billigere, nicht selten aber hochgiftige Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
Ein anderes Problem ist die Beimischung rezeptpflichtiger Arzneistoffe, um die Wirksamkeit „natürlicher“ Heilmittel zu erhöhen. So werden in hochgelobten pflanzlichen „Wundercremes“ gegen Neurodermitis immer wieder mal unerlaubte Kortisonzusätze gefunden.
Checkliste: 10 Anzeichen für Quacksalberei
Gefährlich kann es auch werden, wenn das teuer gekaufte „Wundermittel“ ohnehin nutzlos ist. Im Glauben, ihrem Kind damit zu helfen, versäumen gutgläubige Eltern schlimmstenfalls eine wirksame Behandlung.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Scharlatanerie oder Quacksalberei handelt, ist umso größer, je mehr der folgenden Indizien auf eine Behandlungsmethode, ein Produkt oder ein „Heilmittel“ zutreffen:
Die Methode oder das Heilmittel:
- wird durch den Hinweis auf eine exotische Herkunft (Regenwald, Himalaya oder Ähnliches) interessant gemacht,
- wirkt garantiert und immer und soll auch dann noch Heilung bringen, wenn die Schulmedizin in auswegloser Situation versagt,
- soll durch umfangreiche Erfahrungen „untermauert“ sein, ohne dass nachvollziehbare Daten aus kontrollierten klinischen Studien veröffentlicht wurden,
- soll gegen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen universell wirksam sein,
- soll regelmäßig zum Erfolg führen (und falls doch ein Misserfolg eintritt, wird er der Schulmedizin angelastet),








