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Frau mit Schilddrüsenerkrankung
© Rui Santos - 123rf.com

Schilddrüsenerkrankungen: Symptome und Ursachen

Diese Hormone geben Ihnen mehr Infos

Müdigkeit, Übergewicht, Haarausfall und Depressionen können Anzeichen für eine Fehlfunktion der Schilddrüse sein. Nur selten wird, diese Ursache auf Anhieb erkannt und viele Betroffene leben jahrelang damit, ohne es zu wissen, geschweige denn therapiert zu werden.  

Expertenrat von 

Unsere Schilddrüse produziert eine Reihe wichtiger Hormone, die für die Regulierung unseres Stoffwechsels zuständig sind. Sie bestimmen z.B. den so genannten Grundumsatz, also wie viel Nährstoffe in Energie umgewandelt werden. Zudem regulieren sie das Längenwachstum und erfüllen Spezialaufgaben z.B. im Mineral- und Spurenelementestoffwechsel.

Mögliche Symptome bei Schilddrüsenerkrankungen

Müdigkeit, Übergewicht, Haarausfall und Depressionen

Die Schilddrüse bekommt Ihre Befehle von einem Hormon der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Störungen der Schilddrüse können daher auch von einer Störung der Hirnanhangdrüse herrühren.

Ihre Schilddrüsenhormone und mögliche Ursachen abweichender Messergebnisse

Die „Schilddrüsenwerte“

Abkürzung

Normalwertbereich

Aufgaben im Organismus

Was abweichende Werte bedeuten können

freies Trijodthyronin

T3

3,8 bis 8,0 pg/ml oder

5,4 bis 12,3 pmol/l

Dieses Hormon wirkt wie das T4, kommt jedoch in zehnfach geringerer Konzentration im Serum vor.

Erhöhte Werte weisen auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin. Entsprechend sind niedrige Werte Anzeichen einer Unterfunktion bzw. für einen verlangsamten Stoffwechsel. Ab dem 65. Lebensjahr nehmen die T3-Werte deutlich ab.

freies Thyroxin

T4

4,0 bis 12,0 µg/dl

Thyroxin steuert den Grundumsatz und die Körperkerntemperatur. Zudem fördert es die Wasserausscheidung aus dem Gewebe und reguliert bei Kindern das Größenwachstum. Für seine

Synthese ist Jod essenziell.

Erhöhte Werte sprechen für eine Überfunktion der Schilddrüse.

Eine Unterfunktion zeigt sich in erniedrigten Werten, diese sind in der Schwangerschaft physiologisch. Ansonsten lassen sie auf eine verminderte Stoffwechselleistung des Organismus schließen.

Thyreotropin oder

thyreoideastimulierendes

Hormon

TSH

0,4 bis 4,0 mU/l

Dieses Hormon der Hirnanhangdrüse fördert die Aufnahme von Jod in die Schilddrüsenzellen und beeinflusst deren Aktivität. Eine Unterbrechung dieses Regelkreises hat eine Erkrankung der Schilddrüse zur Folge.

Bei einer primären Schilddrüsenunterfunktion werden trotz erhöhter TSH-Ausschüttung nicht genügend Schilddrüsenhormone gebildet. Erhöhte Werte können auch auf einen Jodmangel (Kropf) hinweisen.

Bei einer sekundären Schilddrüsenunterfunktion kann die Schilddrüse aufgrund eines TSH-Mangels nicht ausreichend Hormone produzieren. Zudem kann Verdacht auf eine Basedowsche Erkrankung bestehen.

 

Daher müssen zur Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen nicht nur deren Hormone T3 und T4, sondern auch das entsprechende Hormon der Hirnanhangdrüse, das TSH, analysiert werden.

Messung bei Schilddrüsenerkrankungen

 

Die Hormone sind aufgrund ihrer geringen Konzentrationen nur sehr aufwändig zu bestimmen, die Fehlerquellen sind fälschen. Daher ist es sinnvoll, nicht Einzelwerte, sondern immer mehrere Parameter zu bestimmen und bei unklarem Bild erneut eine Messung vorzunehmen. Die Normalwertbereiche bei Hormonen sollten daher nicht als starre Norm, sondern eher als ungefähre Richtwerte angesehen werden. Parallel dazu wird Ihr Arzt deshalb auch andere Funktionstests durchführen.

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