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Paracetamol
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Bald nur noch auf Rezept? So gefährlich ist Paracetamol

Gefahr: Paracetamol

Paracetamol war in den letzten Monaten häufig im Fokus der Aufmerksamkeit: Ein Volksmedikament, dass offenbar viele recht schnell und häufig einwerfen – welches aber auch Gefahren mit sich bringt. Lesen Sie hier über die Gefahren von Paracetamol. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Gefahr Paracetamol: Ein beliebtes Schmerzmittel

Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Fieber: Paracetamol gehört zu den bekanntesten Schmerzmitteln weltweit und wurde lange Zeit als relativ harmlos eingestuft. Gerade Frauen in der Schwangerschaft wurde Paracetamol häufig empfohlen, und auch für viele Kinderärzte ist es bis heute bei Schmerzen und Fieber ab dem Säuglingsalter immer noch das Mittel der Wahl. Lediglich vor Überdosierung wurde gewarnt, seit zunehmend bekannt wurde, dass Paracetamol in hohen Dosen zu Leberschäden führen kann sowie wahrscheinlich auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Wie gefährlich ist Paracetamol für Kinder?

Neue Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass Paracetamol unter Umständen noch deutlich schädlicher ist als bisher angenommen. Eine Erhebung mit 64.322 dänischen Müttern sowie ihren zwischen 1996 und 2002 geborenen Kindern zeigt, dass bei den Kindern der Mütter, die während der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen haben, um 37 %  häufiger die Diagnose ADS oder ADHS gestellt wurde als bei denen, die das Medikament nicht eingenommen hatten. Eine norwegische Studie mit fast 48.631 Kindern kam zu ähnlichen Ergebnissen. Außer dem Risiko einer verstärkten Hyperaktivität stellten die Forscher bei vielen Kindern, die im Mutterleib verstärkt Paracetamol ausgesetzt waren, auch eine schlechtere gesamtmotorische Entwicklung sowie ein erhöhtes Risiko, an  Hodenhochstand oder Hodenkrebs zu erkranken, fest. Ein erhöhtes Asthmarisiko wird ebenfalls vermutet.

Paracetamol: Ein Umdenken bei Ärzten findet statt

Immer mehr Mediziner nehmen diese Ergebnisse sehr ernst. Sie warnen vor der Einnahme von Paracetamol und fordern die Einführung einer Rezeptpflicht. Es wird empfohlen, mit Ausnahme des letzten Schwangerschaftsdrittels auf das Schmerzmittel Ibuprofen auszuweichen, da es die oben beschriebenen Nebenwirkungen nicht habe und zudem auch wirksamer sei.

Mein Tipp: Homöopathie und Ibuprofen statt Paracetamol
Ich persönlich halte bei dem Medikament Paracetamol nach der Vielzahl der Warnungen und Erkenntnisse, die aktuelle Studien ergeben, große Vorsicht für angebracht. Verzichten Sie daher bei Ihrem Kind oder in der  Schwangerschaft ganz auf dieses Medikament, und weichen Sie bei Bedarf auf natürliche Hausmittel wie z. B. Wadenwickel bei Fieber oder Rescue-Tropfen bei Schmerzen aus. Sollte das nicht helfen, ist nach dem aktuellen Wissensstand Ibuprofen die deutlich ungefährlichere und wirksamere Alternative bei Schmerzen und Fieber (auch hier unbedingt auf die empfohlene Dosis achten und nicht im letzten Schwangerschaftsdrittel einnehmen!)

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