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Junges Mädchen mit Bauchschmerzen
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Bauchschmerzen: 2 von 3 Kindern klagen regelmäßig darüber

Kinderkrankheiten als Sprache der Seele

"Mama, mein Bauch tut weh!“ – Wenn kleinen Kindern irgendwo etwas wehtut oder sie sich nicht wohl fühlen, äußern sie sich meist auf diese Weise. Selbst bei Ohren- oder Halsschmerzen zeigen sie auf den Bauch. Schon Neugeborene kämpfen mit Blähungen und Koliken und schreien ihr Unwohlsein lauthals heraus. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen zeigen, was hinter Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen stecken kann und wie Sie mit Verständnis und Naturheilmitteln liebevoll auf diese Botschaft Ihres Kindes eingehen können. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Zwei Drittel aller Kinder unter zwölf Jahren leiden regelmäßig an Magen- Darm-Beschwerden oder klagen über Bauchschmerzen. Das ergab eine Elternumfrage, die das Meinungsforschungszentrum Forsa im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) durchführte. Die häufigsten Probleme sind Übelkeit, Durchfall und Magenschmerzen. Bei der Untersuchung wurden 460 Eltern von Kindern im Alter bis zu zwölf Jahren befragt. Knapp die Hälfte der Eltern (44 Prozent) gab an, dass Ihr Kind gelegentlich an Übelkeit und Erbrechen (auch Reiseübelkeit) leide. Ein Viertel der Kinder hat immer wieder einmal Durchfall, und 20 Prozent werden gelegentlich von Magenschmerzen geplagt. Auch eine aktuelle Studie der Psychologin Petra Warschburger von der Universität Potsdam mit dem Namen „Stop the pain“ beschäftigt sich mit chronischen Bauchschmerzen bei Kindern.

Ihr Hauptaugenmerk liegt auf den Kindern, bei denen sich keine körperlichen Ursachen für die Schmerzen finden lassen. Um zu verhindern, dass sich bei diesen Kindern eine Art „Schmerzkarriere“ entwickelt, bei der auf die Bauchschmerzen im Jugendalter oft Kopfschmerzen und als Erwachsene chronische Rückenschmerzen folgen, bietet die Psychologin im Rahmen der Studie

Schulungsprogramme für betroffene Kinder an. 

Mein Tipp bei Bauchschmerzen

Wie in diesem Ratgeber schon oft beschrieben, leiden Kinder heutzutage zunehmend unter Stress. Dem Maß an Anforderungen, das unsere moderne Gesellschaft mittlerweile an unsere Kinder stellt, sind viele von ihnen einfach nicht gewachsen. Kinder bis etwa zwölf Jahre drücken Unwohlsein und Anspannung häufig durch Bauchschmerzen aus. Natürlich sollte zunächst immer eine organische Ursache ausgeschlossen werden. Ansonsten rate ich dazu, den körperlichen Aspekt und das Finden einer eindeutigen Diagnose nicht überzubewerten. Nehmen Sie stattdessen die seelische Botschaft Ihres Kindes ernst und versuchen Sie herauszufinden, was Ihrem Kind so schwer im Magen liegen könnte. Nur dann können Sie auf die Ursache eingehen und Ihr Kind entlasten.   

In vielen Kulturen gilt der Bauch – als die Körpermitte – als Zentrum der inneren Kraft und der Intuition. „Dan Tien“ heißt er in China, „Hara“ nennen ihn die Japaner, als „Manipura“ bezeichnen indische Yogis das Energiezentrum knapp unterhalb des Bauchnabels. Von uns Erwachsenen im westlichen Kulturkreis wird der Bauch dagegen oft recht lieblos behandelt. Flach soll er sein – und das war es dann auch schon. Doch im Darm sitzen ebenso viele Nervenzellen wie im Gehirn. Diese auch als „Bauchhirn“ bezeichnete Schaltzentrale steuert fast den gesamten Verdauungsprozess. Der größte Teil des Immunsystems befindet sich im Darm, und auch das Glückshormon Serotonin wird hier produziert.

Der Bauch: Sitz der Intuition und der Gefühle

Im Gegensatz zum Kopf, der die geistigen Aufgaben symbolisiert, liegt im Bauch das Reich der Instinkte und der Gefühle. Häufig zeigt uns unser „Bauchgefühl“ Dinge auf, die wir mit dem Verstand nicht einordnen können – auf die zu hören sich aber doch oft lohnt. Kinder müssen hierfür nicht lange überlegen – sie handeln intuitiv und erleben die Welt aus dem Bauch heraus. Sich selbst betrachten sie noch als Nabel der Welt, um den sich alles dreht. Schmerzen aus allen Bereichen des Körpers (besonders bei kleinen Kindern unter drei Jahren), Gefühle wie Angst, Wut und Trauer, die sie nicht zeigen können – all das kann sich bei ihnen in Bauchschmerzen oder Verdauungsproblemen äußern.

Wann Sie den Arzt aufsuchen sollten

Wenn Ihr Kind über plötzliche und/oder starke Bauchschmerzen klagt, aber auch wenn Bauchschmerzen immer wieder auftreten, sollten Sie diese zunächst immer vom Kinderarzt abklären lassen (bei starken Schmerzen unbedingt sofort den Arzt aufsuchen!). 

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