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Plötzlichen Kindstod: So schützen Sie Ihr Baby

Erste Hilfe für Kinder

Der Plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache bei Kindern unter einem Jahr. Etwa 75 Prozent aller Fälle wären durch vorbeugende Maßnahmen vermeidbar. Unsere Checkliste mit allen offiziell empfohlenen Vorbeugemaßnahmen hilft Ihnen dabei. 

Expertenrat von 

Jährlich sterben in Deutschland etwa 500 Babys am Plötzlichen Säuglingstod. Meist sind es Säuglinge unter sechs Monaten und zu 60 Prozent sind Jungen betroffen. Die genauen Ursachen des Plötzlichen Kindstodes sind bisher nicht bekannt. Die Diagnose „Plötzlicher Kindstod“ kann nur nach einer Obduktion gestellt werden, wenn bei dem verstorbenen Baby keine andere Todesursache wie z. B. eine Infektion oder ein bisher unbekannter Herzfehler gefunden werden konnte.
Relativ sicher scheint zu sein, dass bei den betroffenen Babys Reifungsverzögerungen im Hirnstamm (hier liegt das Atemzentrum!) bestanden und dass sie an einem Sauerstoffmangel durch aussetzende Atmung gestorben sind. Vieles spricht dafür, dass es nicht eine, sondern mehrere Ursachen für den Plötzlichen Kindstod gibt, von denen vermutlich mehrere zusammentreffen müssen.

Plötzlicher Kindstod: Ist Schlafen im Elternbett ein Risikofaktor?

Einen Säugling im Elternbett schlafen zu lassen, wird von offizieller Seite nicht empfohlen. Dadurch komme es beim Baby eher zu einer Überwärmung, die als einer der Risikofaktoren für den Plötzlichen Kindstod gilt.

Mein Tipp
Ob Ihrem Baby zu warm oder zu kalt ist, können Sie am sichersten im Nacken oder zwischen den Schulterblättern testen. Dort sollte sich die Haut Ihres Kindes warm, aber nicht verschwitzt anfühlen.

Außerdem bestehe noch die Gefahr, dass das Baby unter die Bettdecke rutschen könnte und erstickt oder sogar von den Eltern durch „Überliegen“ erdrückt werden könnte. Letzteres ist äußerst unwahrscheinlich, solange Sie als Eltern nicht unnatürlich fest schlafen (z. B. durch Übermüdung, nach Einnahme von Schlafmitteln, reichlich Alkohol oder Drogen). Da jedoch im Elternbett einigen Studien zufolge die Atmung des Säuglings durch die Nähe zur Mutter angeregt wird und auch die Schlafphasen zwischen Mutter und Kind synchronisiert werden, würde ich persönlich das Schlafen im Bett der Eltern nicht als Erhöhung des Risikos betrachten. Falls Sie Ihr Kind zu sich mit ins Bett nehmen wollen: Legen Sie Ihr Baby nicht in die Mitte, sondern an den Rand und sichern Sie es durch ein Bettgitter gegen Herausfallen. Lassen Sie Ihr Baby nicht unter Ihrer Decke schlafen, sondern geben Sie ihm eine eigene oder besser noch einen Schlafsack.

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