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Vergiftungen: Wie Sie richtig vorgehen

Erste Hilfe

Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren sind durch Vergiftungen besonders gefährdet. Zum einen nehmen sie alles in den Mund, zum anderen reagieren sie auf viele Substanzen wesentlich empfindlicher als Erwachsene. Erfahren Sie hier, was Sie im Vergiftungsfall unbedingt beachten müssen. 

Expertenrat von 

Die häufigsten Vergiftungen bei Kindern erfolgen durch Medikamente, Tabak (Zigaretten), Reinigungsmittel und Giftpflanzen. Da es sich häufig um schlecht schmeckende Substanzen handelt, nehmen Kinder glücklicherweise nur selten so viel davon auf, dass sie daran sterben. Oft ist die Gefahr durch eine falsche oder überzogene „Therapie“ sogar größer. Laut Statistik stirbt ein Fünftel der Kinder, die durch eine Vergiftung zu Tode kamen, nicht an der Giftwirkung, sondern an der übertriebenen Behandlung! Es ist also enorm wichtig, dass Sie als Eltern im Ernstfall richtig handeln. Im Rahmen der Schwangerschaft kann es zudem auch zu einer für das ungeborene Kind lebensbedrohlichen Vergiftung kommen.

Wie erkennen Sie eine Vergiftung?

Meist finden Sie noch Hinweise auf die Substanz, die Ihr Kind aufgenommen hat, etwa eine geöffnete oder leere Flasche bzw. Packung, ein leerer Medikamentenblister usw. Verfärbungen um den Mund und an den Händen können auf eine Vergiftung durch Pflanzen hindeuten. Nach dem Genuss roher Holunderbeeren sind Mund und Hände z. B. dunkelrot gefärbt. Verdacht auf eine Vergiftung besteht auch bei plötzlichem Unwohlsein, Erbrechen und unerklärlicher Müdigkeit. In schweren Fällen kann Ihr Kind aber auch bewusstlos sein.

Mein Tipp
Erbricht Ihr Kind, und wissen Sie nicht genau, womit es sich vergiftet hat, sollten Sie das Erbrochene aufheben!

 

Erste Hilfe für Ihr Kind

1. Unterbrechen Sie die Giftzufuhr, und entfernen Sie noch nicht Verschlucktes aus dem Mund.

2. Liegt Ihr Kind reglos am Boden, überprüfen Sie Bewusstsein und Atmung.

3. Zeigt Ihr Kind schwere Vergiftungssymptome wie starke Bauchschmerzen, Schwindel oder Schmerzen nach einer Verätzung, rufen Sie sofort den Rettungsdienst.

Wichtig

Unternehmen Sie niemals irgendwelche Behandlungsmaßnahmen (keine „Hausmittel“ wie Milch, Salzwasser zum Auslösen von Erbrechen!) ohne ausdrückliche Anweisung Ihres Arztes oder der telefonisch kontaktierten Vergiftungszentrale!

 

Ausnahme: Bei Verätzungen Wasser zu trinken geben, bei Verätzungen von Haut oder Auge mit Wasser spülen.

 

4. Ist Ihr Kind in gutem Zustand oder besteht nur der Verdacht einer Vergiftung, klären Sie sofort die unten aufgezählten Punkte, die Ihr Arzt oder die Vergiftungszentrale wissen müssen, um Ihnen Anweisungen zu geben, wie Sie weiter vorgehen sollen.

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