Kommentare:
Homöopathie oder Arzt
©Robhainer - Fotolia.com

Warnzeichen: Jetzt muss Ihr Kind sofort zum Arzt!

Wann Homöopathie nicht mehr reicht

Wenn Sie Ihr Kind erfolgreich naturheilkundlich oder homöopathisch behandeln möchten, ist es wichtig, aufmerksam zu bleiben, gut zu beobachten und auch mögliche Gefahren zu erkennen. Nicht jede Erkrankung ist für die elterliche Eigenbehandlung geeignet: Denken Sie an schwere oder gefährliche Krankheiten, wie etwa an eine Blinddarmentzündung. Lesen Sie daher hier, welche Krankheitssymptome Ihres Kindes ernst - zunehmende Warnsignale für einen umgehenden Arztbesuch darstellen. 

Expertenrat von 

Verletzt sich Ihr Kind bei einem Sturz, fällt Ihnen die Entscheidung meist nicht schwer: Aufgrund Ihrer Erfahrung und einer oft deutlich sichtbaren Wunde können Sie schnell entscheiden, ob der Gang zum Arzt erforderlich ist. Bei Fieber setzen Sie sich vielleicht eine Temperatur als Grenze, bis zu der Sie Ihr Kind zunächst selbst behandeln möchten. Aber wie steht es mit anhaltenden Bauch- oder starken Kopfschmerzen? Woran erkennen Sie in solchen Fällen, ob bzw. ab wann Ihr Kind ärztliche Hilfe benötigt? Je jünger Ihr Kind ist, desto schwieriger wird es möglicherweise für Sie sein, überhaupt auszumachen, was hinter einem nicht enden wollenden Weinen ohne merkliche Symptome steckt. Hören Sie auch auf Ihr Bauchgefühl und beziehen Sie Erfahrungen ein, die Sie bereits in anderen Krankheitssituationen mit ihm sammeln konnten.

In diesen Situationen sollten Sie mit Ihrem Kind sofort zum Arzt!

Fieber: Säuglinge immer untersuchen lassen, auch bei geringen Temperaturen. Kinder ab dem 2. Lebensjahr bei hohem Fieber und schlechtem Allgemeinbefinden oder zusätzlichen Beschwerden (siehe unten) sofort, bei Fieber und gutem Allgemeinzustand spätestens am 2. oder 3. Tag untersuchen lassen.

Fieberkrampf: Anfall bei Fieberanstieg, Zuckungen der Gliedmaßen oder des Gesichts, blaue Lippen, verdrehte Augen, Kind nicht ansprechbar, bewusstlos: Dauert der Krampf länger als 3 Minuten oder wiederholt er sich: Notarzt rufen! Ansonsten nach dem Fieberkrampf Kinderarzt oder Kinderklinik anrufen und weiteres Vorgehen besprechen.

Durchfall: Bei anhaltendem und/oder schwerem Durchfall (wässriger Stuhl einmal pro Stunde) immer umgehend zum Arzt (besonders Säuglinge und Kleinkinder)!

 

Achtung: Anzeichen einer Austrockung
kaum Urinproduktion bzw. trockene Windeln, trockene Lippen und Mundhöhle, Hautfalte am Bauch verstreicht langsam (Haut mit Daumen und Zeigefinger fassen sowie etwas in die Höhe ziehen), Trinkverweigerung, tief liegende Augen, langsamer, seltener Lidschlag, Kind wirkt apathisch, eingefallene Fontanelle.

Bauchschmerzen: Bei schweren, plötzlich auftretenden Bauchschmerzen immer zum Arzt! Bei Säuglingen können Unruhe, Apathie, Trinkschwäche, Fieber, Blässe, vermehrtes Schwitzen, wiederholtes kurzes oder anhaltendes Weinen auf starke Bauchschmerzen hinweisen. Bei Blässe, kaltem Schweiß, gespanntem und hartem Bauch, Fieber, eventuell Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung: Notarzt rufen! Unabhängig von einer bestehenden Erkrankung können bei Kindern immer Bauchschmerzen auftreten. Besteht zudem Fieber, grundsätzlich den Arzt aufsuchen!

Husten und/oder Atembeschwerden: Jeder Husten, der länger als 14 Tage anhält, muss ärztlich abgeklärt werden; kommt Atemnot oder Fieber über 39°C hinzu, bringen Sie Ihr Kind bitte umgehend zum Arzt. Bei akuter Atemnot mit Erstickungsanfällen: Notarzt rufen! Bei bekanntem Asthma oder Allergie vorhandene Notfallmedikamente laut achriftlichem Notfallplan des Arztes verabreichen. Bei Säuglingen und Kleinkindern führt starker Husten oft zu Würgen oder Erbrechen, ohne dass dies für eine Krankheit typisch ist. Hustenanfälle bis zum Erbrechen können auf Keuchhusten hinweisen.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Warnzeichen: Jetzt muss Ihr Kind sofort zum Arzt!"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Erste Hilfe für Kinder" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Erste Hilfe für Kinder" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?