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Fiebermessen bei Kind
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Fieber ist keine Krankheit

Was Sie über Fieber bei Kindern wissen sollten

Temperaturen von 39 oder sogar 40 Grad? Auch wenn es für Eltern manchmal bedrohlich wirkt: Kinder fiebern häufig und nicht selten sehr hoch. Fieber ist keine Krankheit, sondern eine sinnvolle und gesunde Abwehrreaktion des Körpers. Doch was können Sie tun, um Ihr Kind dabei sanft zu unterstützen? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Wenn unser Körper bei einer Erkältung mit Fieber reagiert, ist das sehr schlau. Denn bei Temperaturen von über 38,5 Grad vermehren sich Viren und Bakterien langsamer.

Wenn Ihr Kind fiebert, besteht also kein Grund zu Angst und Panik.

Auch hohe Temperaturen über 39 oder 40 Grad sind bei sonst gesunden Kindern in der Regel harmlos. Wichtig ist daher: Bekämpfen Sie nicht gleich jedes Fieber mit Zäpfchen oder anderen fiebersenkenden Maßnahmen. Sinnvoll ist das erst bei Temperaturen ab 39,5 Grad oder wenn Ihr Kind sehr unter dem Fieber leidet und immer erschöpfter wird. Was Sie tun können, wenn Ihr Kind Fieber hat Fieber verläuft in der Regel in drei Stadien: Frösteln, Hitze und Schweiß. Nach dem Schwitzen fällt die Temperatur meist ab, um dann eventuell später erneut anzusteigen. Achten Sie bei der Pflege Ihres Kindes neben der Höhe des Fiebers auch darauf, in welchem Stadium des Fiebers es sich gerade befindet.

Wichtige Maßnahmen bei Fieber

 

  • Die wichtigste Maßnahme bei Fieber lautet: Viel trinken! Bieten Sie Ihrem Kind, wenn es wach ist, alle 20 bis 30 Minuten etwas zu trinken an. Ein Strohhalm erleichtert das Trinken im Liegen. Gut geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee und verdünnter Fruchtsaft.
  • Wenn Ihr Kind leicht fiebert, ohne dass es ihm dabei merklich schlechter geht, werden Sie es kaum im Bett halten können. Lassen Sie es spielen, aber behalten Sie es unbedingt zu Hause. Achten Sie auf ausreichend warme Kleidung aus Naturfasern, damit Ihr Kind nicht auskühlt, sich die Körperwärme aber auch nicht durch Kunstfasern staut.

 

Wenn Ihr Kind fiebert und dabei deutlich kränkelt, müde, schlapp und fröstelig wird, gehört es ins Bett. Umsorgen Sie es liebevoll mit dem, wonach es verlangt.

 

  • In der „Aufheizphase“ des Fiebers, wenn Ihr Kind noch fröstelt, braucht es zusätzliche Wärme von außen. Das kann warme Kleidung, eine zusätzliche Decke oder eine Wärmflasche sein.
  • Im Stadium der Hitze, wenn der Körper glühend heiß ist, wollen die meisten Kinder nicht mehr dick eingepackt sein. Jetzt ist dünne Kleidung, etwa ein leichtes T-Shirt und ein Leintuch, zum Zudecken ausreichend.
  • Sorgen Sie für frische Luft im Kinder zimmer!
  • Fängt Ihr Kind an zu schwitzen, ändert sich sein Verhalten: Ein Kind möchte zugedeckt, das andere aufgedeckt liegen. Folgen Sie seinem jeweiligen Bedürfnis.
  • Keine Angst, wenn Ihr Kind jetzt nicht essen will! Zwingen Sie es nicht dazu. Verzichten Sie auf schwere Speisen. Bieten Sie Ihrem Kind stattdessen Obst, Kompott, leichte Breie oder eine selbst gemachte Gemüsebrühe an.

 

Achtung! Bei Ohrenschmerzen nicht in dem betroffenen Ohr messen.

Notfalls ein digitales Thermometer nehmen, das rektal oder unter der Zunge verwendet wird.

Mein Tipp: Richtig Fieber messen

Bis vor wenigen Jahren galt das Fiebermessen im Po (rektale Messung) als die genaueste und beste Methode zum Messen der Körpertemperatur. Allerdings ist das vor allem bei etwas größeren Kindern sehr unbeliebt und sollte nie gegen seinen Willen praktiziert werden. Messungen an der Stirn oder in der Achselhöhle sind jedoch sehr ungenau. Ich rate Ihnen daher, ein gutes Infrarot-Ohrthermometer zu verwenden (z. B. Braun ThermoScan). Diese modernen Thermometer messen sehr genau, sind aber wesentlich praktischer und für Ihr Kind angenehmer als die rektale Messung.

Und so geht’s:

 

  • Beim Messen mit dem Ohrthermometer muss der Sensor gerade auf das Trommelfell gerichtet sein. Ziehen Sie daher die Ohrmuschel Ihres Kindes während der Messung etwas nach hinten.
  • Messen Sie immer zur selben Tageszeit. Normalerweise sind die Werte morgens niedriger als nachmittags und abends.
  • Notieren Sie sich die Messergebnisse.
  • Normalerweise reichen zwei oder drei Messungen am Tag. Wenn das Fieber sehr schnell steigt, ist es sinnvoll, häufiger zu messen (alle 1 bis 2 Stunden).

 

 

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