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Füllung, Zahn

Loch im Zahn: Welche Füllung ist die beste?

Füllung für Kinderzähne

Bei guter Zahnpflege muss Ihr Kind keine Bekanntschaft mit dem Bohrer machen. Falls aber doch einmal eine Füllung nötig ist, sollte sie Ihr Kind so wenig wie möglich belasten. Lesen Sie, wann welche Füllung für Milchzähne sinnvoll ist. 

Expertenrat von 

Das Standard-Material für Zahnfüllungen ist immer noch Amalgam, weil es einfach zu verarbeiten, langlebig und billig ist. Allerdings besteht es zu 40 bis 50 Prozent aus Quecksilber! Mediziner des Institutes für Umweltmedizin und Krankenhaus- Hygiene in Freiburg berechneten, dass 80 Prozent des Quecksilbers im Körper aus Amalgamfüllungen stammt. Studien fanden bei Amalgamträgern bis zu zwölffach erhöhte Quecksilbermengen in Niere, Schilddrüse, Leber und Gehirn.

Kein Amalgam für Kinder!

Um es ganz klar zu sagen: Amalgam ist als Füllmaterial für Kinderzähne nicht verboten! Da jedoch nachweislich geringe Quecksilbermengen abgegeben werden und insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sehr empfindlich darauf reagieren, sollte man dieses Füllungsmaterial bei Kindern vermeiden, zumal es weniger bedenkliche Alternativen gibt.

Diese Alternativen haben Sie

  1. Glasionomer-Zemente eignen sich vor allem für kleinere, so genannte „einflächige“ Füllungen; sie haben in der Regel nur eine Haltbarkeit von etwa zwei, maximal drei Jahren. Daher ist eine solche Füllung nur dann sinnvoll, wenn der betreffende Milchzahn ohnehin bald ausfallen wird. Glasionomer-Zemente sind relativ einfach sowie schnell zu verarbeiten (auch bei unkooperativen Kindern) und geben Fluorid an den Zahn ab, was einem weiteren Kariesbefall vorbeugt. Die Kosten werden in voller Höhe von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
  2. Kunststoff-Füllungen, auch als Komposite bezeichnet, gibt es in unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Sie gelten zwar im Allgemeinen als nichttoxisch (ungiftig), doch können – je nach Zusammensetzung des Kunststoffes – Acrylate, Bisphenol A, Barium oder Strontium abgegeben werden. Ob das gesundheitliche Folgen hat und wie verträglich die Kunststoffe auf Dauer sind, ist bisher noch unklar. Kunststoff-Füllungen sind aufwändig und schwierig in der Verarbeitung, halten dafür aber fünf bis zehn Jahre. Zuerst muss der Zahn mit Säure angeätzt werden, damit die Füllung überhaupt hält. Dann wird – je nach Tiefe des Loches und damit Dicke der Füllung eventuell schichtweise – der Kunststoff eingebracht und durch Bestrahlung mit UV-Licht ausgehärtet. Das dauert seine Zeit und kann ein Kleinkind schnell überfordern. Problematisch ist, dass Kunststoff- Füllungen bei der Härtung schrumpfen können: Zwischen Füllung und Zahn entsteht dadurch ein Spalt, sodass ein erhöhtes Risiko für erneute Karies besteht. Ein weiterer Nachteil: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür nicht. Sie erstatten lediglich den Betrag, der für eine Amalgamfüllung fällig würde. Daher müssen Sie pro Füllung einen Eigenanteil von 40 bis 80 Euro zuschießen.
  3. Kompomere sind durch Glasionomer-Zement modifizierte Komposite, also quasi eine Kombination aus Kunststoff und Zahnzement, den unter 1. und 2. genannten Komponenten. Sie gelten als biokompatibel und halten bis zu fünf Jahre. Daher sind sie auch zur Füllung größerer Defekte geeignet. Sie werden ebenfalls mit Licht gehärtet, doch muss der Zahn zuvor nicht mit Säure angeätzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kompomere Fluorid an den kariösen Zahn abgeben und damit erneuter Kariesbildung vorbeugen. Eine Kompomer-Füllung lässt sich relativ schnell und einfach legen, hat eine ausreichend lange Haltbarkeit und ist somit die beste Amalgamalternative für Milchzähne. Ein weiteres Plus: Kompomer-Füllungen werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Zahnärzte empfehlen z. B.„Compoglass“. Kleiner Tipp: Kompomere gibt es inzwischen sogar in bunt und mit Glitzer!

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