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Zahnpflege, Zähneputzen

Zahnpflege: Richtig Zähneputzen von Anfang an!

Zahnpflege für Kinder

Zähneputzen ist bei den Kleinen oft weniger beliebt, doch lohnt es sich, Ihr Kind immer wieder spielerisch an die Zahnpflege heranzuführen. Auf Druck und Zwang sollten Sie dabei aber unbedingt verzichten, um Ihrem Sprössling das Putzen nicht von vornherein zu verleiden. Es ist wichtig, dass Ihrem Kind das Zähneputzen mit der Zeit zu einer festen Gewohnheit wird, so wie etwa das Händewaschen. Mit unseren Empfehlungen sieht Ihr Kind den Zahnarzt wirklich nur zur Kontrolle. 

Expertenrat von 

So gewöhnen Sie Ihr Baby an die Zahnpflege

Schauen Sie Ihrem Baby von Anfang an immer wieder in den Mund und befühlen Sie auch den Kieferkamm mit dem sauberen Finger. So können Sie die Veränderungen im Mund beim Durchbruch der Zähne sehen und tasten, und Ihr Kind gewöhnt sich gleichzeitig an die Mundpflege. Sobald Ihr Baby anfängt, Dinge in den Mund zu stecken, geben Sie ihm eine kleine, weiche Zahnbürste zum Spielen, Lutschen und Kauen: So lernt es die Zahnbürste mit allen Sinnen kennen, es „begreift“ sie. Die Zahnpflege wird so auf spielerische Weise in der so genannten oralen Phase Ihres Kindes mit Lust und Freude verknüpft. Dadurch wird der Grundstein für das lebenslange Zahnpflege-Ritual gelegt. Achtung: Bitte behalten Sie Ihr Kind dabei immer im Auge, damit es sich nicht verletzt, weil es die Zahnbürste zu tief in den Mund steckt

Mein Tipp:

Damit die Zahnbürste nicht zur Keimschleuder wird, sollten Sie sie nach dem Spielen mit heißem Wasser auswaschen und zum Trocknen aufrecht in einen Becher stellen. Einmal wöchentlich sollten Sie die Spiel-Zahnbürste mit den Saugern/Schnullern auskochen oder in den Vaporisator geben und sterilisieren.

Richtig putzen will gelernt sein

Damit die Zähne von allen Seiten sauber werden, wird am besten nach dem KAI-Schema geputzt:

  • Zähne immer in derselben Reihenfolge (z. B. oben erst rechts, dann links, anschließend unten erst rechts, dann links) putzen, damit kein Zahn vergessen wird!
  • Auf den Kauflächen der Backenzähne darf hin- und hergebürstet werden.
  • Die Außenflächen von Schneide- und Backenzähnen werden in kreisenden Bewegungen geputzt.
  • Die Innenflächen der Zähne werden „ausgefegt“. Natürlich sind Kinder unter vier bis fünf Jahren noch nicht in der Lage, diese Bewegungen schon exakt auszuführen. Machen Sie Ihrem Kind die richtige Putztechnik aber immer wieder vor und erinnern Sie es beim Putzen daran. Auch Babys haben in den seltensten Fällen so lange Geduld, dass Sie die KAI-Technik korrekt anwenden können.

Bis zum Schulalter nachputzen

Erst mit drei Jahren können Kinder ihre Zahnbürste überhaupt richtig halten. Trainieren Sie immer wieder die KAI Zahnputztechnik:

  • Die Kleinsten schaffen oft nur das Putzen der Kauflächen.
  • Ab dem vierten Jahr sind sie geschickter und können auch die Außenflächen der Zähnchen bürsten.
  • Fünf- bis Sechsjährige sind feinmotorisch schon so geschickt, dass sie auch die Innenflächen selbstständig putzen können.

Bei Kindern unter sechs Jahren ist es grundsätzlich erforderlich, noch einmal täglich nachzuputzen, nachdem das Kind selbst geputzt hat. Die Feinmotorik (und oft auch die Geduld!) reicht bei weitem nicht aus, um jeden einzelnen Zahn so gründlich zu putzen, dass alle Beläge entfernt werden. Bewährt hat sich folgende Sprachregelung: Ihr Kind putzt oder bürstet seine Zähne, Sie hingegen wollen nur noch einmal nachpolieren. Damit vermeiden Sie, dass Ihr Kind das Gefühl bekommt, es müsse beim Putzen mit Ihnen konkurrieren.

Wenn Ihr Baby oder Kleinkind beim Putzen streikt

Auch wenn Sie ganz sorgsam an die tägliche Zahnpflege Ihres Nachwuchses denken, kann es vorkommen, dass Ihr Baby oder Kleinkind in den Streik tritt. Es mag den Mund nicht aufmachen oder zumindest nicht so lange, dass Sie alle vorhandenen Zähnchen putzen könnten. Versuchen Sie es immer erst einmal spielerisch mit den Tipps für Zahnputzmuffel auf Seite 14. Kommen Sie trotz allem nicht weiter, versuchen Sie es mit diesem Ersatzprogramm:

  • Besprechen Sie mit Ihrem Zahn- oder Kinderarzt, ob in diesem Fall nicht doch Fluoridtabletten sinnvoll sind.
  • Reinigen Sie alle Zähne mindestens einmal täglich, am besten abends vor dem Schlafengehen, mit einem sauberen Baumwollläppchen (z. B. Taschentuch), das Sie mit warmem Wasser angefeuchtet haben. Umfassen Sie mit dem Tuch mit Daumen und Zeigefinger jedes Zähnchen und reiben Sie leicht auf der Zahnoberfläche hin und her. So werden Vorder- und Rückseite geputzt. Von Wattestäbchen rate ich ab, da die feucht gewordene Watte vor allem bei Produkten mit Plastikschaft relativ leicht abgeht und eventuell in die Luftröhre gelangen könnte.
  • Versuchen Sie immer wieder mit der Kinderzahnbürste zu putzen. Lehnt Ihr Kind die Zahncreme ab, putzen Sie anfangs nur mit Wasser.

Das richtige „Handwerkszeug“

Es gibt inzwischen eine große Auswahl an geeigneten Kinderzahnbürsten mit kleinem, abgerundetem Bürstenkopf (unter 2 Zentimeter) und planem (= ebenem) Bürstenfeld. Die Kunststoffborsten sollten kurz und an den Spitzen abgerundet sein. Der Griff sollte für Kinderhände etwas dicker und möglichst rutschfest sein, sodass er gut im Faustgriff umfasst werden kann. Außerdem sollte er so lang sein, dass Sie anfangs „mitputzen“ können. Praktisch ist ein speziell markiertes farbiges Bürstenfeld, das bei der Dosierung der Zahnpasta hilft. Ab dem Vorschulalter dürfen die Borsten an der Spitze des Bürstenfeldes etwas länger sein, damit auch die neu durchgebrochenen bleibenden Backenzähne gut erreicht werden. Ab dem Schulalter sind unterschiedliche Borstentypen sinnvoll: lange für die Zahnzwischenräume, weiche für die Massage des Zahnfleisches und an der Spitze schräg stehende Borsten zur Reinigung schwer erreichbarer Stellen im Mund (Backenzähne!). Ergonomisch und an jedes Lebensalter hervorragend angepasst sind die Zahnbürsten Oral-B Stages 1 bis 4 oder die elmex Lernzahnbürste (ab dem ersten Zahn) bzw. die elmex Kinderzahnbürste (ab drei Jahren). Besonders empfehlenswert ist auch die Aronal ökodent Wechselkopfzahnbürste.

Kleines Bürstenpflege-Einmaleins

  • Wechseln Sie die Zahnbürste alle zwei bis drei Monate aus. Sind die Borsten verklebt oder stehen durch kräftiges Herumkauen in alle Richtungen, ist schon früher eine neue Bürste fällig.
  • Nach dem Putzen sollten Sie die Bürste gründlich unter warmem Wasser reinigen. Schütteln Sie sie anschließend aus und stellen Sie sie mit dem Bürstenkopf nach oben in den Zahnputzbecher, damit sie gut trocknen kann.
  • Für zusätzliche Hygiene sorgt ein gelegentliches „Bad“ der Zahnbürste in etwas Mundspüllösung (danach Bürste gut auswaschen!). 
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