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Mutter misst bei ihrem Kind Fieber
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Die besten Geheimtipps gegen Erkältungen

Omas vergessene Hausmittel

Auch wenn der Winter vorbei ist, halten rote Kindernasen wieder Einzug in Familien und Kindergärten. Nächtliche Hustenattacken rauben den Eltern den Schlaf. Einige der besten Hausmittelrezepte, mit denen Sie das Immunsystem Ihres Kindes stärken und Erkältungen behandeln können, verrate ich Ihnen hier. Die Zubereitung ist einfach und erfordert keinen großen Zeitaufwand. Kinder müssen noch viel lernen. Auch ihr Immunsystem befindet sich noch in der Ausbildung. Zehn bis zwölf Erkältungen im Jahr gelten bei Vorschulkindern als normal. Die Erfahrung in der Naturheilkunde zeigt, dass die alten Hausmittel aus Großmutters Zeiten vor allzu häufigen Erkältungen schützen und den Verlauf von Infekten mildern können. Bei Kindern angewandt, sorgen sie außerdem dafür, dass sich Ihr Sprössling ganz besonders umsorgt fühlt – vielleicht wird er so auch noch ein kleines bisschen schneller gesund.  

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Diese Hausmittel helfen gegen Erkältungen

Mit diesen Hausmitteln können Sie gegen Erkältungen bei Ihrem Kind vorbeugen oder eine beginnende Erkältung in Schach halten.

Wechsel-Armbad (ab dem ersten Lebensjahr)

Wirkung:

Stärkt das Immunsystem und wirkt gegen beginnende Erkältungen; gut auch bei Erschöpfung, z. B. als Ruhepause nach Kindergarten oder Schule. Vorsicht: Nicht kurz vor dem Schlafen anwenden!

So geht’s:

Füllen Sie ein Waschbecken mit Wasser (36 bis 38 °C, mit Badethermometer kontrollieren) und stellen Sie noch ein zweites Gefäß mit kaltem Wasser (bis maximal 18 °C) bereit. Lassen Sie Ihr Kind nun die Hände und Arme (bis Oberarmmitte) nacheinander ins warme und dann ins kalte Wasser eintauchen.

Ablauf:

3 bis 5 Minuten warm, dann etwa 10 Sekunden kalt, dann wieder 5 Minuten warm, zum Abschluss 10 bis 15 Sekunden kalt (bei kleinen Kindern können Sie die Zeiten auch abkürzen). Anschließend einen warmen Pulli über die Arme ziehen und möglichst 15 bis 30 Minuten ruhen.

Variante:

Auch als Wechsel-Fußbad geeignet. Hierzu zwei Fußbadewannen oder Eimer vor einen Stuhl stellen und genau wie beim Armbad verfahren. Die Beine bis zu den Waden ins Wasser eintauchen.

Mögliche Zusätze zum Wasser:

1 bis 2 Tropfen Lavendelöl; 2 bis 3 Esslöffel Meersalz, bei Husten: 1 bis 2 Tropfen Thymianöl

Zwiebelsocken (ab 6 Monaten)

Bei diesem Zwiebelwickel wirken die ätherischen Öle der Zwiebel auf die Organ-Reflexzonen an den Füßen. Besonders viel Spaß macht Kindern dieser Wickel, wenn Sie vorher mit Farbstiften kleine Gesichter auf die Zehen malen.

Wirkung:

Hilft hervorragend bei beginnenden Erkältungen, Fieber sowie Ohren- und Zahnungsschmerzen.

So geht’s:

Schälen Sie 1 bis 2 Zwiebeln, und schneiden Sie sie in 0,5 bis 1 cm dicke Scheiben. Anschließend auf einem umgedrehten Topfdeckel über Wasserdampf erwärmen. Legen Sie nun, während Ihr Kind auf dem Rücken liegt, die warmen Zwiebelscheiben auf die Fußsohlen Ihres Kindes (Zehen frei lassen). Anschließend mit Watte oder Heilwolle bedecken und mit einer Mullbinde fixieren. Warme Wollsocken überziehen und das Kind einige Schritte auf den Zwiebeln laufen lassen. Danach mit einer Wärmflasche ins Bett.

Dauer:

1 bis 2 Stunden oder über Nacht (aber nur so lange, wie das Kind mag!)

Variante:

Fußsohlen mit einer saftigen Zwiebel einreiben und danach mit Watte oder Heilwolle sowie warmen Socken bedecken.

Nasendusche (ab dem Vorschulalter)

Ein sehr wirksames Hausmittel bei Schnupfen und verstopfter Nase ist eine Nasendusche. Sie benötigen dafür eine Nasenspülkanne speziell für Kinder, die Sie in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erhalten. Auch wenn die Prozedur des Nase-Spülens zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist: Die befreiende Wirkung wird Ihr Kind schnell überzeugen. Zwingen Sie Ihr Kind aber keinesfalls, wenn es gar nicht möchte!

Wirkung:

(bei Schnupfen und Nebenhöhlenentzündung) Spült die oberen Atemwege und befreit die Nase.

So geht’s:

1/2 Teelöffel Salz in der mit lauwarmem Wasser gefüllten Kanne auflösen. Anschließend die Lösung über dem Waschbecken nacheinander durch beide Nasenlöcher laufen lassen. Ihr Kind muss dazu den Kopf schräg halten und durch den Mund atmen. „Duschen Sie solange“, bis der festsitzende Schleim durch die Nase abgelaufen ist und nur noch klares Wasser kommt.

Variante:

Manche Kinder, die die Nasendusche ablehnen, kommen besser zurecht mit dem „Nasenschnupfen“: Geben Sie hierzu das Salzwasser in die hohle Hand. Halten Sie Ihrem Kind ein Nasenloch zu, während es das Wasser durch das andere Nasenloch hochzieht.

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