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Homöopathische Pflanzen in Medikamentendosierung
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Die 15 wichtigsten homöopathischen Mittel für Ihre Hausapotheke Teil 2

Übersichtstabelle

In den folgenden Tabellen finden Sie eine Beschreibung der wichtigsten Eigenschaften und Anwendungsgebiete jedes der oben genannten Arzneimittel. Bevor Sie Ihrem Kind ein Mittel verabreichen, sollten Sie diese Eigenschaften und typischen Symptome genau mit den Symptomen, die Sie bei Ihrem Kind beobachten, vergleichen. Wählen Sie das Mittel, das dem Krankheitsbild am ähnlichsten ist, und beobachten Sie sehr sorgfältig den weiteren Krankheitsverlauf. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

7. Cantharis (Spanische Fliege)

Allgemeines

Cantharis ist das wichtigste Notfallmittel bei Verbrennungen und Verbrühungen – es sollte daher in keinem Haushalt mit Kindern fehlen.

bewährt bei

  • leichten und mittleren Verbrennungen
  • Hautausschlägen mit Blasenbildung
  • Sonnenbrand

typische Symptome

  • starke, brennende, schneidende oder stechende Schmerzen
  • lautes Weinen und Schreien bei Schmerzen
  • Blasenbildung und starke Rötung bei Verbrennungen
  • Abneigung gegen Getränke trotz Durst

mögliche Auslöser

Verbrennung, Verbrühung

8. Chamomilla (Kamille)

Allgemeines

Chamomilla wird sehr häufig bei Zahnungsbeschwerden, aber auch bei starken Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Entscheidend für die Mittelwahl ist die Stimmung des Kindes: Extrem schmerzempfindlich und wütend, verleiht es seinem Leid durch lautes, ununterbrochenes Schreien Ausdruck.

bewährt bei

  • Zahnschmerzen, Zahnungsbeschwerden, begleitet von Durchfall
  • Koliken, Krämpfe
  • Durchfall
  • Fieber
  • Mittelohrentzündung

typische Symptome

  • ununterbrochenes, lautes Schreien oder Jammern, beruhigt sich nur durch Herumtragen
  • extreme Schmerzempfindlichkeit
  • will nicht angesehen oder angesprochen werden
  • grasgrüner Durchfall, riecht sauer oder nach faulen Eiern
  • hohes Fieber mit Schweiß am Kopf
  • eine Wange rot, eine blass
  • heftige, stechende Schmerzen (z. B. Ohrenschmerzen)

mögliche Auslöser

Ärger, Tadel, Zorn

9. Cocculus (Kockelskörner)

Allgemeines

Kockelskörner sind die getrockneten Früchte des CocculusStrauchs. Das Mittel hat sich unter anderem zur Behandlung von Reisekrankheit und Schwindel bewährt.

bewährt bei

  • Reisekrankheit
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Schlafstörungen

typische Symptome

  • Schwindel mit Übelkeit und Herzklopfen
  • Schwäche nach Kummer, Sorgen, Enttäuschungen oder lange andauernder nervlicher Anspannung
  • Kind wirkt ängstlich und schwach (zu schwach zum Stehen und Sprechen, kann kaum den Kopf geradehalten)
  • schon der Gedanke oder das Riechen von Essen verursacht starke Übelkeit

mögliche Auslöser

Reise, Sorgen, Kummer, Schlafmangel

10. Euphrasia (Augentrost)

Allgemeines

Euphrasia gilt als das „Arnica der Augen“. Bei Augenbeschwerden mit allergischem oder infektiösem Hintergrund, aber auch nach einer Verletzung des Auges sollten Sie es immer in Betracht ziehen. Entscheidend für das Mittel sind die beißenden Tränen und das milde Nasensekret.

bewährt bei

  • Bindehautentzündung
  • Schnupfen, Husten
  • Augenverletzungen

typische Symptome

  • reichliche scharfe, beißende Tränen
  • die Augen sind stark gerötet
  • milder Schnupfen
  • ausgeprägte Lichtempfindlichkeit
  • Husten nur tagsüber, hört beim Hinlegen und nachts auf

mögliche Auslöser

Wind, kalte Zugluft, Heuschnupfen, Rauch, Verletzung

11. Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)

Allgemeines

Ferrum phosphoricum ist in erster Linie eine Arznei, die bei beginnenden fieberhaften Infekten zum Einsatz kommt. Auffallend ist, dass viele Kinder trotz hohem Fieber noch gut gelaunt sind und spielen.

bewährt bei

  • Fieber
  • Blutungsneigung
  • Mittelohrentzündung
  • Blutarmut
  • akute Infekte der oberen und unteren Luftwege

typische Symptome

  • rasch einsetzendes Fieber, selten über 40 Grad hinaus
  • Fieberverlauf und Schmerzen treten wellenförmig auf
  • Gesicht abwechselnd blass oder rot
  • trockener, hackender Husten mit Schmerzen in der Brust
  • schneller, schwacher Puls ò trotz hohem Fieber spielt das Kind gut gelaunt
  • Nasenbluten bei Erkältungen

mögliche Auslöser

  • Entzündung oder Erkältung
  • kalte Luft
  • Zahnung

12. Ipecacuanha (Brechwurzel)

Allgemeines

Die Wurzel des Brechwurzes (Ipecacuanha) gilt in der Schulmedizin als Brechmittel bei Vergiftungen. Homöopathisch wird es bei starker Übelkeit und Brechreiz angewendet. Auch bei Husten mit anschließendem Würgen kann es angezeigt sein.

bewährt bei

  • Brechdurchfall
  • Übelkeit
  • Husten mit Erbrechen
  • Atemwegsinfekten
  • Migräne

typische Symptome

  • starke anhaltende Übelkeit, nicht besser nach Erbrechen
  • heftiges, krampfartiges Erbrechen
  • erstickende Hustenanfälle mit Würgen und Erbrechen von Schleim
  • lockeres Rasseln auf der Brust ohne Auswurf
  • Zunge sauber, rot ohne Belag
  • Kind weint, schreit und ist schwer zufrieden zu stellen

mögliche Auslöser

Hitze, Feuchtigkeit, feuchtes Wetter, überempfindliche Bronchien

13. Ledum (Sumpfporst)

Allgemeines Ledum

ist ein häufiges Mittel bei Insektenstichen, Tierbissen sowie bei Schnitt-, Schürf- und Stichverletzungen. Auch nach Verstauchungen und Zerrungen mit eher mäßiger Schwellung und bläulicher Verfärbung kann es gute Dienste tun.

bewährt bei

  • wichtiges Verletzungsmittel
  • Schnitt-, Stich- und Bisswunden
  • Verletzung von Muskeln, Bändern, Sehnen und Gelenken

typische Symptome

  • betroffene Stelle fühlt sich kalt an, ist nur mäßig geschwollen und blau-violett verfärbt
  • starker Juckreiz, durch Kratzen noch verstärkt
  • Verletzungen, die sich entzündet haben und eitern

mögliche Auslöser

Biss- oder Stichverletzungen

14. Nux vomica (Brechnuss)

Allgemeines

Nux vomica gilt in der Homöopathie als das klassische „Katermittel“ bei Beschwerden, die durch Genussmittel verursacht wurden. Bei Kindern kann es nach übermäßigem oder Durcheinanderessen, z. B. nach einem Kindergeburtstag, angezeigt sein. Nux vomica kommt aber auch häufig bei Erkältungskrankheiten und krampfartigen Bauchschmerzen zum Einsatz.

bewährt bei

  • Magenverstimmung nach Überessen
  • Erkältungen mit Schnupfen und verstopfter Nase
  • krampfartigen Bauchschmerzen und Koliken
  • anhaltender Verstopfung
  • Zahnschmerzen und Zahnungsbeschwerden

typische Symptome

  • Reizbarkeit und Jähzorn mit heftigen Wutanfällen, Ärger, Ungeduld
  • überempfindlich gegen Lärm, Licht, Geräusche und Berührung
  • Magenverstimmung mit Übelkeit, saurem Aufstoßen, Würgen und Erbrechen (mit vergeblichem Drang zu erbrechen)
  • krampfartige, stechende Bauchschmerzen
  • Schnupfen mit verstopfter Nase nachts, ein Nasenloch ist abwechselnd immer zu; tagsüber triefende Nase
  • chronische Verstopfung mit häufigem vergeblichen Stuhlgang
  • Zahn- und Zahnungsbeschwerden mit äußerster Reizbarkeit und Empfindlichkeit, Besserung durch Wärme

mögliche Auslöser

  • Kälte
  • Zugluft
  • Überessen
  • Schlafmangel
  • Ärger

15. Pulsatilla pratensis (Küchenschelle)

Allgemeines

Pulsatilla ist ein wichtiges Kindermittel und passt zu Kindern, die weinend und quengelnd nach Zuwendung und Trost verlangen. Es hilft bei Grippe, Erkältung und diversen Entzündungszuständen (Ohren, Augen, Bronchien), die typischerweise mit einem milden, gelben Sekret einhergehen.

bewährt bei

  • Erkältung und Grippe
  • Bindehautentzündung
  • Ohrenschmerzen/Mittelohrentzündung
  • chronischer Schnupfen mit ständiger „Rotznase“
  • Husten und Bronchitis
  • Zahnschmerzen
  • Bauchschmerzen und Erbrechen
  • Windpocken

typische Symptome

  • Kind ist ängstlich, weinerlich, empfindlich und braucht viel Trost
  • schnell wechselnde Laune und Symptome                                                                           
  • verträgt keine warmen, geschlossenen Räume, braucht immer frische Luft
  • hat keinen Durst und will nicht trinken
  • Entzündungen mit dickem, mildem, gelb-grünlichem Sekret
  • Husten, schlimmer im Liegen, hindert das Kind am Schlaf
  • verträgt keine fetten Speisen (Butter, Eiscreme, Schweinefleisch)
  • die Beschwerden sind nachts (abends bis Mitternacht) am schlimmsten

mögliche Auslöser

  • kaltes Wetter
  • Unterkühlung
  • nasse Füße

 

 

 

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