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homöopathische Arzneimittel
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Einmaleins der homöopathischen Selbstbehandlung

So behandeln Sie Ihr Kind richtig

Sie möchten Ihr Kind zu Hause mit Homöopathie selbst behandeln und ihm dadurch schädliche Medikamente ersparen? Doch wie finden Sie das richtige Arzneimittel? Wie sollten Sie bei der Dosierung verfahren? Antworten auf diese und andere wichtige Fragen finden Sie hier. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Im Gegensatz zur Schulmedizin wird in der Homöopathie nicht die Krankheit oder das einzelne Symptom (z. B. „Fieber“ oder „Bauchschmerzen“) behandelt, sondern das kranke Kind. Das gilt ganz besonders für die homöopathische Konstitutionstherapie, die zur Heilung von chronischen Erkrankungen eingesetzt wird. Sie sollte von einem erfahrenen Homöopathen durchgeführt werden. Er erfragt alle Wesenszüge und Krankheitssymptome des Kindes genau und bestimmt auf diese Weise ein individuell für Ihr Kind passendes Arzneimittel. Wird das richtige Mittel gefunden, wirkt diese Behandlung sehr tief auf körperlicher und seelischer Ebene und ist häufig wegweisend für die weitere Entwicklung des Kindes.

Welche Beschwerden kann ich bei meinem Kind selbst behandeln?

Für die Selbstbehandlung zu Hause eignen sich in erster Linie leichtere Beschwerden und akute Erkrankungen wie etwa ein fieberhafter Infekt und plötzlich auftretende Schmerzen oder Verletzungen. Hierbei verwendet man bestimmte Arzneimittel, die sich bei Kindern besonders bewährt haben. Auch bei dieser Art von Behandlung ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie nicht nur ein einzelnes Symptom behandeln, sondern die Gesamtheit der Symptome und Veränderungen, die Sie bei Ihrem kranken Kind beobachten, berücksichtigen.

  • Die Grenzen der Selbstbehandlung
  • Suchen Sie bitte einen Arzt oder Homöopathen auf, wenn Ihr Kind
  • heftige Schmerzen hat,
  • hohes Fieber hat (über 39,5 Grad),
  • anhaltenden Durchfall hat,
  • sich häufig übergibt (oder wenn
  • die Beschwerden länger andauern),
  • in einem schlechten Allgemeinzustand ist,
  • noch sehr klein ist (unter ein Jahr)
  • von dem homöopathischen Mittel keine Besserung erfährt und gegebenenfalls auch ein zweites Mittel nicht hilft,
  • unter Symptomen leidet, die sich verschlimmern,
  • in einem Zustand ist, der Ihnen Sorgen bereitet.

Wie finde ich das passende Arzneimittel?

Ihr Kind plappert sonst den ganzen Tag und liegt jetzt, da es krank ist, ganz still im Bett und möchte in Ruhe gelassen werden? Oder es spielt fröhlich vor sich hin, obwohl das Fieberthermometer 39 Grad anzeigt? Sie als Eltern bemerken meist sehr schnell, wenn bei Ihrem Kind irgendetwas anders ist als sonst, denn die meisten Eltern beobachten ihre Kinder sehr genau. Diese Beobachtungen – alles, was Ihnen anders und ungewöhnlich erscheint – sind in der Homöopathie von großer Bedeutung. Das richtige Arzneimittel zu finden, das möglichst genau zu den aktuellen Beschwerden Ihres Kindes passt, ist für den Erfolg der Behandlung enorm wichtig. Dieser Zusammenhang kann nicht oft genug betont werden. Wirkt ein homöopathisches Mittel nicht, ist der Grund meist hier zu finden. Es gibt eben nicht „das“ Mittel gegen Bauchschmerzen oder Schlafprobleme, sondern immer nur das Mittel, das den Beschwerden Ihres Kindes am ähnlichsten ist.

Stellen Sie sich daher folgende Fragen:

  • Hat Ihr Kind Schmerzen? Wo? Wie lassen sie sich beschreiben?
  • Welche weiteren körperlichen Symptome beobachten Sie?
  • Wodurch verbessert/verschlechtert sich das Krankheitsbild?
  • Wie sind sein Durst und sein Appetit? Nach welchen Getränken bzw. Speisen verlangt es?
  • Wie ist die Stimmung Ihres Kindes?
  • Wobei verhält sich Ihr Kind anders, als wenn es gesund ist?
  • Wie hat sich die Krankheit entwickelt?
  • Gibt es einen Auslöser?

Welche Potenzen eignen sich für die homöopathische Hausapotheke?

Grundsätzlich ist es in der Homöopathie wichtiger, die richtige Arznei auszuwählen als eine bestimmte Potenz. Für die Selbstbehandlung zu Hause und bei Akuterkrankungen haben sich die tiefen und mittleren Potenzen (D6/C6 und D12/C12) sehr gut bewährt. Wenn Sie bereits mehr Erfahrung im Umgang mit homöopathischen Mitteln haben oder ein Mittel bei Ihrem Kind schon mal gut gewirkt hat, können Sie auch die Potenz D30/C30 einsetzen. Alle darüber hinaus gehenden Potenzstufen eignen sich nicht für die Selbstbehandlung und sollten von einem Homöopathen verabreicht werden. 

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