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Fit ins neue Schuljahr: So kann Ihr Kind die Ferien sinnvoll nutzen

Lern- und Arbeitstechniken

Die schönste Zeit im Jahr sind für die meisten Schüler sicher die Sommerferien. Sechs lange Wochen bei sonnigem Wetter einfach mal die Schule vergessen und die Seele baumeln lassen: Wer findet das nicht grandios?! Zum Leid einiger Schüler sind allerdings manche Eltern der Meinung, dass sechs Wochen ausnahmsloses „Chillen“ dem pubertierenden Gehirn und auch den Schulnoten nicht besonders guttut. Lesen Sie in diesem Beitrag, unter welchen Voraussetzungen Lernen in den Ferien sinnvoll sein bzw. was Ihr Kind tun kann, um sich schon in den Ferien auf das kommende Schuljahr einzustimmen.  

Expertenrat von 

Zunächst muss man sagen, dass sowohl die Befürworter als auch die Gegner des Lernens in den Ferien jeweils nachvollziehbare Argumente anführen.

So vertreten die Befürworter die Ansicht, dass

  • das Beibehalten des gewohnten Lernrhythmus,
  • das Trainieren der Selbstdisziplin,
  • das Schließen vorhandener Lernlücken und
  • das sichere Abspeichern des Lernstoffs durch regelmäßige Wiederholung

auch während der Ferien wichtig sind.

Die Gegner sind hingegen der Meinung, dass

  • das uneingeschränkte Kräftetanken späterem Lernfrust vorbeugt,
  • das Entspannen zu einer besseren Verarbeitung des Lernstoffs beiträgt,
  • es gerade für Pubertierende Wichtigeres als Lernen für die Schule gibt und
  • beispielsweise in Sport- oder anderen Freizeitcamps ebenfalls wichtige Fähigkeiten wie Selbstdisziplin, Selbstständigkeit und Teamgeist trainiert werden.

Die Zusammenstellung dieser Argumente zeigt, dass es möglicherweise gar nicht so einfach ist, sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden. Letztlich ist das auch nicht nötig, da es viel sinnvoller ist zu prüfen, welche dieser Argumente individuell für Ihr Kind von Bedeutung sind. Die folgenden Überlegungen sollen Sie dabei unterstützen:

Ganz wichtig: Entspannen und Erholen

Am Ende eines langen Schuljahrs benötigt Ihr Kind auf alle Fälle eine längere Pause, um neue Energie zu tanken. Vielleicht mehr noch als für die guten und erfolgreichen Schüler gilt das für diejenigen, für die das vergangene Schuljahr nicht so glücklich verlaufen ist. Jetzt gilt es erst mal Abstand zu gewinnen sowie Misserfolge und Frust zu verdauen, bevor sich mit neuer Kraft ihren Schwierigkeiten stellen. Besonders wichtig für diese Jugendlichen ist es, dass sie in den Ferien Erlebnisse sammeln, die ihr Selbstbewusstsein stärken. Ob bei den Pfadfindern, in einem Tenniscamp oder bei einem Musik-Workshop: Wo Ihr Kind Erfolgserlebnisse sammelt, ist gleichgültig, Hauptsache, es spürt, dass es etwas kann und dafür Anerkennung erntet. Denn mit einem stabileren Selbstbewusstsein lassen sich schulische Probleme besser bewältigen. Ob Ihr Kind nun die gesamten Ferien zur lernfreien Erholung nutzen kann, hängt schlicht davon ab, ob es größere Lücken schließen oder vielleicht noch Nachprüfungen bestehen muss, um das Schuljahr zu schaffen.

Unser Rat: Erst Ferien-, dann Lernzeit

Trotzdem sind freie Tage gerade am Ferienanfang wichtig. Da die Prüfungen erst einige Wochen nach Ende der Sommerferien anstehen, können Sie Ihrem Kind eine längere lernfreie Zeit gleich zu Beginn der Ferien gönnen. Ist der Energietank wieder voll, kann es losgehen.

Sinnvoll: Sortieren und Organisieren

Für die guten wie auch die weniger leistungsstarken Schüler ist es sinnvoll, rechtzeitig vor dem Schulstart eine gründliche „Inventur“ vorzunehmen. Wer Ordnung bei den Schulmaterialien hält, kann auch im Kopf den richtigen Überblick behalten.

Arbeitsmaterialien checken und ausmisten

Während der Ferien wirft kaum ein Schüler einen Blick in seine Schultasche. Zum Ende der Ferien steht das als Erstes auf dem Programm. Die letzten Pausenbrotreste hat Ihr Kind hoffentlich schon rechtzeitig entsorgt – alles andere ist jetzt an der Reihe. Alte Schulbücher wegpacken, wichtige Bücher griffbereit ins Regal stellen, alte Ordner auslehren oder wegstellen, Schreibutensilien checken und neu auffüllen etc. Das alles kann Ihr Kind prima in der Woche vor Schulbeginn erledigen.

Unser Rat: Nicht alles wegwerfen!

Nach dem Motto „Neue Runde, neues Spiel“ würde zwar mancher Schüler gerne verfahren, doch in Bezug auf die bevorstehenden Unterrichtsthemen wäre es unklug, so zu denken. Viele Inhalte aus dem letzten Schuljahr (z.B. Grammatik und Vokabeln in den Fremdsprachen, zahlreiche Themen in der Mathematik und Physik) sind Wissensgrundlagen für die folgenden Unterrichtsinhalte. Deshalb sollte Ihr Kind nicht einfach alle Arbeitsunterlagen aus dem letzten Schuljahr wegwerfen, sondern zuvor genau überlegen, welche Zettel es ganz sicher nicht mehr benötigt. Im Zweifel sollte besser der ganze Ordner erst einmal aufgehoben werden.

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