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Mörtel und heilende Kräuter
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Aus eigener Kraft: So hilft Homöopathie Ihrem Kind bei Erkältungen

Homöopathie hilft!

Homöopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode. Sie behandelt nicht nur Symptome, sondern den ganzen Menschen. Homöopathische Arznei mittel helfen dem Körper Ihres Kindes dabei, aus eigener Kraft gesund zu werden. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Bei einer Erkältung bewirkt die Homöopathie:

  • Die Symptome verlaufen leichter.
  • Der Allgemeinzustand Ihres Kindes bessert sich.
  • Komplikationen wie z. B. Mandel oder Mittelohrentzündung heilen ab oder bleiben aus.
  • Die Erkältung klingt schneller ab.
  • Das Immunsystem wird gestärkt, sodass Ihr Kind nicht so schnell wieder krank wird.
  • Das Kind wird in seiner Entwicklung unterstützt.

So wählen Sie das richtige Arzneimittel

Anna hat starken Husten. Im Kindergarten geht wieder mal eine Erkältung um, und jetzt hat es sie wohl auch erwischt. Ihre Mutter kommt mit ihr in meine Praxis. Das Mittel, das ich Anna verordne, wirkt schnell, und schon nach zwei Tagen kann sie wieder in die Kita gehen. „Was hast du Anna gegeben?“ fragt eine Freundin Annas Mutter. Ihren Sohn Max hat es jetzt auch erwischt. „Pulsatilla“, sagt Annas Mutter. „Das hat super geholfen.“ Also gibt die Mutter ihrem Sohn Max auch Pulsatilla. Doch es hilft überhaupt nicht. Wie kann das sein? Anders als in der Schulmedizin gibt es in der Homöopathie nicht „das“ Mittel für eine Erkrankung. Ein homöopathisches Arzneimittel muss immer individuell ausgewählt werden. Dabei spielt nicht nur das Symptom selbst (z. B. der Husten), sondern auch die gesamte Verfassung (Stimmung, Durst, Frieren oder Schwitzen, Schmerzen) Ihres Kindes eine entscheidende Rolle. Es kann also sein, dass drei Kinder mit Husten drei unterschiedliche Mittel brauchen. Max beispielsweise brauchte bei seiner Erkältung Gelsemium. Und auch er war danach schnell wieder auf den Beinen.

Grundsätzlich gilt:

Gehen Sie bei der Auswahl eines homöopathischen Mittels sehr sorgfältig vor. Beobachten Sie Ihr Kind genau, und vergleichen Sie Ihre Beobachtungen mit den Beschreibungen in diesem Heft.

  • Geben Sie grundsätzlich nur ein Mittel.
  • Hilft dieses Mittel auch nach einem Tag nicht, versuchen Sie ein anderes.
  • Hilft auch das nicht, fragen Sie einen Homöopathen um Rat.

So wählen Sie die richtige Potenz

„Welche Potenz brauchen Sie?“ Wenn Sie in der Apotheke ein homöopathisches Mittel kaufen wollen, wird man Ihnen diese Frage stellen. Die Potenz gibt den Verdünnungsgrad eines Arzneimittels an. Je höher die Potenz, desto stärker wurde die Ursprungssubstanz verdünnt. Für Ihre Hausapotheke am besten geeignet sind die Potenzen C6, D6, C12 und D12. Wenn Sie schon etwas Erfahrung mit der Homöopathie haben, können Sie auch die Potenzen C30 bzw. D30 verwenden.

So wählen Sie die richtige Dosis

Beobachten Sie Ihr Kind, und passen Sie die Dosis seinem Zustand an. Auch die Art, wie Sie Ihrem Kind ein homöopathisches Mittel geben, ist unterschiedlich: Eine „Gabe“ erfolgt entweder „trocken“ (2 oder3 Globuli direkt unter die Zunge des Kindes) oder „verkleppert“. Hierbei werden zwei oder drei Globuli in einem Glas Wasser aufgelöst, verrührt und schluckweise gegeben.

Grundsätzlich gilt:

  • Je akuter der Zustand Ihres Kindes ist, desto häufiger geben Sie ihm das gewählte Mittel:
  • im Akutfall, z. B. bei hohem Fieber, alle 10 bis 15 Minuten ein Schluck (verkleppert)
  • bei Besserung die Abstände bis zum Abklingen der Beschwerden langsam vergrößern
  • bei länger anhaltenden Beschwerden 2 bis 3 Mal pro Tag 2 oder 3 Globuli (trocken), maximal 2 Wochen lang (bei C30 maximal 3 Tage)

Erklärung: Was bedeutet „Erstverschlimmerung“ in der Homöopathie?

Wenn Sie Ihrem Kind ein homöopathisches Mittel geben, kann es passieren, dass die Beschwerden für kurze Zeit sogar stärker werden. In der Homöopathie spricht man hierbei von einer „Erstverschlimmerung“ oder „Erstreaktion“. Aber keine Angst: Diese Reaktion zeigt in der Regel, dass Sie mit dem gewählten Mittel auf dem richtigen Weg sind und die Heilung einsetzt. Meist hält die Verschlechterung nur kurze Zeit an (in akuten Fällen bis zu eine Stunde), danach nehmen die Beschwerden ab. Ist das nicht der Fall, und es geht Ihrem Kind auch nach diesem Zeitraum weiter schlechter, sollten Sie ein anderes Mittel wählen.

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