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Drei Kinder die im Wald spielen
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Spielen im Freien schützt vor Kurzsichtigkeit

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Etwa jeder dritte Bundesbürger ist kurzsichtig – und die Anzahl steigt weiter. Die sogenannte Myopie greift in vielen Staaten Europas, Amerikas und ganz besonders in Südostasien stark um sich. Experten weisen jetzt darauf hin, dass der Aufenthalt im Freien Kinder davor schützt, eine Kurzsichtigkeit zu entwickeln.  

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Kurzsichtigkeit: Was ändert sich

Kurzsichtige Menschen sehen weiter entfernte Gegenstände verschwommen, nahe Dinge können sie dagegen problemlos erkennen. 

Wodurch Kurzsichtigkeit gefördert wird

Bei ihnen ist in der Regel der Augapfel zu lang. Damit ist die Entfernung von Hornhaut und Linse zu der Netzhaut größer als bei normalsichtigen Zeitgenossen. Warum bei einigen Kindern eine Kurzsichtigkeit entsteht und bei anderen nicht, wird seit vielen Jahren erforscht. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass Kinder umso seltener kurzsichtig werden, je häufiger und länger sie sich im Freien aufhalten. Experten vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen gingen nun weiter der Frage nach, welche Faktoren an der Entstehung von Kurzsichtigkeit beteiligt sind. Neben einer erblichen Veranlagung zeigten frühere Studien, dass Kinder aus gebildeten Elternhäusern, die viel lesen und sich in geschlossenen Räumen aufhalten, häufiger kurzsichtig werden. Eine weitere wichtige Rolle scheint der Faktor Tageslicht zu spielen. Die Forscher vermuten die Ursache darin, dass die Freisetzung von Dopamin in der Netzhaut durch helles Licht gefördert wird. Das verhindert das Längenwachstum des Augapfels. Untersuchungen an Tieren bestätigen diesen Zusammenhang. Für die Experten ist die Konsequenz aus diesen Forschungsergebnissen eindeutig: „Kinder sollten so viel wie möglich im Freien spielen!“ 

Mein Tipp:

Früher war das Spielen im Freien für Kinder eine Selbstverständlichkeit. Nachmittags nach der Schule ging es raus auf die Straße. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die meisten Kinder verbringen ihre Nachmittage in der Schule, zu Hause bei den Hausaufgaben und vor dem Computer oder Fernseher. Dass dieser Zustand in vielerlei Hinsicht für Kinder nicht gesund ist, kann man sich denken. Umso besser, dass es nach den Untersuchungen der Augenärzte einen Grund mehr gibt, Ihr Kind nachmittags zum Spielen nach draußen zu schicken! 

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