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Lernstoff wiederholen
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Lernstoff richtig wiederholen

Hilfreiche Tipps zum Vertiefen von Lerninhalten

Das Leben bietet so viel mehr als das Wiederholen von Lernstoff. Daher verzichtet Ihr pubertierendes Kind weitgehend auf das Wiederholen von Vokabeln oder anderen Lerninhalten. Warum Wiederholen wichtig ist und vor allem wie Ihr Kind seinen Lernstoff effektiv wiederholen kann, lesen Sie hier. 

Expertenrat von 

Auch wenn es vielleicht langweilig ist: Wiederholen ist wichtig: In vielen Fächern – insbesondere in den Fremdsprachen oder Mathematik – baut der Lernstoff schrittweise aufeinander auf. Grundsätzlich trägt Wiederholen dazu bei, dass

  • alle wichtigen Informationen sicher im Langzeitgedächtnis gespeichert werden,
  • die Lerninhalte tiefer durchdacht und so besser zueinander in Beziehung gesetzt werden,
  • das Arbeitstempo gesteigert wird, das heißt, Gelerntes schneller abgerufen werden kann,
  • mit zunehmendem Wissen auch das Interesse am Lerngegenstand wächst.

Doch Wiederholen ist nicht gleich Wiederholen. Ihr Kind kann sich das Wiederholen erleichtern, vielleicht sogar ein paar Wiederholungen dabei sparen, wenn es einige Regeln beachtet.

Regel 1: Lernstoff wiederholen auf vielfältige Weise

Je mehr Lernkanäle Ihr Kind beim Wiederholen nutzt, umso sicherer wird der Lernstoff gespeichert und umso einfacher kann es dieses Wissen später wieder abrufen. Außerdem macht das Wiederholen auf unterschiedliche Weise auch mehr Spaß. So kann sich Ihr Kind zum Beispiel auf eine Erdkundearbeit vorbereiten, indem es

  • die entsprechenden Texte im Buch und Heft dazu liest,
  • eigene stichpunktartige Zusammenfassungen schreibt, z.B. auf Karteikarten,
  • mögliche Schaubilder dazu in Heft, Buch, Internet etc. anschaut,
  • eigene Schaubilder zeichnet, z.B. Übersichts- und Detailinformationen als Mindmap,
  • die zu lernenden Informationen sich selbst, einem Freund oder Ihnen mit eigenen Worten erzählt,
  • zusammen mit Freunden lernt, die sich gegenseitig zu- und abhören, Fragen klären sowie sich mögliche Testaufgaben überlegen und gemeinsam lösen etc.

Regel 2: „Reizarme“ Erholungspausen beim Lernstoff wiederholen mache

Der bekannte Hirnforscher Gerhard Roth sagt: „Reizarme Phasen sind auch eine Voraussetzung für alles Lernen. Erst in den Stunden der Ruhe und Entspannung geht neu erlerntes Wissen problemlos vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis über.“

Das Gehirn Ihres Kindes benötigt also nicht nur Pausen zum Erholen, sondern auch um das gerade Gelernte entspannt verarbeiten und speichern zu können. Ausreichend stressfreie Zeit, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen, ist also eine Voraussetzung für erfolgreiches Lernen! Sinnvollerweise sollten diese Pausen dann gerade nicht mit „reizstarken“ Tätigkeiten, wie z.B. Computerspiele, Fernsehen etc. gefüllt werden, da dadurch die Verarbeitung des Gelernten erschwert werden könnte. Eine gute Faustregel ist: mindestens eine halbe Stunde vor und mindestens eine halbe Stunde nach dem Lernen keine Medien!

Mein Tipp: Wiederholen vor dem Schlafen
Auch wenn die neuere Forschung hier noch nicht ganz sicher ist, so scheint es doch wahrscheinlich, dass sich das Lernen unmittelbar vor dem Schlafen günstig auf die Verarbeitungsprozesse im Gehirn auswirkt. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind trotzdem entspannt einschlafen kann. Fällt ihm das schwer, sollte es diese letzte Wiederholung besser eine Zeit lang vor dem Schlafen beendet haben.

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