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Fieberkrankes Kind
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Medikamente für den Ausnahmefall

Zur Anwendung neben der Homöopathie für Kinder

Die meisten alltäglichen Kinderbeschwerden lassen sich gut und wirksam mit natürlichen Heilmitteln behandeln. Und doch gibt es im Alltag mit Kindern Situationen, in denen die gewählten Naturheilmittel nicht die erforderliche Wirkung zeigen. Lesen Sie hier, welche Medikamente Sie Ihrem Kind in Ausnahmefällen guten Gewissens geben können.  

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Fieber ist ein gesunder Abwehrmechanismus des Körpers und sollte deshalb generell nicht zu früh mit Medikamenten gesenkt werden. Zur Unterstützung bei einem fieberhaften Infekt eignen sich Homöopathie und andere Naturheilmittel. Aus eigener Erfahrung mit meinen Kindern weiß ich aber, dass es Situationen gibt, in denen man froh ist, ein Fieberzäpfchen zur Hand zu haben. Auch wenn Ihr Kind Schmerzen hat, ist ein schmerzstillendes Medikament in einigen Fällen sinnvoll.

Medikamente bei Husten: Pflanzlich schlägt chemisch

Bei Husten unterscheidet man trockenen Reizhusten und lockeren Husten mit Auswurf. Lästiger Reizhusten lässt sich mit hustenstillenden Medikamenten unterdrücken – diese wirken aber häufig stark auf den Gesamtorganismus des Kindes und sollten daher nur von einem Kinderarzt verschrieben werden. Lockeren produktiven Husten sollten Sie bei Ihrem Kind nicht mit Medikamenten unterdrücken, sondern das Abhusten mit schleimlösenden Mitteln unterstützen. Pflanzliche Wirkstoffe wie Efeu oder Thymian sind hier meiner Erfahrung nach den chemischen schleimlösenden Hustenmitteln überlegen.

Medikamente bei Schnupfen: Abschwellende Nasensprays, aber nicht zu lange!

Rein medizinisch gesehen besteht bei einer Schwellung der Nasenschleimhaut auch immer das vergrößerte Risiko einer Mittelohrentzündung. Daher ist es sinnvoll, der Schwellung mit Nasentropfen oder -sprays entgegenzuwirken. Wirken natürliche Mittel wie Meersalzspray oder Muttermilch bei Säuglingen nicht ausreichend, empfehle ich abschwellende Nasentropfen oder -sprays. Allerdings sollten Sie diese nicht länger als höchstens eine Woche verwenden!

Medikamente gegen Allergien: Nur aus der „2. Generation“

Bei stärkeren Allergien sollten Sie grundsätzlich den Kinderarzt einschalten und die Behandlung mit ihm gemeinsam angehen. Für Kinder, die zu Allergien neigen, empfehle ich für leichte bis mittlere gelegentliche „Allergie-Attacken“ ein Allergie-Medikament aus der sogenannten „2. Generation“ (neue und verbesserte Medikamente gegen Allergien) mit dem Wirkstoff Ceterizin oder – in Ausnahmefällen – Loratadin.

Mein Tipp für die Gesundheit Ihres Kindes:
Ein Wirkstoff genügt! Wenn Sie Ihrem Kind chemische Medikamente geben, achten Sie darauf, dass sie möglichst nur einen Wirkstoff enthalten. Diese sogenannten Monopräparate sind für Kinder wesentlich besser geeignet und verträglicher als Kombinationspräparate, in denen verschiedene Wirkstoffe teilweise auf unsinnige oder sogar schädliche Weise kombiniert werden.

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