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Pulsatilla Pflanze
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Pulsatilla: Die wichtigsten homöopathischen Mittel für Ihr Kind

natürlich gesund

Klein, zierlich, liebenswert und brav: Was für ein süßes Mädchen! Das typische Pulsatilla-Kind erobert schnell die Herzen der Erwachsenen. Doch es kann auch sehr weinerlich sein und hängt mitunter ständig am Rockzipfel der Mutter. Das homöopathische Mittel Pulsatilla wird häufig als Konstitutionsmittel verwendet, doch es hilft auch im Akutfall bei vielen Beschwerden. Lesen Sie hier, in welchen Fällen Sie Pulsatilla bei Ihrem Kind sinnvoll einsetzen können und was es bei ihm bewirken kann.  

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Das Gefühl, geliebt zu werden, ist für jedes Kind wichtig. Für ein Pulsatilla-Kind ist das Bedürfnis nach Liebe und Aufmerksamkeit vor allem von Ihnen als Mutter jedoch so groß, dass es seinen gesamten Charakter prägt. Brav tut es, was Sie von Ihm möchten, und weint und jammert, wenn Sie sich von ihm entfernen. Die Angst, verlassen zu werden, schwingt im Unterbewusstsein immer mit, auch wenn die Sorge gänzlich unbegründet ist.

Typische Pulsatilla-Kinder …

  • sind sehr emotional, und ihre Gefühle wechseln schnell
  • jammern viel und sind leicht beleidigt
  • lieben es zu kuscheln und getröstet zu werden; dann geht es ihnen gleich besser
  • sind oft sehr eifersüchtig auf kleinere Geschwister
  • verhalten sich in einer fremden Umgebung zunächst schüchtern und zögerlich
  • sind fröhlich und munter in Gesellschaft, sobald sie auftauen und Vertrauen gefasst haben
  • kümmern sich sehr fürsorglich um kleinere Kinder und lieben das Spiel mit Puppen oder „sind“ selbst gerne Baby
  • haben Angst vor dem Alleinsein, besonders abends

Auch die körperlichen Beschwerden von Pulsatilla-Kindern sind äußerst wechselhaft. Wo eben noch der Bauch wehtat, kann es im nächsten Moment schon der Kopf sein, der unerträglich schmerzt. Draußen bei frischer Luft und leichter Bewegung geht es dem Pulsatilla-Kind oft besser als im warmen Zimmer. Insgesamt verträgt es Wärme nicht sehr gut, auch keine zu warme Kleidung oder warme Speisen und Getränke. Ein Pulsatilla-Kind isst lieber frisches Essen wie Rohkost, Obst oder Salat. Von schwerem, fettem Essen wird ihm schnell übel. Auffällig ist, dass es meist sehr wenig Durst hat und Sie es regelmäßig ans Trinken erinnern müssen.

Die Anwendung von Pulsatilla

Wenn Sie das Temperament Ihres Kindes in der Beschreibung von Pulsatilla-Kindern deutlich wiedererkennen, können Sie es bei den oben beschriebenen Beschwerden mit Pulsatilla C30 behandeln. Geben Sie Ihrem Kind drei Tage nacheinander jeweils 3 bis 4 Globuli (am besten abends), und beenden Sie dann die Einnahme. Bei akuten Beschwerden sollte sich spätestens am zweiten Tag eine Besserung einstellen. Bei chronischen Leiden kann es etwas länger dauern, bis Sie eine Wirkung bemerken. Falls es zu keiner Besserung kommt und/oder die Beschwerden sehr stark sind, fragen Sie bitte Ihren Homöopathen oder den Kinderarzt um Rat. 

Mein Tipp:

Wenn Ihr Kind vom Typ her ein Pulsatilla-Kind ist, kann es mit seinem großen Liebesbedürfnis und seiner Anhänglichkeit schon mal recht anstrengend sein. Oft tritt das besonders stark hervor, wenn es krank ist. Auch wenn es älter ist, prägen seine wechselnden Stimmungen das Familienleben. Doch diese große Emotionalität, die Fähigkeit, sich auf andere Menschen einzustellen, und ihr freundliches Wesen erlebe ich bei Pulsatilla-Kindern immer wieder auch als große Bereicherung. Das homöopathische Mittel Pulsatilla hilft ihnen nicht nur bei auftretenden Beschwerden, sondern fördert auch ein stabileres emotionales Gleichgewicht und ein gesundes Selbstbewusstsein.   

Tabelle: Als Akutmittel wird Pulsatilla häufig bei folgenden Beschwerden eingesetzt

Grippe und Erkältung

Erkältungen mit Fieber als Folge von kalten und nassen Füßen

Erkältung mit eitrig-gelbem Schnupfen und Mittelohrentzündung

Ohrenschmerzen

Schmerzen vor allem nachts, mit dem Gefühl, die Ohren seien verstopft

Schwerhörigkeit nach Erkältungen

Husten

trockener Husten abends und nachts

muss sich im Bett aufsetzen

verhindert den Schlaf

lockerer Husten morgens, mit gelb-grünem Auswurf

Augenentzündung

Bindehautentzündung mit verklebten Augenlidern durch

gelb-grünes Sekret

tränenden Augen, vor allem bei Wind und kalter Luft

Magen-Darm-Beschwerden

verdorbener Magen und Übelkeit nach zu fettigen Speisen

oder Durcheinanderessen (z. B. beim Kindergeburtstag)

Durchfall nach Obst oder fetten Speisen

Menstruationsbeschwerden

Krämpfe bei jungen Mädchen in der Pubertät

Menstruation mit starken einseitigen Kopfschmerzen

Blasenentzündung

Blasenentzündung ausgelöst durch kalte Füße

häufiger, erfolgloser Harndrang mit schneidenden Schmerzen

 

 

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