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Pseudokrupp bei Kindern
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Pseudokrupp: Diese Behandlungsmöglichkeiten gibt es

Pseudokrupp richtig behandeln

Pseudokrupp, besser bekannt unter Krupp-Husten, ist eine Entzündung der oberen Atemwege im Bereich des Kehlkopfes. Er zeichnet sich durch bellenden Husten, Heiserkeit und bei einem schweren Krankheitsverlauf durch Atemnot aus. Die folgenden Behandlungsmöglichkeit lindern die Beschwerden Ihres Kindes. 

Expertenrat von 

Homöopathische Behandlung

Bitte beachten Sie unbedingt die Warnhinweise! Bei beginnendem Pseudokrupp bzw. bis zum Eintreffen des Arztes kann die Homöopathie eine wertvolle Hilfe sein.Vielfach ist Aconitum das Mittel der ersten Wahl, gefolgt von Spongia und Hepar sulfuris, falls Aconitum keine Besserung gebracht hat. Welche weiteren Mittel geeignet sein können, entnehmen Sie bitte dem Abschnitt „Homöopathische Mittel und ihre typischen Symptome“ und dem Flussdiagramm. Geben Sie das passende Mittel in der Potenz D12, 5 Globuli oder 1 Tablette im Abstand von 10 Minuten (bis zu 3-mal wiederholen). Bessern sich dadurch die Beschwerden, geben Sie das Mittel je nach Bedarf stündlich bis zweistündlich.

Schulmedizinische Behandlung

Nach dem ersten Anfall verordnet Ihnen der Arzt in der Regel verschreibungspflichtige Medikamente, die Sie bei zukünftigen Pseudokrupp-Anfällen selbst geben können. Der Nutzen einer frühen Behandlung mit Kortisonpräparaten ist wissenschaftlich erwiesen. Meist werden Kortisonzäpfchen (z. B. Rectodelt® 100) eingesetzt, die nach etwa 60 Minuten Wirkung zeigen. Nebenwirkungen treten bei einer Akutbehandlung (auch bei Gabe hoher Dosierungen) nicht auf, sondern erst bei regelmäßiger Gabe über mindestens 10 Tage. Schleimhautabschwellend wirkt auch Adrenalin (Epinephrin), das es z. B. als Infectokrupp®-Inhalationslösung zur Vernebelung mit einem Inhalator oder als Pumpspray (Zulassung beantragt, noch nicht auf dem Markt) gibt. Die genaue Handhabung erklärt Ihnen Ihr Arzt. Bitte halten Sie sich streng an dessen Vorgaben, insbesondere an die korrekte Dosierung! Bei Überdosierung können lebensbedrohliche Nebenwirkungen bis hin zum Kreislaufkollaps auftreten.

Homöopathische Mittel und ihre typischen Symptome

Aconitum: Kind schreckt aus dem Schlaf hoch (typisch: nach 24 Uhr), ist ängstlich und unruhig; plötzlicher, kurzer, bellender Husten; Heiserkeit, rauer, zugeschnürter Hals, pfeifende Einatmung, evtl. Erstickungsgefühl; Durst auf Kaltes; Fieber mit trockener Haut, Gesicht gerötet; Erkältung nach Aufenthalt in kaltem, trockenem Wind.

Belladonna: plötzlich auftretender krampfartiger Husten, trocken, bellend, mit Kratzen/Kitzeln und Engegefühl im Hals; Heiserkeit, Stimme rau, tonlos, Sprechen verschlimmert; Fieber mit feuchter Haut; Hals trocken, kein Durst, Schwierigkeiten beim Trinken; will zugedeckt sein; Erkältung durch feuchtkalte Witterung.

Cuprum metallicum: blasses, erschöpftes Kind mit krampfartigem Husten evtl. bis hin zum Erbrechen, Husten bessert sich durch kleine Schlucke kaltes Wasser; anhaltende Hustenanfälle mit Atemnot und blaurotem Gesicht; Hände und Füße eiskalt; Hustenanfälle typischerweise nach Mitternacht gegen 3.00 Uhr.

Drosera: nachts im Liegen (vor allem nach Mitternacht) trockener, bellender Husten bis hin zum Würgen oder Erbrechen, krampfartig kitzelnder Hustenreiz, Hustenanfälle werden durch Sprechen sowie kalte Speisen und Getränke ausgelöst; evtl. Erstickungsanfälle mit blau-rotem Gesicht; hält sich beim Husten den Brustkorb; tiefe, hohle, heisere Stimme; Kind schwitzt nachts stark, Schweißausbrüche im Hustenanfall.

Hepar sulfuris: Kind reizbar; Heiserkeit mit Stimmverlust; bellender, trockener, heiserer Husten, schwitzt während Hustenattacke; Hustenreiz durch Luftzug, Kälte, kalte Speisen und Getränke; Verschlechterung morgens, Aufsetzen und Kopfnach- hinten-Beugen bessert.

Phosphorus: plötzlich auftretender, harter, trockener, quälender Husten; Heiserkeit, raue Stimme bis zur Stimmlosigkeit, Kehlkopf berührungsempfindlich; brennende Schmerzen und Kitzeln im Hals; Kind erschöpft, hat Durst auf kalte Getränke; Verschlechterung durch Sprechen und kalte Luft.

Spongia: Kind ist unruhig, kann kaum sprechen, hat Angst zu ersticken; Heiserkeit, krächzende (aber nicht tiefe) Stimme,Kehle trocken, wie zugeschnürt, oft Räusperzwang; Husten trocken, bellend, abgehackt, schwere Hustenanfälle; Atmen zwischen den Hustenanfällen ist erschwert und evtl. schmerzhaft; Kehlkopf ist berührungsempfindlich; Beschwerden sind nach Aufenthalt in kaltem, trockenem Wind aufgetreten, Verschlechterung abends und nachts, Besserung durch Aufsetzen, warmes Essen und Trinken.

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