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Vitamine für Kinder

Sind Vitamintabletten für Kinder sinnvoll?

Vitaminpräparate für Kinder

Vielen Eltern setzt die Werbung den Floh ins Ohr, dass ihr Kind für ein gesundes Wachstum und Immunsystem unbedingt ein Multivitaminpräparat bräuchte. Doch ist das wahr? 

Expertenrat von 

Geschickt werben die Hersteller mit Sätzen wie „Besonders im Kindesalter ist eine ausreichende Vitaminversorgung wichtig, um ein gesundes Wachstum zu sichern“. Das stimmt zwar, nur braucht es dazu kein Vitaminpräparat!

Obst und Gemüse sind besser als Vitamintabletten für Kinder

Vitamine sind in ihrer natürlichen „Verpackung“ als Obst und Gemüse viel gesünder, denn so bekommt Ihr Kind auch wichtige Pflanzenstoffe wie etwa Carotinoide und Flavonoide, die zellschützend wirken. Da es das ganze Jahr über ein reichliches Angebot an frischen Obst- und Gemüsesorten gibt, ist bei einer ausgewogenen Ernährung kein Mangel zu befürchten.

Und wenn ein Vitaminmangel droht?

Die lieben Kleinen haben so ihre Essmarotten: „Igitt, bloß kein Gemüse!“ Deswegen wollen viele Eltern mit einem Vitaminpräparat auf Nummer sicher gehen. Doch mit dem richtigen Know-how bringen Sie auch einen kleinen Gemüsemuffel dazu, zumindest einige Gemüsesorten und Obst zu verspeisen. Wenn Ihr Kind trotz aller Bemühungen wenig und einseitig isst, sollten Sie mit dem Kinderarzt sprechen, bevor Sie ein Vitaminpräparat geben. Und falls tatsächlich ein nachgewiesener Vitaminmangel vorliegt, sollte dieser gezielt mit einem vom Arzt verordneten Präparat behoben werden.

Multivitaminpräparate für Kinder haben auch ihre Tücken

Unser Körper ist daran gewöhnt, Nährstoffe über den Tag verteilt zugeführt zu bekommen und nicht konzentriert alle auf einmal. Aus der einmal täglichen Tablette verschwinden etliche wasserlösliche Vitamine ungenützt mit dem Urin in der Toilette. Viele Vitaminpräparate enthalten außerdem Mineralstoffe. Damit gibt es neue Probleme. Manche Mineralien behindern sich gegenseitig bei der Aufnahme und Verarbeitung. Vitamin C fördert zwar die Aufnahme von Eisen. Eisen behindert jedoch die Aufnahme von Zink. Und Zink wiederum die von Kupfer. Auch Kalzium und Magnesium behindern sich gegenseitig. Die Altersempfehlung und die Zusammensetzung etlicher Vitaminpräparate für Kinder sind eher willkürlich als wissenschaftlich begründet. Von manchen Spurenelementen wie Selen und Molybdän ist noch nicht einmal der genaue tägliche Bedarf in den ersten Lebensjahren bekannt. Deshalb sind Präparate mit diesen Zusätzen für Kinder unter sieben Jahren zur Selbstbehandlung generell nicht zu empfehlen. Oft sind die Vitamine in den Präparaten überdosiert. So können sich die fettlöslichen Vitamine A und D im Körper anreichern, während Vitamin B6 bei starker Überdosierung nervenschädigend wirkt. Dabei sind bereits viele Lebensmittel, wie Frühstücksflocken oder Säfte, mit Vitaminen angereichert!

 

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