Es gibt Babys, die schon bei den ersten Gehversuchen eine sehr gute Körperkontrolle und Bewegung zeigen und sich, auch wenn sie umfallen, kaum jemals eine Beule holen, weil sie entweder auf den Po fallen oder beim seitlichen Umkippen den Kopf hoch halten. Und dann gibt es Babys, die umfallen wie ein Mehlsack und sich mit schöner Regelmäßigkeit – oft mehrmals täglich – blaue Flecken und Beulen am Kopf holen. Gehört Ihr Kind zur letztgenannten Gruppe, empfiehlt es sich, immer einen Eisbeutel im Kühlschrank und Arnica D4 oder D6 in der homöopathischen Hausapotheke zu haben. Bei Stürzen geben Sie dreimal im Abstand von etwa 10 Minuten eine Tablette oder 5 Globuli Arnica, um ausgedehnte blaue Flecken und große Beulen zu verhindern.
Bewegung schon beim Baby fördern
Bereits das Ungeborene im Mutterleib trainiert Muskeln und Koordination, indem es sich gezielt bewegt – es kann z. B. schon den Daumen in den Mund stecken und daran saugen. Nach der Geburt gibt der Muskeltonus („Muskelspannung“) des Neugeborenen erste Hinweise, ob eine Störung vorliegen könnte. Ist ein Baby auffallend schlaff und kraftlos oder aber, im Gegenteil, besonders steif und verkrampft, muss immer eine eingehende Untersuchung erfolgen. Im ersten Lebensjahr verläuft die Entwicklung Ihres Babys rasant, deshalb sollten Sie unbedingt alle Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen, damit eine etwaige Entwicklungsverzögerung schnellstmöglich erkannt und z. B. durch Krankengymnastik therapiert werden kann.
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Mein Tipp: |
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Legen Sie Ihr Baby im ersten Lebenshalbjahr nicht zu oft in die Babywippe (und zu Hause bitte nie zur „Aufbewahrung“ in den Autokindersitz!), sondern besser auf eine feste Unterlage (natürlich mit Krabbel- oder Wolldecke drunter als Kälteschutz), damit es sich frei bewegen und abstützen kann. Nur so kann es die erforderliche Muskelkraft entwickeln, die es zur späteren Bewegung braucht! |
Krabbeln – eine wichtige Bewegung für die Entwicklung Ihres Kindes
Säuglinge, die das Krabbeln einfach überspringen und bereits mit 9 oder 10 Monaten an den Möbeln entlanggehen, sind gar nicht selten. Wenn ein Kind nicht krabbelt, so sehen das die meisten Kinderärzte als normal an. Fragt man jedoch Eltern von Kindern mit Bewegungsstörungen (gestörte Koordination oder Feinmotorik), ob ihr Kind gekrabbelt sei, so lautet die Antwort überdurchschnittlich häufig nein. Das ist nicht verwunderlich, wenn man weiß, dass Krabbeln wichtig ist für das Erlernen gegengleicher Bewegungen (so genannte Überkreuzbewegungen, also z. B. rechten Arm und linkes Bein gleichzeitig bewegen). Später haben diese Kinder häufig Schwierigkeiten bei der Unterscheidung von links und rechts, zeigen ungeschickte Bewegungen und in der Schule ein schlechtes Schriftbild. Versuchen Sie also keinesfalls, das Laufen zu forcieren, etwa indem Sie Ihr Kind zum Gehen an beiden Händen halten oder es in eine Gehhilfe setzen (hierdurch auch hohe Unfallgefahr!).
Mein Tipp:Mit etwa sieben Monaten, wenn Ihr Baby sich in Bauchlage kraftvoll mit den Händen abstützt, können Sie beginnen, es in die „Startposition“ für das Krabbeln zu bringen. Ihr Baby muss sich dazu im Vierfüßlerstand (auf Händen und Knien) auf dem Boden befinden. Fixieren Sie nun mit der einen Hand die Beine im Bereich der Knie auf dem Boden, während Sie mit der anderen Hand unter Babys Bauch fahren und es auf Ihrer Hand vor- und zurückschaukeln lassen.
Die besten Bewegungs-Tipps für Kinder
Bitte ermahnen Sie Ihr Kind nicht ständig, wenn es ungeschickt oder zappelig ist. Sie dürfen davon ausgehen, dass Ihr Kind sich gerne „besser“ verhalten würde, wenn es das nur könnte... Um Körperwahrnehmung, Gleichgewicht, Koordination sowie Motorik effektiv und mit viel Spaß zu fördern, genügen oft ganz einfache Mittel:
Regen Sie die Körperwahrnehmung durch die Haut an: Massieren Sie Ihr Kind, frottieren Sie es nach dem Baden oder Duschen kräftig ab. Einem Kindergartenkind können Sie auch mit dem Finger eine Figur auf den Rücken malen und es raten lassen, was Sie gezeichnet haben.
Fördern Sie Bewegungen spielerisch : Machen Sie Fingerspiele, legen Sie Ihr Baby auf den Rücken und fahren Sie mit seinen Beinchen Rad oder bringen Sie es in Krabbelposition (siehe Tipp oben).
Fördern Sie die Handgeschicklichkeit: Lassen Sie Ihr Kind viel malen (mit Fingerfarben oder dicken Stiften auf großem Papier) und kneten. Geben Sie ihm Bausteine zum Zusammenstecken (Lego® oder Lego® Duplo). Kindergartenkinder können Perlen auffädeln oder mit der „Strickliesel“ stricken.
Zielübungen für Kindergartenkinder: Dadurch trainiert Ihr Kind fein abgestimmte Bewegungen. Es kann z. B. mit einem Ball auf Dosen zielen, den Ball in einen Eimer oder durch einen Reifen werfen.
Körperbeherrschung und Kraft fördern: Lassen Sie Ihr Kind viel im Freien spielen, gehen Sie oft auf den Spielplatz. Dort kann es, sofern das Spielangebot groß genug ist, klettern, balancieren, schaukeln, rutschen, eine schiefe Ebene hinauf- und hinuntergehen etc.
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Mein Tipp: |
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Gönnen Sie Ihrem Kind so oft wie möglich das Gefühl, in einem Meer von bunten Plastikbällen zu „schwimmen“, beispielsweise in der Kinderecke großer Möbelhäuser. Das „Bad“ in den Bällen regt die Gehirnaktivität an und fördert die Empfindungsfähigkeit der Haut. |







