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FSME-Impfung

Braucht Ihr Kind eine FSME-Impfung?

Impfen gegen Borreliose, FSME & Co – Vorbeugen durch Impfungen

Die Warnungen vor Zecken werden jedes Jahr eindringlicher – und so ist die FSME- Impfung auch bei Eltern ein Dauerbrenner. Lesen Sie hier, ob der mögliche Schutz durch eine Impfung für Ihr Kind nötig ist. 

Expertenrat von 

Zecken sind nicht nur lästig, sondern sie können auch gefährliche Erkrankungen wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine virale Form der Hirnhautentzündung) oder Borreliose, eine bakterielle Erkrankung, übertragen. Viele Eltern fragen sich daher, ob sie ihr Kind vor dieser Zecken-Gefahr mit einer FSME-Impfung schützen sollten.

FSME und Borreliose im Vergleich

Sowohl die Borreliose als auch die FSME weisen im Kindesalter einige Besonderheiten auf, was den Verlauf oder das Auftreten von bleibenden Schäden betrifft. So verläuft die FSME bei Kindern meist gutartiger als bei Erwachsenen.

Wichtig
Bei 50 Prozent aller Erkrankten ist der Zeckenstich unbemerkt geblieben. Besonders eine Borreliose ist deshalb oft schwer zu erkennen, da sie in Stadien abläuft und nicht immer mit typischen Beschwerden einhergeht!

Merke: Auch wenn kein Zeckenstich bekannt ist, kann eine FSME oder Borreliose auftreten!

Offiziell wird die Gefahr durch FSME für Kinder wie folgt bewertet: „Bei Kindern unter vier Jahren tritt die FSME nur sehr selten auf und verläuft dann auch verhältnismäßig mild. Vor allem aber hinterlässt sie keine bleibenden Schäden.“ (Paul-Ehrlich-Institut, Langen). Bei Kindern im Schulalter tritt nach FSME jedoch in etwa 30 Prozent ein postvirales neurasthenisches Syndrom auf. Sie leiden oft mehrere Wochen lang an Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Stressintoleranz, psychomotorischer Verlangsamung und Kopfschmerzen.

Ist eine Impfung gegen FSME nötig? Wie hoch ist das Erkrankungsrisiko wirklich?

Die Durchseuchung der Zecken mit dem FSME-Virus ist in Deutschland auf bestimmte Risikogebiete beschränkt, während andere Länder in Europa sogar flächendeckend betroffen sind. Es gibt FSME-Risikogebiete mit einem besonders hohen Risiko, so z. B. im Schwarzwald oder im Raum Passau. Hier liegt das Risiko, als Ungeimpfter nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken, bei 1:1.000 bis 1:2.000. In den anderen Risikogebieten beträgt es etwa 1:10.000. FSME-Viren können prinzipiell auch durch die Milch infizierter Haustiere wie Rinder, Schafe oder Ziegen übertragen werden. Infektionen durch Rohmilch spielen in Deutschland bisher jedoch keine Rolle.
Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenstich an Borreliose zu erkranken, liegt um ein Vielfaches höher als bei FSME, nämlich bei 1:50 bis 1:100. Jedes Jahr gibt es in Deutschland etwa 60.000 Neuerkrankungen. Spezielle Zahlen über Infektionen von Kindern liegen nicht vor.

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