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Wie Sie Ihrem Kind das Impfen erleichtern

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Wie Sie Ihrem Kind das Impfen erleichtern

» Nebenwirkungen beim Impfen vorbeugen

Es gibt einfache Möglichkeiten, Ihrem Kind Nebenwirkungen wie Schmerzen beim Impfen zu ersparen. Das richtige „Impf-Management“ hilft, Nebenwirkungen beim Impfen vor zu beugen. Bestimmte Zusatzstoffe in Impfstoffen können Sie vermeiden.

Obwohl moderne Impfstoffe gut verträglich sind, können Sie durch die Beachtung einiger Punkte die erforderlichen Impfungen für Ihr Kind noch mehr erleichtern und Nebenwirkungen nach dem Impfen vorbeugen.

Impfen erleichtern

Hat Ihr Kind große Angst vor der Spritze oder ist es nach der Impfung untröstlich und aufgebracht, können Sie ihm mit Bach-Blüten helfen. Geben Sie ihm 2 Tropfen Rescue Remedy (=Notfalltropfen) aus der Vorratsflasche direkt auf die Zunge, bei Bedarf wiederholen. Alternativ: 4 Tropfen in 200 Milliliter Wasser auflösen und innerhalb von 10 Minuten schluckweise trinken lassen, gegebenenfalls wiederholen. Bei einem Baby reicht es oft aus, nach dem Impfen einige Tropfen an den Schläfen oder hinter den Ohren einzumassieren. Inzwischen gibt es auch Notfall-Bonbons nach Dr. Bach., die nach dem Impfen gegeben werden können.

So hat Ihr Kind weniger Schmerzen beim Impfen

Lassen Sie Ihr Kind mit Mehrfachimpfstoffen impfen. Das reduziert nicht nur die Anzahl der erforderlichen Impfungen und damit der Spritzen, sondern hilft entscheidend, die Belastung durch Zusatzstoffe beim Impfen zu vermindern. Ist Ihr Baby beim Impfen erst 2 bis 4 Monate alt, fragen Sie Ihren Kinderarzt, ob es möglich ist, Ihr Baby anzulegen und während des Stillens zu impfen. Stillen wirkt nämlich schmerzlindernd. Flaschenkinder können während des Impfens ersatzweise Zuckerlösung aus dem Fläschchen (30 g = ca. 2 Esslöffel Zucker auf 100 ml abgekochtes Wasser) bekommen und dann einen Schnuller. Bei Kindern ab dem 4. Lebensmonat besteht die Möglichkeit, 60 bis 90 Minuten vor der Impfung ein EMLA®- Pflaster auf die Impfstelle zu kleben. Durch die enthaltenen Lokalanästhetika spürt Ihr Kind den Piks nicht. Da der Einstich jedoch schnell ausgestanden ist, halte ich das betäubende Pflaster für unnötig, zumal es eine eventuell später auftretende und wesentlich unangenehmere Lokalreaktion nach dem Impfen nicht verhindert.

Welche Impfstoffe belasten Ihr Kind beim Impfen am wenigsten?

Der Sechsfach-Impfstoff Infanrix® hexa schützt Kinder zwar mit nur einem Piks gegen sechs verschiedene Krankheiten, jedoch wiesen das Paul-Ehrlich-Institut (Bundesamt für Sera und Impfstoffe) sowie die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA, London) am 28.04.2003 in einer Information für Ärzte und Apotheker auf fünf ungeklärte Todesfälle hin, die innerhalb von 24 Stunden nach der Sechsfach-Impfung mit HEXAVAC® (vier der Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit HEXAVAC®, Impfstoff seit September 2005 nicht mehr im Handel) bzw. Infanrix® hexa auftraten. Die beiden Sechsfach-Impfstoffe waren bereits in den Zulassungsstudien durch eine erhöhte Rate an Lokal- und Fieberreaktionen aufgefallen. Beide Behörden betonten, dass sich kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Impfung und den Todesfällen nachweisen lässt. Nach der gegenwärtigen Datenlage ist jedoch ein solcher Zusammenhang auch nicht auszuschließen! Bis nicht die letzten Zweifel an der Sicherheit des Sechsfach-Impfstoffs ausgeräumt worden sind, rate ich davon ab. Gegen die gleichzeitige Verabreichung anderer Mehrfach-Impfstoffe, die zudem schon länger auf dem Markt und daher noch umfassender erprobt sind, bestehen keine Bedenken. Sie können Ihr Kind beispielsweise mit PENTAVAC® (Fünffach-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hib) plus Engerix®-B Kinder (gegen Hepatitis B) impfen lassen. Diese Variante hat gleichzeitig den Vorteil, dass Ihr Kind pro Gabe nur 0,55 mg Aluminium gespritzt bekommt, im Vergleich zu 1,45 mg mit dem Sechsfach-Impfstoff.
Zudem zeigte sich in Studien, dass nach einer Grundimmunisierung mit Infanrix® hexa die Antikörper gegen Hib um 41 Prozent niedriger lagen als nach Impfung mit PENTAVAC ®. Ob dadurch der Schutz gegen Hib eingeschränkt ist, ist noch unklar – es ist jedoch möglich.

Mein Tipp

Fragen Sie Ihren Kinderarzt, welche/n Impfstoff/e er Ihrem Kind spritzen wird. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, können Sie den/die von Ihnen gewünschten Impfstoff(e) meist auf Rezept bei der nächsten Apotheke besorgen.

Wie Sie Nebenwirkungen nach dem Impfen vorbeugen können

  • Impfungen dürfen zwar auch bei einer Erkältung oder leichtem Fieber bis 38,5 °C durchgeführt werden. Empfehlenswert ist das Impfen bei einem fieberhaften Infekt jedoch nicht. Besser ist es, wenn Ihr Kind wirklich ganz gesund ist! Besonders günstig ist es, mit dem Impfen in den Monaten April, Mai und Juni zu beginnen, da dann die typische Erkältungszeit vorüber ist.
  • Stillen Sie Ihr Baby möglichst so lange, bis es die dritte Dosis der Sechsfach-Impfung erhalten hat, besser sogar bis Ende des ersten Lebensjahres. Gestillte Kinder vertragen Impfungen besser!
  • Neigt Ihr Kind zu Fieberkrämpfen oder besteht eine neurologische Erkrankung, sollten Sie am 7. bis 12. Tag nach der MMR-Impfung auf eine Temperaturerhöhung achten und – nach Absprache mit dem Kinderarzt – gegebenenfalls schnell ein fiebersenkendes Mittel wie Paracetamol (z. B. Ben-u-ron®) oder Ibuprofen (z. B. Nurofen®) geben. Nach der Fünf- bzw. Sechsfach-Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Hib, Keuchhusten, Kinderlähmung und eventuell Hepatitis B besteht die Gefahr eines Fieberkrampfes hingegen direkt am Tag der Impfung. Deshalb ist es sinnvoll, einem fieberkrampfgefährdeten Kind zur Vorbeugung – wiederum nach Absprache mit dem Kinderarzt – direkt nach dem Impfen sowie vier und acht Stunden danach ein fiebersenkendes Medikament zu geben.
  • Ihr Kind sollte sich am Tag der Impfung und am folgenden Tag nicht überanstrengen. So lange sollte auch auf Schwimmbadbesuche verzichtet werden.
  • Unterstützen Sie ab dem zweiten Lebensjahr das Immunsystem durch die Vitamine A und C, z. B. enthalten in Karotten, Zitrusfrüchten und Sanddorn (auch in Form von Saft wirksam!).

Mein Tipp: Lassen Sie Ihr Kind möglichst morgens impfen – und am besten nicht freitags. Sollte wirklich eine heftige Impfreaktion auftreten, ist Ihr Kinderarzt noch erreichbar.

Impf-Wissen für Eltern

Wichtige Infomationen darüber, welche Zusätze in (Kombinations-) Impfstoffen enthalten sind und wie Sie das Immunsystem durch Schüßler-Salze stabilisieren können, finden Sie in unserem Spezialreport Impfen, den Sie unter www.elternwissen.com/shop/gesundheit-erziehung/spezialreport-impf-wissen.html anfordern können.

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Die neuesten Kommentare zum Artikel "Wie Sie Ihrem Kind das Impfen erleichtern ":

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Anne-b schreibt am Mittwoch, 15.12.10 11:16:

Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz,

hatten Sie nicht in einem Newsletter geschrieben, dass es nun eine Studie gibt, die wiederlegt, daß während des Stillens weniger Schmerz empfunden wird? Leider kann ich mich nicht erinnern, wo ich das gelesen habe, dass man durch Überprüfung von ich glaube Gehirnströmen und Augenreaktionen die in Ihrem Text genannte Hypothese wiederlegt hat.

Grüße Anne

 
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