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Mutter untersucht Tochter nach Zecken
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Zeckenimpfung – wie Sie sich wirksam schützen

Die Saison der Krankheitsüberträger beginnt jetzt!

Mit einem Zeckenstich können die Erreger zweier für den Menschen gefährlicher Krankheiten übertragen werden. Wie Sie sich wirksam mit einer Zeckenimpfung schützen können und was Sie beachten sollten, erfahren Sie hier. 

Expertenrat von 

1. die Borreliose

die die Haut, die Gelenke und das Nervensystem angreift. Das Heimtückische daran: Die Symptome können erst nach Monaten oder Jahren auftreten, und nicht jeder Arzt erkennt die Ursache auf Anhieb. Dadurch geht wertvolle Therapiezeit verloren, und die Beschwerden werden häufig chronisch mit nicht selten lebenslanger Behandlungsbedürftigkeit.

2. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

ist eine Hirnhautentzündung, die durch ein Virus verursacht wird und deren Behandlung oft dementsprechend langwierig ist. Unsere Tabelle zeigt Ihnen das Wichtigste auf einen Blick. Die Borreliose ist weitaus verbreiteter und heimtückischer als die FSME. Auf einen FSME-Fall kommen ca. 200 Borreliose-Fälle! Dennoch berichten Zeitschriften und Apothekenblätter stets gern und ausführlich über die FSME. Grund: Die Pharmaindustrie verdient mit der Zeckenimpfung viel Geld, dementsprechend sprudeln auch die Werbegelder! Gegen FSME können Sie sich wirkungsvoll durch eine Impfung schützen. Die Erstimpfung erfolgt in drei Schritten: Im Anschluss an die Basisimpfung ist nach zwei bis drei Monaten eine zweite und nach neun bis zwölf Monaten eine dritte Impfung erforderlich. Alle drei Jahre müssen Sie den Impfschutz auffrischen lassen. Die Kosten der Zeckenimpfung werden in den Risikogebieten von den Krankenversicherungen getragen, fragen Sie aber vorher sicherheitshalber bei Ihrer Kasse danach. Gegen die Borreliose ist eine Zeckenimpfung mangels Impfstoff nicht möglich. Verschiedene Institute arbeiten daran, bisher jedoch ohne Erfolg. Der in den USA erhältliche Impfstoff ist nur gegen die dort auftretende Form der Borreliose wirksam, nicht gegen die europäische._adsense001

Zeckenimpfung und Aufmerksamkeit

Tragen Sie beim Spaziergang geschlossene Schuhe und möglichst lange, eng anliegende Kleidung.

Zusätzlichen Schutz bieten so genannte Repellents, die Sie als Spray oder Lotion auf die Haut auftragen und die mehrere Stunden vor den Zecken-Attacken schützen (empfehlenswert: Autan Active Lotion, Nexa Lotte natur Hautmilch-Schutz oder Taoasis Floh Zecken Stop Spray).

Mein Tipp: Bei empfindlicher Haut sollten Sie diese Mittel bei Erstanwendung zunächst nur auf eine kleine Fläche am Unterarm auftragen, um mögliche allergische Reaktionen abzuklären.

Wenn Sie von einem Spaziergang aus Wald und Feld heimkehren, sollten Sie draußen Ihre Bekleidung abklopfen und nach Zecken absuchen. Auf heller Bekleidung sind Zecken leichter auszumachen als auf dunkler.

Suchen Sie anschließend Ihren Körper nach Zecken ab. Diese wandern bevorzugt zu solchen Stellen, an denen die Haut besonders dünn ist: Haaransatz an Nacken und Ohren, Achselhöhlen, Schambereich, Kniekehlen.

Mein Tipp: Bewahren Sie die Zecke auf, und lassen Sie sie gegebenenfalls untersuchen und feststellen, ob sie Borreliose- bzw. FSME-Erreger enthält.

Entfernen Sie die Zecke mit einer Splitterpinzette oder einer Zeckenzange (in Apotheken und Drogerien erhältlich). Dabei kann eine Lupe hilfreich sein. Wichtig: Greifen Sie damit die Zecke direkt an ihrem Kopf, dicht über der Haut, und ziehen Sie sie langsam und ohne(!) Drehbewegung aus der Haut.

Gelingt es Ihnen nicht, die Zecke vollständig zu entfernen, „operieren“ Sie nicht selbst daran herum, sondern suchen Sie einen Arzt auf.

Das gilt auch für den Fall, dass Sie in den nächsten Tagen eine Hautrötung um die Einstichstelle feststellen. 

Diese Erkrankungen drohen nach einem Zeckenstich

Erkrankung*BorrelioseFSME
Erregereine Bakterienart (Borrelien)Virus
so viel Prozent der Zecken
tragen den Erreger
ca. 35 % 1 bis 5 % der Zecken in Hochrisiko-
gebieten wie Bayr. Wald,
Schwarzwald, Odenwald,
Österreich, Skandinavien
so viele Deutsche erkranken
jährlich daran
ca. 60.000 ca. 300
erste Symptome

in 7 von 10 Fällen zeigt sich ein
stetig wachsender roter Fleck
um die Einstichstelle, oft in der Mitte hell

keine Rötung der Einstichstelle;
grippeähnliche Abgeschlagenheit
diese Organe werden in
Mitleidenschaft gezogen
Haut, Gelenke, Muskeln,
Nervensystem, Herz
Nervensystem
Zeckenimpfung möglichneinja
Behandlung mit Antibiotika
möglich
janein
Immunität nach Erkrankungnein ja, lebenslang

*Der Vollständigkeit halber seien namentlich noch zwei weitere durch Zecken übertragbare Erkrankungen genannt, die Ehrlichiose und die Babesiose. Beide kommen in unseren Breiten jedoch äußerst selten vor.

 

 

 

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