Kommentare:
Schutz vor Zeckenstichen
© Dan Race - Fotolia.com

So schützen Sie Ihr Kind vor Zecken

Krankheitsrisiko durch Zecken

Der Frühling und Sommer bringen wieder ein erhöhtes Risiko von Zeckenstichen - und mit ihnen die Gefahr einer Ansteckung mit den gefährlichen Krankheiten FSME und Borreliose – mit sich. Kinder, die sich oft viel im Freien aufhalten, sind besonders gefährdet. Doch was sind überhaupt Zecken, warum sind sie so gefährlich und wie kann man Zeckenstichen vorbeugen? 

Expertenrat von 

Was sind Zecken und warum sind sie gefährlich?

Bei der Familie der Zecken handelt es sich um Parasiten, die sich von Blut ernähren. Zu ihren bevorzugten Wirten gehören alle Säugetiere, also Wildtiere wie etwa Rehe und Hirsche, aber auch Pferde, Hunde und Menschen. In unseren Breitengraden ist der „gemeine Holzbock“ (Ixodes ricinus) die verbreitetste Zeckenart.

Zecken „beißen“ nicht im üblichen Sinne, sondern durchbohren mit ihrem speziell geformten Kiefer die Haut des Wirtes. Das austretende Blut trinken sie anschließend mit Hilfe ihres speziell geformten Saugrüssels. Der Saugvorgang dauert Stunden. Nachdem sich die Zecke mit Blut vollgesogen hat, lässt sie sich von ihrem Wirt fallen. Anschließend kann sie, wenn nötig, ein Jahr lang ohne eine weitere Mahlzeit überleben.

Während der Stich selbst nur eine oberflächliche Verletzung ist und somit noch keine Gefahr für den Wirt darstellt, können Zecken neben Borreliose die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) übertragen. FSME führt zu grippeähnlichen Symptomen und bei einigen Betroffenen zu Hirnhautentzündungen (Enzephalitis). In besonders schweren Fällen bleiben dauerhafte Schäden in Form von Lähmungen zurück.

FSME-Risikogebiete

Nicht jede Zecke ist Träger des FSME-Erregers. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts liegt der Anteil je nach Gebiet bei 0,1% bis 3,4%. Besonders hoch ist die Gefahr in Süddeutschland. In Bayern, Baden-Württemberg und dem südlichen Thüringen kommt der Erreger am häufigsten vor.

In Risikogebieten kann eine FSME-Schutzimpfung ratsam sein. Das gilt auch und gerade für Kinder (obwohl bei ihnen die Erkrankung meist leichter verläuft als bei Erwachsenen und weitaus seltener bleibende Schäden hinterlässt).

Wie schütze ich mich und mein Kind gegen Zeckenstiche?

Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, das Risiko von Zeckenstichen gering zu halten.

Besonders wichtig ist geeignete Kleidung. Bei Ausflügen in den Wald sollten Sie und Ihr Kind feste Schuhe, lange Hosen und am besten auch ein langärmeliges Oberteil tragen. Helle Farben sind besser als dunkle, da auf ihnen Zecken besser zu sehen sind.

Auf diese Weise dauert es länger, bis die Zecke einen geeigneten Platz für ihre Mahlzeit findet. Idealer Weise entdeckt man eine Zecke bereits in dieser „Suchphase“, also bevor sie überhaupt zugestochen hat. Suchen Sie sich und Ihr Kind also möglichst zeitnah gründlich nach Zecken hab, insbesondere an geschützten Stellen mit dünner Haut wie zum Beispiel Hals, Achseln, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehlen – dort stechen Zecken bevorzugt. Bei Kindern sitzen sie mitunter auch am Hals oder am Haaransatz.

Es gibt, als zusätzlichen Schutz zur entsprechenden Kleidung, spezielle Anti-Zeckenmittel, sogenannte Zecken-Repellents. Jedoch sind diese unterschiedlich effektiv und nicht alle von ihnen sind für Kinder geeignet. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker über geeignete Mittel beraten.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "So schützen Sie Ihr Kind vor Zecken"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Kinderkrankheiten" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Kinderkrankheiten" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?