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Verklebte Augen

Verklebte Augen bei Ihrem Baby: So helfen Sie Ihrem Kind!

So behandeln Sie verklebte Augen

Viele Neugeborene leiden unter tränenden oder eitrigen Augen. Was können Sie selbst dagegen tun? Wann muss der Tränenkanal durchstoßen werden? Lesen Sie auch, welche Behandlungen nutzlos oder sogar bedenklich sind. 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Die Tränenflüssigkeit gelangt über die Tränenpünktchen an Ober- und Unterlid im Bereich des inneren Augenwinkels in die Tränenkanäle. Diese münden in den Tränensack, der sich neben dem oberen, knöchernen Teil der Nase befindet. Der Tränensack geht in den Tränennasengang über, welcher in der Nasenhöhle mündet. Deshalb läuft auch, wenn wir weinen, gleichzeitig die Nase! Vor der Einmündung des Tränennasen gangs in die Nase befindet sich eine Schleimhautfalte (Hasner-Klappe genannt), die sich normalerweise nach der Geburt öffnet.

Ein Drittel aller Säuglinge hat anfangs verklebte Augen

Bei etwa 30 Prozent aller Neugeborenen ist diese Klappe noch verklebt; sie öffnet sich meist in den ersten fünf Lebensmonaten. Bis zum ersten Geburtstag sind die Tränenwege bei 95 Prozent aller Kinder dann problemlos durchgängig. Öffnet sich die Klappe nicht, kommt es zum Tränenstau, der ideale Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien bietet. Es treten dadurch immer wieder Entzündungen des Tränen sackes auf (mit Absonderung von Eiter über die Tränenpünktchen). Durch eine unzureichende Behandlung wiederholter und/oder schwerer Entzündungen kann es zu Vernarbungen und Verengungen der Tränenwege kommen.

Verklebte Augen: Diese Maßnahmen sind sinnvoll

Hat Ihr Kind ein eitriges, gerötetes, verklebtes Auge, gehen Sie bitte zum Kinderarzt. Dieser verordnet bei einer bakteriellen Entzündung antibiotische Augentropfen (sind leichter zu verabreichen als eine Augensalbe!), die Sie bitte genau nach ärztlicher Anweisung anwenden. Meist ist eine achttägige Behandlung erforderlich. Lassen Sie sich vom Arzt oder von seiner Helferin zeigen, wie Sie Ihr Baby am besten halten, damit die Tropfen auch wirklich ins Auge gelangen! Ist die Haut um das Auge herum durch das ständige Augen tränen gerötet, hilft Bepanthen®-Augensalbe, die Sie mehrmals täglich auftragen. Reibt Ihr Kind sich versehentlich Salbe ins Auge, ist das völlig unproblematisch, da diese Salbe zur Anwendung am Auge gedacht ist und daher auch nicht brennt. Liegt keine behandlungsbedürftige Infektion vor, waschen Sie das verklebte Auge ein- bis zweimal täglich von außen nach innen (in Richtung Nase) mit abgekochtem, lauwarmem Wasser aus. Verwenden Sie dazu am besten ein sauberes Stofftaschentuch.

Sie können zum Auswaschen auch Augentrosttee verwenden, der zusätzlich entzündungshemmend und heilend wirkt. Dafür einen Teelöffel des geschnittenen Krautes in 250 Milliliter kaltes Wasser geben, aufkochen und zwei Minuten ziehen lassen. Abseihen, eine Messerspitze normales Haushaltssalz zugeben und umrühren. Lauwarm verwenden. Massieren Sie viermal täglich die Tränenwege). Waschen Sie sich zuvor die Hände. Entfernen Sie gegebenenfalls austretendes Sekret wie beschrieben mit einem feuchten Tuch. Bei einer akuten eitrigen Entzündung dürfen Sie jedoch nicht massieren!

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