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Mutter geht mit ihrer Tochter auf dem Arm einkaufen
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Zusatzstoff Carrageen in Marmelade und Ketchup

Achtung giftig!

Dass ein Pudding so schön cremig ist oder ein Gummibärchen fruchtig-gelb, liegt unter anderem an chemischen Zusatzstoffen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit sollte eigentlich sicherstellen, dass nur unbedenkliche Stoffe in unserem Essen landen. Trotzdem warnen Wissenschaftler, dass auch erlaubte Zusatzstoffe Organe schädigen und Krebs erregen können. Dazu zählt auch der umstrittene Zusatzstoff E 407 (Carrageen), der Ketchup, Pudding und auch Saucen bindet. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Ich habe Ihnen die wichtigsten Fragen zusammengefasst und erkläre Ihnen, wie Sie Ihr Kind vor dem gefährlichen Verdickungsmittel schützen können.

Was ist Carrageen?

Der Lebensmittel-Zusatzstoff E 407 wird auch als Carrageen auf der Zutatenliste von Lebensmitteln aufgelistet;er wird als Gelier- und Verdickungsmitteleingesetzt. Es istein Sammelbegriff füreine Gruppe langkettiger Kohlenhydrate(Polysaccharide), die man aus Rotalgen gewinnt. Diese werden gewaschen, in einer heißen, alkalischen Lösung gekocht, herausgefiltert und gemahlen.

In welchen Lebensmitteln wird Carrageen verwendet?

Je nachdem, wie das entsprechende Lebensmittel zusammengesetzt ist, kann mit E 407 eine zähe Flüssigkeit oder ein stabiles Gel hergestellt werden. Dies ist beispielsweise bei Eis, Marmelade, Milchgetränken, Desserts, Ketchup und Salatsaucen, Eis, Puddingpulver, Süßigkeiten, Sprühsahne, Trockenmilch und Babymilch der Fall. Das Fatale ist: Eine Höchstmenge für Carrageen in Lebensmitteln gibt es nicht. Es gilt das Prinzip quantum satis, also „in ausreichender Menge“. Das bedeutet, es darf gerade so viel E 407 verwendet werden, wie zur Produktion notwendig ist.

Wie gefährlich ist Carrageen?

Carrageen steht nach Ansicht einiger Wissenschaftler in Verdacht, die Ausbreitung von Geschwüren im Magen-Darm-Trakt und sogar Brustkrebs zu fördern. Andere Forscher sehen das Risiko eher als gering an – wie etwa der Lebensmittelexperte Dr. Hans-Ulrich Grimm. Er erklärt: „Die besagten Krebsarten entstehen zwar … bei bestimmten Carrageen-Sorten“ (mit kleinerem Molekulargewicht). Für Lebensmittel zugelassen seien aber ganz andere Sorten (mit größerem Molekulargewicht).

Die krebsverdächtigen Sorten könnten jedoch auch im handelsüblichen Lebensmittel-Zusatz E407 enthalten sein. Schließlich sind bis zu 5 Prozent als sogenannte „Verunreinigung“ zugelassen. Auch im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, dass Carrageen Darmkrebs verursachen kann.

Aktueller Stand der Forschung ist:

Bis zu einem Tages-Höchstwert (ADI) von 75 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht ist Carrageen nicht schädlich. Es wird vom Körper nicht aufgenommen, sondern unverändert wieder ausgeschieden.
Derzeit ist aber noch nicht geklärt, ob Carrageen über den Darm von Säuglingen aufgenommen werden kann. Deshalb wird im Moment empfohlen, E 407 nicht für Säuglingsnahrung zuzulassen. Auch bei entsprechend veranlagten Erwachsenen kann Carrageen allergieähnliche Symptome auslösen.

Mein Rat: Ich würde mir wünschen, dass künftig alle Kinderlebensmittel frei von Carrageen sein müssen. Weil der gefährliche Zusatzstoff auch für Bioprodukte zugelassen ist, gibt es aber momentan keine andere Möglichkeit, als die Zutatenliste der Lebensmittel immer wieder genau zu studieren.

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